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«Verfasser Andreas Linhart Angestrebter akademischer Grad Magister der Philosophie (Mag.phil.) Wien, im Mai 2008 Studienkennzahl lt. Studienblatt: ...»

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Als trauriges Symbol dieser Zeit seien besonders die Squatters erwähnt. Galten bereits die „regulären“ Siedler mit ihrer stark wachsenden Schafswollindustrie als die größten Räubern indigener Landgebiete, (vgl. Münnich 1996: 24) so waren Squatters als „freie Siedler“ ohne vermerkte “leases“12 jene, welche die koloniale Invasion im blutigen Kampf umsetzten.

Als lease bzw. leasehold werden genau bestimmte Nutzungsrechte bezeichnet, welche zeitlich begrenzt, von öffentlichen Institutionen gewährt werden können, sozusagen eine Form bzw. Art Pacht 4. Eliminierung und Segregation der Rechtslosen Das erste rechtliche Beziehungsverhältnis, welches zwischen den Indigenen und den europäischen Neuankömmlingen entstand, stützte sich auf den Standpunkt, dass eine Rechtspartei, nämlich die der Indigenen, über keinerlei Rechte zu verfügen hatte. Siedler und Squatter waren die ausführenden Organe von Vertreibung und Massakern, wie jenes von Myall Creek in New South Wales von 1838, bei dem 28 Indigene erschossen und verbrannt wurden. Diese organisierten, gewalttätigen Übergriffe der Eroberer blieben keine Ausnahme bzw. nur dahingehend, als dass jenes Massaker von Myall Creek das einzige bleiben sollte, welches die beteiligten weißen Siedler zur Rechenschaft zog (vgl. Gesellschaft für bedrohte Völker 2001: 1). Eine Ausnahme, da üblicherweise der Genozid strafrechtlich konsequenzlos blieb. Doch Ausgangspunkt dieser Vernichtungsaktionen war der Anspruch auf immer größere Landgebiete, legitimiert durch die

koloniale Verwaltung und deren Gerichte:

„Yet throughout 60 or 70 years of murderous dispossession the law was impotent. (…) No colonial court ever defended the Aboriginal right of occupancy” (Reynolds 1996a: 156).

Die Siedler selbst sahen sich zum Schutz ihres Landes und Eigentums verpflichtet, und negierten, ebenso gestützt durch das koloniale Recht, indigene Ansprüche. In ihren Augen waren sie

die ersten, welche Rechte und Eigentumsansprüche über abgegrenzte Landstriche stellten:

„Only in Australia did the first settlers claim that at the time of settlement no prior rights of property nature existed on the continent” (Hocking in Greimel 1996: 11).

4.1. Landnahme und Rechtlosigkeit an der “frontier” Gegenüber der „ungehinderten“, „offiziellen“ Landenteignung sah das koloniale Recht keinen Handlungsbedarf, fehlte doch in Australien, konträr zur rechtlichen Situation in Kanada, den USA oder Neuseeland, wo unzählige Verträge zwischen “First Nations“ und dem Souverän geschlossen wurden, eine solche Praxis vollkommen.13Gerichte hätten „lediglich“ die physische Vernichtung der Indigenen durch die Siedler ahnden können, was aufgrund der breiten Auslegung des Schutzes durch bewaffnete Selbstverteidigung selten geschah. Ein juristisches Vorgehen gegenüber der Vertreibung durch die Ausweitung des Landbesitzes der Siedler war dagegen unmöglich, da gesetzlich durch die Festsetzung der britischen Krone als Souverän und juristisch durch das Primat des common law abgesichert.Vice versa konnte man den Indigenen jedoch sehr wohl strafrechtlich habhaft werden. Für bereits vereinzelte Formen des Widerstandes, wie Angriffe auf vordringende Siedler, doch auch durch ihre tagtägliche Nahrungsbeschaffung wurden

Indigene rigide und drakonisch bestraft und durch das Gesetz diskriminiert (vgl. Reynolds 1990:

187). Die von der indigenen „Jagd- und Sammlergesellschaft“ tagtäglich praktizierte Jagd erfüllte im europäischen Rechtsverständnis auf Schafe und Rinder den Tatbestand des Diebstahls und des Raubes. So konnten unzählige Indigene abgeurteilt, in Ketten gelegt und als Zwangsarbeiter im Schienenbau eingesetzt werden (vgl. Reynolds: 1996a: 166).

