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«Inauguraldissertation der Philosophisch-historischen Fakultät der Universität Bern zur Erlangung der Doktorwürde vorgelegt von Matthias C. Roggo ...»

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Analogiebildungen, sondern Analogien bieten sich an, weil ein Bedürfnis zur Angleichung besteht. Es geht darum, die Isolation des Menschen (im Singular und im Plural) zu überwinden.1398 Wir dürfen auch hier nicht Mittel und Zweck miteinander verwechseln. Es ist nicht so wichtig, ob wir diese Angleichung als ‚Naturalisierung des Menschen’ oder als ‚Humanisierung der Welt’ deuten; wichtig ist allein die Einsicht in menschliche Denkweisen. (Deren Evaluierung ist in einem transkulturellen Panorama eine schwierige bis unmögliche Angelegenheit.) Das Denken strebt nach der Vereinheitlichung der Phänomene (wenigstens das männliche Denken).1399 Was übersichtlich ist und klare Linien aufweist, wird als „schön und gut“ empfunden. Dies ist das klassische Moment in unserem Denken.

Das romantische Moment verrät sich in unserer Gewissheit, dass das Schöne und Gute (oder die Gerechtigkeit) gewollt und erkämpft werden muss, aber auch im Bewusstsein, dass das Leben eine tragische Seite hat. Im Rahmen dieser

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Cf. Ritchie 1893, 96 ff.; 1905, 249 - 251 und Whiteheads wichtiges Thema der Einsamkeit in RM.

1399 Cf. Ritchie 1905, 91 / 206 philosophisch-anthropologischen Überlegungen ordnen wir die Entwürfe von James, Whitehead und verwandten Denkern der evolutionistischen Metaphysik zu und nennen deren philosophischen Vorschläge aus guten Gründen „neuaristotelisch“ und „neuromantisch“.1400 Weiter stellen wir bei unseren Autoren die unvermeidliche Spannung zwischen wissenschaftlicher Notwendigkeit und philosophischer Freiheit fest. Diese Spannung zwischen Tradition und Moderne ist „unvermeidlich“, was nicht heissen soll, dass eine radikal-positivistische Auflösung der Philosophie angesagt wäre, denn das menschliche Denken kommt auch unter Dogmen, Schmähungen und Verboten nicht zum Erliegen. Das ‚störende’ und ‚unnötige’ Denken und Fragen ist der spezifisch menschliche Ausdruck des Lebens. Dies ist die humanistische Haltung, die Whitehead auf vorbildliche Weise gegenüber Russell, Moore und Wittgenstein einnahm und die auch dem offenen Geist des Pragmatismus entspricht.1401 Bei James und Whitehead schlägt die anfänglich ‚empirisch gemeinte’ Philosophie in eine spekulative Metaphysik um, wie das auch bei Condillac, Maine de Biran und Bergson geschehen ist (ferner bei Alfred Russell Wallace). Der Antimaterialismus erweist sich als Wegbereiter für den Spiritualismus.

Dieser Übergang kommt deshalb zustande, weil die körperlichen Empfindungen allgemein als Zeichen der Natur (Locke und Spencer), und die Natur als Zeichen Gottes (Berkeley und die Romantiker) aufgefasst werden. Dazu rechnen wir noch das Bedürfnis nach theoretischer (und praktischer) Harmonie. Wenn die Seinspyramide (oder das thematische Dreieck) einen harmonischen - oder auch nur einen interessanten - Zusammenhang bilden soll, müssen die Pole „Mensch“, „Gott“ und „Natur“ irgendwie zusammenhängen (vergleiche die Etymologie von ἁρμονία); damit wird der Aufstieg zu Gott und allgemein zu Fragen der speziellen Theologie unvermeidlich. Während der Pol der Natur den Fortgang der Wissenschaft vorantreibt, leitet der Pol Gottes die Rückkehr zur Tradition ein. Die westliche Tradition steht auf festem pythagoreischem Untergrund. Wenn wir im Sinne von Pythagoras monieren „No entity without unity“, dann ist „unity“ auch als „Unity“ zu lesen: Jede Cf. Lowe 1990, 260 (Whiteheadzitat)

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Existenzform ist eine Einheit und als solche Teil einer Existenzgemeinschaft, die in der umfassenden Einheit des Kosmos aufgeht (Mikro- Meso- und Makrokosmos).1402 Es fällt in der europäischen Philosophie vor 1800 auf, dass der Mesokosmos (die „Existenzgemeinschaft“ oder die Gesellschaft) allgemein stark vernachlässigt wurde.

