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«Verfasser Andreas Linhart Angestrebter akademischer Grad Magister der Philosophie (Mag.phil.) Wien, im Mai 2008 Studienkennzahl lt. Studienblatt: ...»

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So wurde 1991 unter dem neuen Labourpremier Paul Keating im Sinne der „Aussöhnung“ ein auf zehn Jahre bestehendes Council for Aboriginal Reconciliation gegründet (vgl. Gesellschaft für bedrohte Völker 2001). Durfte man dem Anspruch auf Aussöhnung durchwegs positives zu Gute halten, (vgl. Reynolds 1996: 150) so ging es in diesem Bereich jedoch um ein Schlussstrichdenken, das Feiern symbolischer Einigkeit, mangelnde Aufarbeitung der Geschichte sowie einer versöhnlichen Integration Indigener als neue Bürger in eine multikulturelle australische

Nation und nicht um die Frage von Gerechtigkeit:

Dieser übernahm dieses Amt von dem Konservativen Malcom Frazer, der seit dem Jahr 1976 regierte.

„Not that Aboriginal land rights legislation was expressly justified in terms of equality before the law. Rather it was explained by reference to past injustice or reconciliation” (Bartlett 1999: 409).

Ab 1991 versuchte der australische Commonwealth die Etablierung einer “new citizenship“, verbunden mit weiteren, versteckten Formen rechtlicher und politischer Assimilierung. Für die australischen Indigenen blieb eine solche Entwicklung allerdings inakzeptabel und so manche wussten sich dagegen zu wehren.

12. Exkurs: „terra nullius“ Wie ein blutroter Faden zieht sich eine stigmatisierende Doktrin durch die traurige Chronologie der Landenteignung der australischen Indigenen. Eine Prämisse, in der europäischen Vorstellungswelt entworfen, durch vorgeschobene Ratio begründet und als institutionalisiertes Okkupationsprogramm durchgeführt: die Doktrin der „terra nullius“. Als Begriff für ein „staatenloses Gebiet“ (vgl. Münnich 1996: 84) war sie die rechtsphilosophisch begründete Legalisierung von Vertreibungen, Enteignungen und der Segregation der indigenen Bevölkerung Australiens. Im eigentlichen Sinne verstand sich die terra nullius als ein unbewohntes Gebiet, von Menschen verlassen, frei zu okkupieren und frei zu besiedeln. Angesichts der auch in früherer Zeit so um das 18. Jahrhundert bestehenden, eurozentristisch chauvinistischen Vorstellung von Gebietsausbreitungen im Sinne der Kolonialisierung wurde der Begriff von britischer Seite aus recht eigenwillig ausgedehnt. Als politisches Vehikel der Argumentation bzw. einseitiger Legitimierung von so genannter „friedlicher Landaneignung“, verstand man bald im politischen Duktus unter terra nullius mehr als nur unbewohntes Land (vgl. Münnich 1996: 84).

Dem politischen Selbstverständnis des Britischen Empires galten egalitäre Gesellschaften ohne einen starken Souverän als suspekt wenn nicht gar anarchistisch. Die Vorstellung, ohne König oder Königin leben zu müssen, verstärkte evolutionistische Schauerbilder vom primitiven Wilden: rechtlos, kannibalisch, gottlos und wider jeglicher moralischer Ethik. Aus dem Blickfeld der Kolonialisten konnte sich in einer solchen Einheit von Menschen keinerlei Bewusstsein von Landeigentum oder Landbesitz entwickeln (vgl. Reynolds 1996a: 167).

Der Begriff der terra nullius wurde somit auf Landgebiete ausgedehnt, welche wohl von Menschen besiedelt waren diese Menschen aber aus kolonialer Sichtweise in ihrer „sozialen Evolution“ noch derart „rückständig“ waren, dass sie keinesfalls Souveräne des eigenen bewohnten Landes sein konnten. Argumentativ begründet wurden diese Feststellungen des weiteren durch ein oberflächlich ausgemachtes Fehlen von politischen sowie sozialorganisatorischen Einheiten, wie es für die Indigenen Australiens zu Ende des 18. Jahrhunderts angenommen wurde. Erste Berichte von Entdeckern, Kolonialverwaltern und Missionaren verwiesen auf die Inexistenz einer stratifizierten Sozialorganisation mit autoritärer Führerschaft, welche Gebiete für sich vereinen und verteidigen würden. Die indigene Gesellschaft Australiens bestehe, so die Chronisten, aus heterogenen Kleingruppen, welche primär egalitär organisiert waren. Dieses Fehlen an offensichtlich politischer Organisation, welche von den britischen Kolonialisten gleichgesetzt wurde mit dem Fehlen Land besitzender Gruppen, war ein Eckpunkt des erweiterten staatspolitischen Konzepts der terra nullius (vgl. Greimel 1996: 58).

