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«Projektmanagement in Praxis und Lehre der (Landschafts)Architektur. ein wenig Chaos gehört dazu Titelbild: Eigene Darstellung (2008) ...»

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Florian Kluge

Projektmanagement

in Praxis und Lehre der (Landschafts)Architektur

… ein wenig Chaos gehört dazu

Titelbild: Eigene Darstellung (2008)

Projektmanagement

in Praxis und Lehre der (Landschafts)Architektur

… ein wenig Chaos gehört dazu

Von der Fakultät für Architektur

der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule Aachen

zur Erlangung des akademischen Grades eines Doktors der Ingenieurwissenschaften

genehmigte Dissertation

vorgelegt von Dipl.-Ing. Florian Kluge aus Münster (Westfalen)

Berichter:

Universitätsprofessor Dr. Christian L. Krause, Lehrstuhl für Landschaftsarchitektur der RWTH Aachen Universitätsprofessor Dr. Klaus Selle Lehrstuhl für Planungstheorie und Stadtentwicklung der RWTH Aachen Tag der mündlichen Prüfung: 25. Juni 2008 Diese Dissertation ist auf den Internetseiten der Hochschulbibliothek online verfügbar.

Kurzfassung

KURZFASSUNG

Architekten, Landschaftsarchitekten und Stadtplaner sind in mehrerer Hinsicht beruflichem Druck ausgesetzt: Finanzmisere und langjähriger Auftragsmangel stehen dauerhaft ungelösten, aber auch neuen zu bewältigenden Aufgaben gegenüber. Darüber hinaus macht die Planungsbranche immer wieder durch Fehler in Management und Organisation ihrer Projekte von sich reden. Vielfach erschallt der Ruf nach Projektmanagement als wundersamem Allheilmittel gegen Planungschaos, Kommunikationswirren und knappe Kassen - obwohl keine Einigkeit besteht, was Projektmanagement bedeutet und wie es funktioniert. Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich daher mit Projektmanagement im speziellen Kontext der Praxis und Lehre von Landschaftsarchitektur, Architektur und Stadtplanung. Sie ist in drei Teile gegliedert.

Im ersten Teil wird Projektmanagement zunächst definiert sowie ein branchenübergreifender Überblick gegeben, um Entstehung und Weiterentwicklung der Methode zu verstehen.

Die Untersuchung von Normen und Fachliteratur zeigt, dass der Begriff Projektmanagement trotz seiner vielfältigen Verwendung fest definierte Inhalte hat.

Projektmanagement entstand vor vielen Jahrzehnten in der Rüstungsindustrie und ist im Fortgang überwiegend von Ökonomen und Ingenieuren weiterentwickelt worden. In diesen Branchen wird unter anderen Rahmenbedingungen als in der (Landschafts)Architektur gearbeitet, so dass die Methode nicht eins zu eins übertragbar ist. Gleichwohl können wertvolle Hinweise für die (Landschafts)Architektur gewonnen werden.

Der zweite Teil richtet seinen Blick auf Projektmanagement in der (Landschafts)Architektur. Dort sind Projekte eine selbstverständliche Organisationsform und ein weit verbreitetes Planungsmodell.

Um die Methodik auch hier optimal nutzen zu können, ist es notwendig, sie den Anforderungen moderner Projektplanung und flexibler Prozesse anzupassen. Es werden neun Statements erarbeitet, die das Verständnis der Methode in der (Landschafts)Architektur erläutern: 1) Projekte haben mehrere Dimensionen, die gemanagt werden müssen: Projekte als Produkt, Prozess und Organisation;

2) Projektmanagement erfindet die Projektarbeit nicht neu; 3) der Komplexitäts- und Determinationsgrad der Projekte entscheidet über die Anwendungsart, die Methode muss angepasst werden;

4) Projektmanagement muss flexibel angewendet werden; 5) das Prozessverständnis unterscheidet sich von anderen Branchen; 6) soziale Kompetenzen haben größte Bedeutung,

7) Projektmanagement erfordert nicht zwangläufig einen Manager; 8) falsch verstandenes Projektmanagement kann dem Projekt schaden; 9) Projektmanagement ist nicht die Lösung aller Probleme.

