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«Verfasser Andreas Linhart Angestrebter akademischer Grad Magister der Philosophie (Mag.phil.) Wien, im Mai 2008 Studienkennzahl lt. Studienblatt: ...»

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In dritten Kapitel sollen die Auswirkungen des Landrechtsdiskurses auf Fragen indigener Identität und Ethnizität analysiert werden, bzw. auch die Frage gestellt werden, ob der australische Landrechtsdiskurs überhaupt die Titulierung „Diskurs“ verdient hat. Werden in Fragen kommunikativer Gerechtigkeit nachhaltige Angebote den indigenen “stakeholdern” überhaupt angeboten? Wurde beispielsweise durch den Native Title Act 1993 (Cth) ein Rechtspluralismus gefördert oder im Vorhinein negiert? Inwiefern wird die Landrechtsbewegung selbst von beiden Seiten instrumentalisiert? Welche Dynamiken ergeben sich im Feld der Anerkennung oder Ablehnung indigener Landrechte, und inwiefern gelingt es dem Staat, fraktionierend einzugreifen?

Die Motivation dieser Arbeit ist die umfassende Auseinandersetzung mit der Beziehung von Land und Mensch auf dem australischen Kontinent. Welche Bedeutungen, Wesensarten, Bestimmungen und Pläne ergeben sich aus der Wechselbeziehung zwischen der Kategorie Mensch, indigen oder nicht-indigen, zu dem Landgebiet, welches er bewohnt, bzw. ihn beherbergt oder beschützt? Welche differenzierten, rechtlich normativen Konzepte von Landschaft, Besitz und Nutzen bzw. deren Negation bieten sich in den Auseinandersetzungen menschlicher Beziehungen auf dem Landgebiet an? Welche historischen Vernetzungen resultieren aus der Divergenz dieser Ansprüche auf Land? Dazu sollte ein monokausaler Horizont hinsichtlich eines gerechten Umgangs mit dem Konzept Land um die Akzeptanz komplementärer Koexistenz erweitert werden. Dieser „gerechte“ Umgang spiegelt sich gleichwohl ebenso in einer wissenschaftlich engagierten Positionierung wider.

KAPITEL I: TERRA ABORIGINALIS – Chronologie der indigenen Landrechtssituation in Australien

2. Die präkoloniale „terra australis incognita“ Im mythologisch spirituellen Glauben australischer Indigener war zum Anbeginn der Zeit die Welt „kreationslos“; fehlten geographische Formationen, Pflanzen, Tiere oder Menschen. Allein „körperlose Geist- und Ahnwesen“, Träger schöpferischer Energien schufen durch ihr heroisches Wirken auf einer ebenen Landfläche Berge, Gesteinsformationen, Meere, Seen, Flüsse, Tiere, Menschen, Gegenstände und auch die Gesetze (vgl. Elkin 1954: 144).

2.1. “Dreamtime” – Die Entstehung von „Land:schaf(f)ten“ Die schöpferischen Energien der „mythologischen Ahnen“ wurden übertragen an geographische Orte; „Landschaften“ entstanden, wie auch Menschen und Tiere, weshalb diese auch in engen affinalen Beziehungsverhältnissen zueinander standen (vgl. Elkin 1954: 49, 50). Die enge, kollektive Verbindung dieser Gesamtschöpfung mit den Ahnwesen fand ihren Ausdruck in der Kontinuität und ewigen Reproduktion von Erschaffen und Wirken in einer gelebten spirituellen Welt

- nicht allein in einer abgeschlossenen, mythologischen Vergangenheit, sondern auch durch die Erneuerung in der Jetztzeit und der Zukunft. Diese mythologische Konzeption der australischen Indigenen wurde auch von den ersten EthnographInnen, welche die Indigenen „untersuchten“ als “Dreamtime” bezeichnet (vgl. Elkin 1954: 177ff., 203ff.; Berndt und Berndt 1996: 229ff.). Im Deutschen wurde und wird dies gerne wortwörtlich und romantisierend als „Traumzeit“ tituliert.

Diese “Dreamtime” stellte jedoch ein kollektiv spirituelles Bindeglied der Indigenen zueinander

sowie zu dem bewohnten Land und ihrer in die Gegenwart und Zukunft reichenden Vergangenheit dar, als Fundament ihres kulturellen Bewusstseins und ihrer Identität:

„Briefly, this concept means that the beings said to have been present at the beginning of things still continue to exist. In a spiritual, or non-material fashion, they and all that is associated with them are as much alive today, and will be in the indefinite future, as they were” (Berndt und Berndt 1996: 229).