Den Indigenen Australiens wurde kurz gesagt keinerlei sozialpolitische Machtstruktur zugeschrieben, die nach britischem Vorbild eine Verteilung, sprich einen Besitz von Land beinhalten könnte. Auch individuelles Landeigentum, wie im britischen common law festgehalten, fehlte und ließ daher die Annahme eines generellen Fehlens einer indigenen Landeigentümerschaft weiter verstärken, da dem common law ein kollektiver Landeigentumstitel unbekannt war und ist (vgl. Zips 2002: 38), was für eine spätere juristische Anerkennung von Landrechten ein Hindernis darstellen sollte. Außerdem vermissten die Invasoren die aus europäischer, arabischer und afrikanischer Praxis her bekannte Abgrenzung, Verteidigung und Eroberung von Landgebieten innerhalb der indigenen Gesellschaft. Niemand konnte nach Ansicht der Briten auf dem neu besiedelten Kontinent einen fixen Landbesitz faktisch und detailliert deklarieren, da Landgebiete nie „militärisch“ bzw. „kriegerisch“ verteidigt oder erobert wurden. All dies stellten implizite Anknüpfungspunkte dar, anhand derer sich ein akkumuliertes Bild einer menschlichen Gemeinschaft imaginierte, der Landeigentum und Landverwaltung unbekannt war, was eine Erweiterung des Konzept der terra nullius nach dem Verständnis des Empires legitimierte.





Als argumentative Verstärkung dieser Erweiterung des Konzepts, konnten einige Staatswissenschaftler dem noch das Fehlen eines produktiven Bodenbaus anhängen. Als „Jäger und Sammlergesellschaft“ nutzten die australischen Indigenen in der Tat keinerlei Acker- und Bodenbau.

Das Bild des unbearbeiteten Bodens, als Widerspruch zum biblischen Verständnis von „sich die Welt untertan zu machen“, war im europäischen Denken ebenso negativ besetzt wie das Fehlen einer hierarchischen Gesellschaftsordnung (vgl. Reynolds 1996a: 176). Daraus weiter folgernd ergab sich, dass die Aneignung dieser Gebiete zur produktiven Nutzung einem gottgefälligen Willen entsprach. Die Enteignung „gottloser“ Menschen zum Zwecke der Fruchtbarmachung des Bodens stimmte daher auch mit dem religiösen Bewusstsein der damaligen britischen Kolonialisten überein. Henry Reynolds berichtet beispielsweise von dem prominenten Anwalt Richard Windeyer aus Sydney, welcher 1838 einer von vielen war, der öffentlich die Meinung vertrat, das Land gehöre nur dem, der es auch bearbeite (vgl. Reynolds 1998: 19).

Aufgrund dieses ausgedehnten rechtlichen Konzepts eines Landes ohne Besitzer, Eigentümer und schon gar keines Souveräns, konnte Captain Arthur Phillip am 16. Jänner 1788 die Gründung der neuen Kolonie New South Wales ausrufen und als Folge die de iure Enteignung aller Indigenen nach rund 40.000 Jahren Existenz auf dem Kontinent durchsetzen. Die Doktrin terra nullius gab den Kolonialisten somit die einseitige, gesetzliche und politische Legitimation für die Okkupation und Vertreibung der indigenen Bewohner Australiens (vgl. Greimel 1996: 36). Auf deren Situation wurde seitens der Siedler kaum Rücksicht genommen. Als „eigentumsloses Gebiet“, konnte die Landfläche des Kontinents nun von den europäischen Einwanderern unter dem institutionalisierten Dogma terra nullius „friedlich“ okkupiert werden.