Dieses soziologische Defizit half, in der Epistemologie und in der Ontologie einen starken Subjektivismus zu etablieren, der wiederum das soziologische Defizit verschärfte. Wir hatten bereits die Gelegenheit, einen einseitigen Subjektivismus, der geradewegs in einen Monadismus führt, zu kritisieren.

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philosophischen Theologie. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts kam Bewegung in den angestaubten Substanzbegriff der Antike. Antike Substanzen sind nicht nur selbstidentisch und selbstgenügsam, sondern auch aktiv. Demokrits Atome vibrieren, und Aristoteles’ Substanzen werden durch Formen ‚belebt’, wenn man das mit aller Vorsicht so sagen darf. Die logischen Elemente der Einheit und der Identität treten in den Hintergrund und machen der Idee der kontinuierlichen Aktivität Platz – eine Idee, die sich problemlos an Aristoteles’ Substanzmetaphysik anbinden lässt.1403 Rückwirkend deuten wir die beiden logischen Elemente als Aspekte einer ‚Gestalt’, also eines empirischen Gebildes mit typischen und individuellen Charakteristika (einfach gesagt „mit einer Einheit und einer Identität“). So gelangen wir auf ungezwungene Art zu dem, was wir bei Bergson ein „gestrecktes Ganzes in der Zeit“ nannten (eine „lebendige“ oder „plastische Dauer“, wenn man so will).

Alexanders Gottheit und Whiteheads Gott der Erfahrung („Deity“ respektive „God’s consequent nature“) sind ebenfalls stretched wholes in time. Gott ist also in einem gewissen Sinn auch ausgedehnt (wie bei Bruno, Spinoza und Newton), was von orthodoxen Theologen freilich nicht anerkannt wird (was teilbar ist, ist keine ‚Person’ und nicht vollendet).





Whiteheads Gott ist tatsächlich „bifurcated“ (wie Wells sagt), weil die legitime Unterscheidung permanence/flux als logische Dichotomie a priori/ a posteriori

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Cf. RM, p. 115 f. und Emmet 1984a, 173; Leclerc 1984a, 120 (124) daherkommt, was an Gottes Doppelnatur abzulesen ist. Das ist das rationalistische Legat, das Whitehead mit Descartes, Leibniz und Kant teilt. Die naturalistische Version der genannten Unterscheidung wäre etwa jene zwischen relativer Stabilität und relativer Bewegung (auch hier kommt es nicht auf die genaue Wortwahl an). Ein weiteres Apriori ist die „logische Harmonie“, die „Ordnung der Natur“ oder die „moralische Ordnung“, zu der es a priori keine Alternative gibt. Es ist im Rahmen von Whiteheads Theorie deshalb nicht möglich, die schöne Ordnung aus einem kreativen Chaos ‚ohne Normen’ hervorgehen zu lassen.

Weiter potenziert Whitehead den Begriff der absoluten Substanz zum Begriff der absoluten Möglichkeiten, die an ihrer primären Atomizität und an ihrer quasiSubstanzialität (wenigstens in der sprachlichen Darstellung) ihre Herkunft erkennen lassen. Relative change and stability (was wir haben möchten) müssen wir mit Whitehead in ewige Objekte „plus Aktivität“ auflösen, so dass der Wandel in erster Linie eine Frage der Kombination und Rekombination von Essenzen („gemäss einem Willen“ und „ohne Substrat“) wird. Wie wir diese abstrakte Idee mit der Idee eines Energieflusses zu verbinden haben, bleibt unklar. Es ist durchaus anzunehmen, dass die Wirklichkeit teils rational, teils irrational ist; es fragt sich nur, ob dieser

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metaphysischen Vorschlag ebnet. Gewagter und interessanter wäre eine ‚wilde’ Emergenztheorie ohne ideale Präformationen im Mikrobereich, bei der die Freiheit als Sieg über die erdrückende Notwendigkeit erscheinen würde (also weg von Platon und Leibniz, hin zu Bergson und Alexander). Immerhin lassen sich Whiteheads Aussagen bezüglich der inhärenten Dualität der Natur auch naturalistisch deuten, wenn wir über Whiteheads ewige Objekte hinwegsehen. Die dazu geeignete Formulierung findet sich im Vorwort von RM – einem Werk, das mehr Beachtung

verdient:

(...) our apprehension of those permanent elements by reason of which there is a stable order in the world, permanent elements apart from which there could

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Einheit, Stabilität und Identität verstehen wir am einfachsten als offene Kontinuität und als geschlossener Kausalnexus („unity of sequence“ und „unity of subjection“), was sich bequem anhand von „Gestalten“ und formbildenden „Ideen“ beschreiben lässt. Während Whitehead die „permanent elements“ analog zu Descartes, Leibniz und Spinoza denkt (ein denkender Gott und eine expandierende Welt, an der sich Gott beteiligt), schlagen wir vor, an herleitbaren Strukturen festzuhalten, die ‚relativ stabil’ und ‚relativ instabil’ sind. Ein physikalisches Gesetz würde demnach konstante Beziehungen beschreiben oder symbolisieren, die „relativ stabil“ sind.

Was Whiteheads „Panentheismus“ (Levine) angeht, werden wir uns mit Vorteil an C. G. Carus halten. Wir verzichten auf den unnötigen Präfix „Pan“ und sprechen einfach von einem „Entheismus“, was wir nach Carus ganz unverkrampft als ideale oder objektive „Anwesenheit Gottes“ verstehen wollen.1404 (Als Philosophen sehen wir uns nicht dazu veranlasst, auf der formalen Inexistenz Gottes zu bestehen.) Das

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Panpsychismus/Panmentalismus/Pantheismus auf eine definitive Art zu formulieren und der weiteren Diskussion zur Verfügung zu stellen. Ausgehend vom Thema „Apotheose der Welt“ und von James’ mystischen Inklinationen sagen wir:1405 Die passende Bezeichnung für Whiteheads metaphysischen Vorschlag lautet „evolutiver Entheismus“ (evolutive entheism), weil Gott und die Welt zusammen wachsen und gewissermassen auch zusammenwachsen und sich gegenseitig bestätigen und bereichern.

Siehe Carus 1860, 16 f.: „Entheismus, d. h. Erkenntnis des Göttlichen in Allem“

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Samuel Alexander möchte seine recht abstrakte Gotteslehre teils als Theismus, teils als Pantheismus verstanden wissen,1406 und Whitehead spricht nicht von „deity“, sondern von „mentality“. Das ändert jedoch nichts an unserer Interpretation von Whiteheads Kosmotheologie. Die „ideale Tendenz in den Dingen“ (James, auch Royce und Lotze) ist nicht von Gott abtrennbar, das ist das eine. Weiter vermittelt die mentale Aktivität einer aktualen Entität zwischen ‚ruhiger’ Ordnung und ‚wildem’ Drang, also zwischen dem immanenten Ordnungsprinzip und dem immanenten Bewegungsprinzip namens „God“ und „creativity“. Das „initial aim“ (die generische und spezifische Idee, wie wir meinen) ist die causa Dei, welche die causa sui (die individuelle Idee oder das „subjective aim“) im Rahmen einer harmonia rerum erst ermöglicht. Die Konkreszenz mit dem anvisierten intensiven Gefühlskomplex, welcher sich trotz des hedonistischen Elements der „logischen Harmonie“ verpflichtet weiss, sehen wir am besten als imitatio Dei an („causa Dei“ und „imitatio Dei“ sind unsere Ausdrücke). Der Mikrokosmos ist demnach ein unvollständiges Abbild (ein Ikon) des Makrokosmos, d. h. der objektiven „Ordnung der Natur“ in Gottes Folgenatur (eine andere Art von Totalität gibt es im Rahmen von Whiteheads Pansubjektivismus nicht). In einem geringeren Mass ahmt Gott auch die Welt nach;

er ‚sympathisiert’ mit ihr und leidet mit. In RM streift Whitehead unsere allgemeinen Schlussfolgerungen haarscharf, wenn er bezüglich der Entstehung der Religion sagt:1407 (...) in the process of forming a common expression (...) there is first a stage of primary expression, which each individual contributes at first hand. (...) It is

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There is then a community of intuition by reason of the sacrament of expression proffered by one and received by the other.

But the expressive sign is more than interpretable [also mehr als nur eine Information]. It is creative. It elicits the intuition which interprets it [activity

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RM, p.132 f. – Die wichtigen Partien wurden wieder unterstrichen. MR und subjective form]. (...) the expressive sign elicits the existent intuition which would not otherwise emerge into individual distinctiveness.



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