In ihren Mythen sowie deren Transformation in Zeremonien und Gesetzen fand und findet diese Verbindung, beispielsweise zwischen Mensch und Umwelt, eine tagtägliche Wiederkehr. Ab dem Zeitpunk der europäischen „Entdeckung“ und Kolonialisierung Australiens bis zum heutigen Tage hat dieses spirituell soziale Konzept elementare Bedeutung innerhalb jeder lokalen indigenen Gruppe. Trotz der heterogenen, kulturellen Ausprägung der einzelnen Gruppen, ob im mediterranen Südosten, der ariden Kontinentalmitte oder in den nördlich und nordöstlichen, subtropischen Gebieten: das Glaubenskonzept der Dreamtime verband diese ansonst sozial und kulturell uneinheitlichen Gruppen. In allen Teilen Australiens galten bestimmte geographische Landschaftsformen als außergewöhnliche mythologische Kreationen der Ahnen, “sacred sites“ genannt.5 Ihnen wurde besondere Aufmerksamkeit seitens der indigen, religiösen Landbeziehung Als “sacred sites“ werden jene Orte und Gebiete bezeichnet, welche durch die Wanderungen, Kreationen und Manifestationen von Dreamtime Ahnwesen außergewöhnliche sozio-religiöse Bedeutung für eine indigene Gruppe oder Gruppen darstellten. Jedoch nicht allein die einzelnen “sacred sites“ waren von zentraler Bedeutung für die

Indigenen Australiens auch die Gebiete zwischen den einzelnen “sites“, wie Roland und Catherine Berndt ausführten:

geschenkt und erst in der reproduktiven Verbindung mit diesen spirituell manifestierten und mythologisch determinierten Landgebieten konnte die indigene Glaubensvorstellung und ihr kulturelles Bewusstsein praktiziert werden.





2.2. Koloniale Verkennung

All dem standen die britischen „Entdecker“ und Siedler desinteressiert gegenüber und vernachlässigten aus Prinzip diese fundamentale Manifestierung einer spirituellen Symbiose des Menschen, in seinem Kollektiv zu seinem Landgebiet. In der hegemonialen, vorurteilsvollen Vorstellung der Briten verfügten die Bewohner der „terra australis incognita“ über keinen rationalen Verstand. Die Komplexität und Divergenz des sozialen, religiös indigenen Lebens war für sie nicht nachvollziehbar. Für die Kolonialisten galten sämtliche Indigene des „neu entdeckten“ Kontinents uni sono als primitive und rückständige Wilde. Bereits Kapitän James Cook beschrieb in seinen ersten Eindrücken die Einwohner des südlichsten Kontinents als einfache, von allen Sorgen der europäischen Welt befreite Menschen. Jene Europäer, die ihm folgten, gingen im Absprechen intellektueller Fähigkeiten noch um ein vielfaches weiter. Das offensichtliche

Fehlen von technologischen Strukturen wie Ackerbau oder Metallurgie ließ die späteren Invasoren zu dem Schluss kommen, der indigene Geist müsse „äußerst unterentwickelt“ sein:

„The ‘lower’ the latter, the easier it was to justify their displacement and even their disappearance” (Elkin 1963: 5).

Ohne Konzept von Land- oder Individualeigentum würden die „Eingeborenen“ frei umhernomadisieren und als „Jäger und Sammler“ einen rein subsistenziellen Bezug zum Land festlegen,

gleich jenem von Tieren zu ihrem Jagdterritorium:

„The third notion, associated with the nomadic character of the Aboriginal peoples, their pursuit of hunting and fishing activities and the absence of fixed residences and cultivated lands, was that they had few, if any, ties with particular lands and no sense of land ownership or of the land belonging to them” (Manson 1997: 814).

Die intensive, komplex mythologische Auseinandersetzung der Indigenen mit ihrer Umwelt, eingebunden in ihre vielschichtige Verwandtschaftsstruktur, (vgl. Trigger 1996: 184ff.) blieb den kolonialen Neuankömmlingen verborgen bzw. wurde schlichtweg ignoriert. Die Briten stellten vorweg ein Fehlen von politischen und hierarchischen Strukturen fest, da offenkundig keine herrschende Autorität, kein erkennbarer Souverän den primär egalitär strukturierten indigenen Gruppen überstand. Somit konnte es nach kolonialer Auffassung auch keinerlei Eigentümer, Besitzer, Verwalter, sprich Individualeigentümer des Landes geben und demzufolge auch kein irgendwie gearteter Landanspruch der Indigenen auf dem von ihnen bewohnten Land existieren.

Über das Gebiet wäre, so die Vorstellung, daher kolonialrechtlich frei zu verfügen (vgl. Havemann 2005: 57ff.).