Wäre Australien aus der Sicht der Briten „gewaltsam erobert“ worden, was de facto geschah, so hätte dies im Gegensatz zur angenommen „friedlichen Okkupation“ diverse vertragliche sowie rechtliche Abstriche dem Gegner gegenüber bedeutet (vgl. Greimel 1996: 9ff.). Während beispielsweise auf Neuseeland um Landgebiete gekämpft wurde, wodurch zumindest die Gegenseite als späterer Vertragspartner anerkannt werden musste, wurden im Laufe von 200 Jahren, bis ins späte 20. Jahrhundert keinerlei Verträge mit den australischen Indigenen geschlossen. Als „primitive Wilde“ ohne Bewusstsein von Landeigentum waren sie für die britische Krone auch nicht zeichnungsberechtigt, sprich vertragsunfähig. Daraus ergab sich, dass erst durch das politische Konzept der terra nullius der alleinige Anspruch auf absolute Landverfügung der britischen Krone, später dem australischen Staat oblag - eine Fiktion, welche die Ansprüche der Kolonialmacht auf indigenes Land festlegte und bestätigte (vgl. Anaya 1996: 22). Die Krone und später

der Staat übernahmen fortan die Rolle des Souveräns über Australien:

„Terra nullius, or ´unowned land´, was the legal fiction upon which the Australian state was founded” (Morton 1998: 380).

Fand die Doktrin der terra nullius trotz ihrer judikativen Herkunft anfänglich eine rein politische bzw. sogar kolonialphilosophische Anwendung, erreichte sie knapp hundert Jahre später ihre juristische Implementierung in der australischen Rechtssprechung. 1889 bestimmte das Privy Council in London in Cooper vs. Stuart 1889 unter Richter Burton, dass Australien zum Zeitpunkt seiner Besiedlung „praktisch unbewohnt und ohne sesshafte Einwohner gewesen sei“ (Münnich 1996: 84, 85; vgl. Reynolds 1996b: 55). Die Bezugnahme der dünnen Besiedlung des Kontinents, auf welche Richter Burton in seiner Begründung einging, war Verweis und Beweis zugleich für die Ausweitung des Konzeptes der terra nullius: Aus „tatsächlich unbewohnt“ genügte rechtlich gesehen 1889 nun mehr ein „praktisch unbewohnt“.

Ein weiterer Argumentationspunkt der Feststellung Australiens als terra nullius durch das Privy Council von 1889 sorgte im anthropologischen Diskurs für Aufregung; nämlich die Frage eines „australischen Nomadismus“. Im Urteil hießt es folglich: „(…) und ohne sesshafte Einwohner“.

Auf die Frage, wie es die zeitgenössischen EthnographInnen, also Vorgänger der Sozial- und KulturanthropologInnen, mit dem Begriff der terra nullius hielten, erhob der allzeit kritische Anthropologe Patrick Wolfe den Vorwurf, die Darstellung eines so genannten „australischen Nomadentums“ auf Basis der Dreamtime Wanderungen durch die frühe australische Ethnographie trug ihre Mitschuld an der Argumentation des Urteils von 1889, sprich der juristischen Implikation der Konstruktion der terra nullius auf das common law (vgl. Wolfe 1999: 178). Die Wanderungen auf so genannten “Dreaming tracks“, welche auf dem mythologisch, sozialimmanenten Konzept der Dreamtime basierten, als nomadischen Typus darzustellen, hätte, so Wolfe, ein völlig falsches Bild vermittelt. Die Überzeichnung dieser primär religiös mythologischen Wanderungen als ein wildes Umherziehen ohne fixe Behausungen verstärkte die koloniale Vorstellung einer indigenen Unkenntnis des Landeigentums (vgl. Wolfe 1999: 178). John Morton, Senior Lecturer an der La Trope University in Melbourne, welcher Patrick Wolfes Vorwürfen durchwegs kritisch gegenüberstand, verneinte dessen Ansicht, dass anthropologische Dreaming Konzepte die Idee der terra nullius unterstützt hätten (vgl. Morton 1998: 368). Der dabei entstandene Diskurs mag, da dekonstruktiv Erkenntnis fördernd, als durchaus positiv angesehen werden.



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