All diese unterdrückenden Elemente, ob nun von gesetzlicher oder willkürlicher Seite, waren prägend für diese strukturelle Unterdrückung, welche konzeptionell als frontier verstanden wurde. Die frontier war der Begriff für die oppositionelle Konfrontation im hegemonialen Aufeinandertreffen von Siedlern und Indigenen an einer auch geographischen Grenze. Das stetige VorWenngleich jene Verträge mit den “First Nations“ sukzessive übergangen und einseitig aufgehoben wurden.

dringen der „Zivilisation“ in die „ungebändigte Wildnis“, „Eingeborene“ miteingeschlossen war Gleichnis seiner Zeit, Ausdruck des Fortschritts, der Abenteuerlust und des „Mannesmuts“.

4.2. Dekonstruktion der “frontier”

Durch eine dekonstruierende Analyse dieses Konzepts stellt sich die Frage, inwiefern das Aufeinandertreffen zweier so unterschiedlicher Welten ein System mit einer derart schnell wachsenden, zerstörerischen Eigendynamik schuf. Wie sehr konstituierte ein von den Siedlern getragenes Konzept der frontier seine Prämissen selbst und nicht umgekehrt die einzelnen frontier Elemente wie physische Vernichtung und rechtsgültige Landaneignung das Konzept der frontier? Geht man davon aus, dass aus dem Verständnis der kolonialen Siedler an sich ein bewusstseinsprägendes Bild der Invasion samt Fortschrittsglaube und Mannesmut entstand, aus dem heraus das Wirken bestimmt wurde, so kommt es zu einer 180 Grad Wendung der kausalen Zusammenhänge. Nicht die Folgen der Invasion bildeten demnach ein Konzept der frontier, die frontier entwickelte diese Folgen von sich aus und legitimierte sie einseitig. Landenteignung wurde zum Mittel der Invasion, nicht zu dessen Selbstzweck. Dadurch wirkte die Invasion und Besiedlung strukturell, institutionalisiert innerhalb der Konfrontation und nicht wie einzelne lose Vorfälle ohne Zusammenhang (vgl. Wolfe 1999: 163). Dazu brauchte es strukturierende Elemente, wie beispielsweise gemeinsam habitualisierte und kognitiv getragene Vorstellungen, durch die soziale Dogmatiken und Direktiven geteilt und auch umgesetzt wurden. All die gemeinsamen aber persönlich akkumulierten Vorstellungen gaben somit mehreren Menschen die Überzeugung, im Feld der frontier durch die Vernichtung und Vertreibung von Menschen rechtschaffend oder zumindest nicht rechtswidrig zu handeln. Erst ein solches Bewusstsein ließ die Siedler und Squatter ihr inhumanes Wirken erst rechtfertigen.





Einige Ansätze dieses Bewusstseins finden sich unverkennbar in der später einsetzenden evolutionistischen Theorie wieder. Kaum ein Werk eines berühmten anthropologischen Evolutionisten, in welchem die australischen Indigenen nicht als Beispiel für die primitivste aller menschlichen Gruppen herhalten mussten. Exemplarisch sei hier die Beschreibung der australischen Indigenen aus dem wohl bekanntesten Manifest des Evolutionismus: „Die Urgesellschaft“ von Lewis

Henry Morgan, erschienen 1877, vorgebracht:

„Die Australier stehen auf einer niedrigeren Stufe als die Polynesier und weit unter den amerikanischen Ureinwohnern. Sie stehen unter den afrikanischen Negern (sic!) und nahe der allertiefsten Stufe. Ihre gesellschaftlichen Institutionen müssen daher dem primitivsten Typus viel näher kommen wie die irgend eines anderen Volksstammes der Gegenwart“ (Morgan 1987 (1877): 43).

Vor allem die bipolare Aufteilung des Evolutionismus in zivilisierte, höhergestellte und in wilde, primitive Gruppen deckte sich haargenau mit dem Konzept der frontier Dichotomie in „Wir hier – dort sie“, wenngleich die evolutionäre Dogmatik nicht direkt auf politische Umsetzung bedacht war (vgl. Wolfe 1999:177). Der Evolutionismus spiegelte jedoch die Ideologie und Vorstellungen der Siedler und Squatter vom unterentwickelten, rechtsunfähigen Wilden wider, welche dadurch ihr blutiges Wüten rechtfertigen und relativieren konnten. Nach heutigen Schätzungen

starben ungefähr 20.000 Indigene in den direkten Kämpfen an der frontier (vgl. Reynolds 1996b:

98).