„Moreover, the mythical characters wandered across the country from one site to another or from one waterhole to the next, and so on. These sites are named and commemorated as focal points in socio-religious (and economic) terms. But he country in between such sites or surrounding them is also significant” (Berndt und Berndt 1996: 137).

2.3. “Virgin Continent” - Die Mär des unberührten Landes Die indigene Auffassung von Landeigentum hätte dieser Theorie, welche sich an der Idee der “pure soil“ von Sir Francis Bacon (vgl. Reynolds 1996b: ix) orientierte, wohl mehrfach widersprochen. Der Kontinent Australien war keinesfalls „unberührte Erde“, weder demographisch noch aufgrund eines fehlenden Landanspruches. Es mag einem ethnographischen Faktum entsprechen, wenn im präkolonialen System der Indigenen kein Entwurf eines einzigen Individualeigentümers, wie jener der britischen Krone auf ihr beanspruchtes “crown land“ 6 bestanden hatte, jedoch sehr wohl ein kollektiv souveräner Anspruch auf Land bezüglich dessen mythologisch - religiöser und demzufolge auch sozial ökonomischer Nutzung. Die erwähnte, vielschichtig spirituelle Auseinandersetzung der Indigenen mit ihren umliegenden und auch weiter entfernten Landgebieten, welche sich in einer komplexen Ausformung von religiösen und kulturellen Beziehungen etablierte, band mehrfach jedes einzelne Individuum der lokalen Gruppen an sein Land. Auch sozialorganisatorische Einheiten7 verwiesen inhärent auf die unterschiedlich spirituellen Verpflichtungen des Einzelnen gegenüber dem Land bzw. einzelnen topographischen Gebieten.

2.4. „Präkolonial - aboriginal“ - Was am Anfang war Unzählige SozialanthropologInnen versuchten und versuchen heute noch - mit eher geringem Erfolg - einen ehemaligen „Grundzustand“ der Indigenen zum Zeitpunkt der Ankunft der Europäer wissenschaftlich nachzukonstruieren. Nach Recherchen von frühen, relikthaften Aufzeichnungen indigener Kultur durch die ersten „Entdecker“ und Kolonialreisenden sowie der historischen Tatsache eines zweihundertjährigen Genozids durch die weißen Kolonialisten und der Prämisse eines pluralistisch, dynamischen Kulturbegriffes, blieb einzig und allein die Feststellung, dass es keine einheitlich homogene Kultur der australischen Indigenen gab. Indigene Gruppen bildeten lokale Identitäten, welche verwandtschaftsspezifisch und in ihren religiösen Ausformungen unterschiedlich ausgeprägt waren. Dies lässt auch ihre Zusammenfassung in dem allseits bekannten, aber zu hinterfragenden Begriff der “Australian Aborigines“ kritisch betrachten. Dieser entstand in der sozialdarwinistisch belegten Suche nach universellen Kategorien und war ein rein kolonialbritisches Konstrukt (vgl. Tonkinson 1989: 139).

Jahrzehntelange Versuche einer wissenschaftlichen Feststellung gesamtaustralischer Elemente und kultureller Ausformungen, welche alle Indigenen miteinander teilten, blieben erfolglos. Einzig und allein die spirituelle Vorstellung der Dreamtime - Ahnen und deren schöpferisches Wirken sowie die Spezialisierung des jagd- und sammelspezifischen Nahrungserwerbs bildeten eine miteinander geteilte Gemeinsamkeit.Enzyklopädische Abhandlungen über eine Fixierung von homogener Landnutzung und Landbesitz einzelner, sozialorganisatorischer Einheiten beanspruchten dessen ungeachtet weiterhin umfassenden Raum innerhalb der frühen anthropologischen Publikationen. Die juristische und legislative Macht Australiens ignorierte jedoch prinzipiell diese sozialanthropologischen Vorstellungen, egal ob nun „Clan“, „Horde“ oder „Totemgruppe“ die Land besitzende Einheit darstellte (vgl. Tindale 1974: 15ff.). Sie blieben bei ihrer evolutionistischen Feststellung, welche den australischen Indigenen zuschrieb, dass diese aufgrund ihrer „Primitivität“ keinen Landrechtsanspruch geltend machen könnten.

Für Lutz Münnich veranschaulicht den Begriff „crown land“ die Bindung zur britischen Kolonialherrschaft:

„Der Begriff “Crown“ steht stellvertretend sowohl für die Staatsgewalt der einzelnen Länder als auch für diejenige des Bundes in Australien. Er verdeutlicht, daß Staatsoberhaupt des Australischen Commonwealth der Monarch Englands ist“ (Münnich 1996: 78, Fn 25).



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