Eine Untersuchung des Praxis-Stellenwerts zeigt, dass professionelles Projektmanagement noch nicht sehr weit verbreitet ist. Aufgrund enormen wirtschaftlichen und methodischen Bedarfs hat die Nachfrage jedoch stetig zugenommen, und die Verbreitung wächst weiter.

Der Nutzen von Projektmanagement ist stark von den Rahmenbedingungen des Projekts und seinen Akteuren abhängig. Es lassen sich jedoch fünf Ebenen des Nutzens identifizieren:

1) Wirtschaftliches Denken, Selbstmanagement, 2) Strukturierung, Übersichtlichkeit, Transparenz,

3) Steuerung, Kontrolle, Qualitätssicherung, 4) Kommunikationskanäle und -strukturen,

5) Außenwirkung und Marktpositionierung. Seinen vollen Wirkungsgrad entfaltet Projektmanagement, wenn bestimmte Regeln eingehalten werden: Detaillierte Erfassung der Situation, Auswahl der geeigneten Hilfsmittel, Angemessenheit der Hilfsmittel, Anwendung auf allen Ebenen und in allen Phasen, Geduld und gründliche Einarbeitung, Flexibilität der Mittel, schrittweise Konkretisierung und kontinuierlicher Lernprozess.

Der dritte Teil der Arbeit setzt sich mit der Hochschul-Lehre auseinander, da die Praxisanalyse und Experten-Aussagen keinen Zweifel daran lassen, dass die Projektmanagement-Vermittlung bereits im Studium erforderlich ist. Auch die Akkreditierungsrichtlinien der Hochschulen und Anforderungskataloge der Kammern fordern Projektmanagement, in den Curricula spielt es jedoch kaum eine Rolle. Die Hochschulausbildung wird den Anforderungen der Praxis daher nicht gerecht.

Auf der Basis der Praxisberichte, einer Best-Practice-Analyse spezieller Lehrangebote sowie eigener Lehrerfahrungen ist eine Orientierungshilfe für die spezifische Projektmanagement-Lehre im universitären (Landschafts)Architektur-Studium entstanden. Die als wichtig identifizierten Themenbereiche werden in drei Kategorien unterteilt: „Grundlagen des Projektmanagements“, „Weiterführende Inhalte“ und „Spezialisierungen“, die jeweils nach ihren Lernzielen und Lehrinhalten aufgeschlüsselt werden. Darüber hinaus haben sich im Laufe der Arbeit Erkenntnisse zu geeigneten Vermittlungsmethoden ergeben, die den Blick auf weitere Forschungsfelder und -Fragestellungen öffnen. Sie werden in Form von vier Denkanstößen formuliert.





Durch die Integration der formulierten Projektmanagement-Inhalte in die universitären Curricula und durch die Berücksichtigung der Denkanstöße zur Umsetzung in der Lehre könnte ein großer Fortschritt in der Projektmanagement-Ausbildung erreicht, den Anforderungen der Praxis in höherem Maße entsprochen und der Praxis zu mehr Management-Professionalität verholfen werden.

Abstract

ABSTRACT

Architects, landscape architects and urban planners are subject to several professional pressures:

Lack of funds and a prolonged dearth of orders appear next to permanently unresolved as well as new challenges. Furthermore, the planning sector is prone to making mistakes in the domain of both management and organisation of its projects. Often project management is considered as a universal remedy for chaotic planning, confused communication and budget deficits, even though there is no consensus what project management means and how it works. In this dissertation, project management is analyzed in the special context of landscape architecture, architecture and urban planning, in professional practice and university teaching. The dissertation is divided into three parts.