4.3. Physische Vernichtung an der “frontier”

Durch die so genannte “Pacification by Force“, „Befriedung durch Gewalt“ erhielt dieses System des Völkermords an der frontier eine vom Souverän akzeptierte, indirekt normative Legitimierung. „Befriedet“ sollte dabei jedoch nur die koloniale Nutzung des Landes werden, nicht die Indigenen selbst. Da diese die voranschreitende Annexion des Kontinents störten drohte ihnen die Gewalt. Bewaffnete Gruppen weißer Siedler zogen, von der kolonialen Verwaltung und Rechtssprechung geduldet, zu „Strafexpeditionen“ aus um indigene Gruppen von „ihren“ Ländereien zu vertreiben und zu ermorden. Diese als „Selbstschutz“ bezeichneten Aktionen waren Vorläufer ethnischer Säuberungen und bezweckten ein ungestörtes, „friedliches“ Kultivieren der

Kolonie durch die Vernichtung der Indigenen:

„In self-protection (sic! Anm. d. Verf.) they (settler, Anm. d. Verf.) banded together and organized punitive expeditions to teach the natives a lesson – often by shooting indiscriminately.

This method of “pacification by force” grew up particularly during the decades from 1840 to 1880, receiving indirect recognition from the Legislative Councils and later the Legislative Assemblies established during that period” (Elkin 1954: 322, 323).

Eine noch weit höhere Anzahl indigener Opfer forderten die durch die Siedler eingeschleppten Seuchen und Krankheiten. Die für Europäer harmlosen Erkrankungen wie Schnupfen rafften aufgrund fehlender Resistenz tausende Indigene dahin. Teilweise half so mancher Siedler diesem Zustand nach, beispielsweise durch die Verteilung von pockenverseuchten Decken oder mit Arsen vergiftetem Mehl. Weiters starben erschreckend viele Indigene an Geschlechtskrankheiten auch ein Import aus der europäischen „Zivilisation“. Beinahe zu spät erklangen schließlich erste Stimmen, welche einen Stopp der willkürlichen Verfolgung der Indigenen und ein Ende der „ungesetzlichen“ (!) Exekutionen und Massakern forderten. Auch aufgrund der aufkommenden Epidemien wurde eine Barriere zur Vermeidung eines direkten Kontaktes der Indigenen und der Siedler, sprich ein Ende der frontier gefordert. Der erbärmliche Zustand indigener Gruppen nach ihrer Vertreibung aus ihren Gebieten ließ einige Philanthropen Kritik am bestehenden System üben. Christliche Missionare erkannten bald im Umgang mit den Indigenen deren tiefes Trauma des Landverlustes (vgl. Reynolds 1998: 32). Erwähnt seien hier William Walker oder George

August Robinson, die nicht tatenlos dem fortschreitenden Genozid zusehen konnten und die Methoden wie auch das System der Landaneignung der Squatters kritisierten. Allerdings:

„(...) their views were never popular with the majority of their countrymen” (Reynolds 1998: 248).

Langsam erst wurde sich die koloniale Verwaltung des Geschehens an der frontier bewusst und erließ erste Schritte um die rein physische Vernichtung der Indigenen zu stoppen, nicht jedoch die Enteignung deren Lebensräume. Vornehmliches Ziel war eine Segregation der verbliebenen Gruppen auf Protektoratsgebiete, um sie vor etwaigen Zugriffen der Siedler zu schützen. Dies war der Beginn der Reservationspolitik.

4.4. “To Mure the Wild” – Das Leben in den Reservaten Das Ziel der in der Zwischenzeit gegründeten Kolonien war es, die „verbliebenen Reste“ von Indigenen in separat segregierte Gebiete zu vereinen und sie paternalistisch der kolonialen Kontrolle zuzuführen. Jede einzelne Kolonie14 beschloss Gesetze zur Gründung von „Schutzgebieten“, innerhalb derer eine rechtliche Institution eines Reservates oder aber auch einer christlichen Mission etabliert werden konnte. Mit dieser Politik der „Protektion der Schwachen“ (vgl. Tonkinson 1989: 140) wollten die einzelnen Bundesstaaten eine Befriedung der frontier durch territoriale Trennung der Indigenen und der Siedler herstellen und die einzelnen Gruppen dem Schutz der kolonialen Verwaltung unterstellen. Die Reservate unterstanden einem kolonialen Verwalter, welcher sich um das „Wohlergehen“ der dem Reservat zugewiesenen Indigenen kümmern sollte.



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