The first part attempts to define project management as such. Subsequently a comprehensive overview of how project management came into being and how it has evolved will be provided to facilitate a better understanding of this method. A look at technical literature and engineering standards shows that the term “project management” has clearly defined contours, in spite of its manifold applications.

Project management was generated many decades ago, in the context of the defence industry, and was subject to further evolution by economists and engineers over the years. As these business sectors start out from different basic conditions, it is impossible to transfer the method on a one-toone basis into (landscape)architecture. Nevertheless helpful insights can be gained.

The second part of the dissertation concentrates on project management in (landscape)architecture. In this context projects are an accepted mode of organisation and a widely-used model of planning. To use the method to best advantage, it is necessary to customise it to the requirements of modern planning and flexible processes. The nine following statements will point out how project management is to be understood in (landscape)architecture: 1) Projects include several dimensions, which have to be taken into account: Project seen as a product, as a process and as organisation; 2) Project management does not imply the reinvention of work projects as such; 3) The degree of complexity and determination of the projects themselves defines the possible appliance of the method which needs to be customized accordingly; 4) Project management has to be practised very flexibly; 5) The definition of the term “process” differs widely from other sectors; 6) Social skills are eminently important; 7) Project management does not necessarily require a project manager;

8) A faulty understanding of project management can seriously impair a project; 9) Project management does not offer a solution for all problems. A look into the use of project management in professional practice shows that it is not widely used. Due to an enormous economic and methodical need for it, however, the demand has continuously grown and continues to spread.

The utility of project management depends strongly on the prevailing conditions of the project and its participants. Five areas of utility can be identified: 1) economic thinking, self-management, 2) structures, clarity and transparency, 3) control and quality assessment, 4) channels and structures of communication, 5) public perception and market positioning. Project management can deploy its full potential, if several rules are observed: detailed assessment of the situation, selection of the appropriate tools, adequateness of the tools, application on all levels and in all phases, patience and systematic training, flexibility of methods, gradual concretion and continuous process of learning.

The third part of the dissertation deals with university education, because the analysis of the professional practice and the experts’ statements leave no doubt that knowledge about project management needs to be integrated into university studies. The guidelines with regard to accreditation of degree programs and the catalogues of requirements of the architectural associations postulate project management, but in the curricula it is not adequately represented. Therefore university education does not cope with the requirements of professional practice. This dissertation intends to give orientation towards the specific teaching of project management within the university studies of (landscape)architecture. It relies on three different sources: Firstly, on reports taken from practice, secondly, on the analysis of “best practice” of special university courses and thirdly, on personal teaching experience. From this analysis, three main categories of topics can be identified: “basics” of project management, “content elements with a wider range” and “specialisation”, which are specified by learning targets and content of teaching. Furthermore, the dissertation gives insight into appropriate teaching methods. Simultaneously, these teaching methods open up new vistas into further areas of research and into new questions. They are added in four paragraphs as food for thought.

By integrating the defined contents of project management into the university curricula and in consideration of the reflections on appropriate teaching methods, a great progress in the teaching of project management could be made. Teaching and education could fulfil the requirements of professional practice to a higher degree, and the practitioners could achieve a greater professionalism in management.

–  –  –

1. Problemaufriss

2. Aufbau, Methodik und Leitfragen der Arbeit

TEIL A: PROJEKTMANAGEMENT - ALLGEMEINE ANNÄHERUNG AN DEN BEGRIFF UND EIN

BRANCHENÜBERGREIFENDER ÜBERBLICK 23

1. Kapiteleinführung

2. Die Begriffe Projekt, Management und Projektmanagement in Literatur und Normen

2.1 Definition Projekt

2.1.1 Projektmerkmale

2.1.2 Projektarten

2.2 Definition Management

2.2.1 Management und Führung

2.2.2 Funktionales Management

2.2.3 Institutionales Management

2.2.4 Verschiedene Management-Ansätze



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