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«Abhandlung zur Erlangung der Doktorwürde der Philosophischen Fakultät der Universität Zürich vorgelegt von Johannes Giesinger von St. Gallen (SG) ...»

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Betrachten wir das Gefühl der moralischen Entrüstung (moral indignation), welches nach Peter Strawson45 ein reaktives Gefühl ist. Ein Beispiel: Ich blicke aus dem Fenster. Ich sehe eine Frau, die hinter einem kleinen Mädchen – ich nehme an: ihrer Tochter – herläuft und ständig auf deren Kopf einschlägt. Ich reagiere mit moralischer Entrüstung. Diese Reaktion stellt sich spontan ein; sie beruht nicht auf Überlegung. Sie drängt sich mir auf. Moralische Reaktionen wie diese sind, wie Jürgen Habermas sagt, „wegen ihrer Aufdringlichkeit geeignet (...), auch dem Hartgesottensten sozusagen den Realitätsgehalt moralischer Erfahrungen zu demonstrieren“46. Reaktive moralische Gefühle sind spontane Urteile über ein Handlungsgeschehen, deren Gehalt expliziert werden kann. Weil sie tief in unserem moralischen Alltagsleben verankert sind, sind sie als Basis des kohärentistischen Verfahrens geeignet.47 Die Tatsache, dass solche Reaktionen oft ohne Überlegung auftreten, könnte den Blick dafür verstellen, dass sie auf einer Interpretation des Gesehenen beruht. Um beim geschilderten Beispiel zu bleiben: Das Verhalten der Frau muss als Handeln verstanden werden. Versteht man unter einer Handlung ein Verhalten aus akzeptierten Gründen48, so impliziert das VersteEbd., 41 (Fussnote 3). Ähnlich Peter Schaber: „(E)s ist (...) fraglich, ob Gefühle des Zorns oder der Enttäuschung in jedem Fall kognitiv verzerrend sind. Ermöglichen uns solche Gefühle nicht häufig, Aspekte von Situationen zu sehen, die uns in einem emotional entspannten Zustand nicht zugänglich sind?“ (Schaber 1997, 117).

Vgl. Strawson 1978, 207.

Habermas 1983, 55.

Vgl. auch Giesinger 2004a, 31.

Zu diesem Verständnis des Handlungsbegriffs vgl. Teil I, Kapitel 2.2.

Einleitung 2 Zur kohärentistischen Methode hen der Handlung ein Verstehen ihrer Gründe. Auf der anderen Seite beruht die moralische Reaktion auch auf einer Interpretation davon, was die Handlung der Mutter für ihre Tochter bedeutet. Das Verstehen eines interaktiven Ablaufs bedingt also, dass man sich in alle Beteiligten hineinversetzt.

Ein derart komplexer Interpretationsprozess kann, wie die Erfahrung zeigt, innert kürzester Zeit und ohne reflektierende Anstrengung ablaufen. Dies wäre kaum möglich, wenn wir im Alltag nicht auf erworbene Interpretationsmuster zurückgreifen könnten: Im Laufe der Kindheit lernen wir, auf bestimmte Typen interaktiver Abläufe in bestimmter Weise zu reagieren.

Bei diesem Lernprozess handelt es sich, wie ich meine, um einen kognitiven Prozess, einen Prozess, der auf einem Verstehen der jeweiligen Handlungsgründe beruht.

Starke moralische Reaktionen bringen uns aus der Ruhe, sie besitzen aber gerade deshalb eine besonders hohe „initial tenability“: Viele Menschen werden sich äusserst schwer tun, die Reaktionen zu revidieren, die sie auf die Misshandlung oder den Missbrauch von Kindern haben.

Nicht alle unsere moralischen Reaktionen sind aber als Datenbasis des kohärentistischen Verfahrens geeignet. Unsere Reaktionen können durch bestimmte Bedingungen verzerrt werden.

Es sind die gleichen Bedingungen, die auch Rawls und Daniels angeben: Emotionale Aufgewühltheit – zum Beispiel intensive Trauer oder ein Wutanfall – kann unsere moralischen Gefühle verwirren.

Auch Befangenheit durch eigene Interessen kann zu unangemessenen Reaktionen führen. Hier müssen drei Typen moralischer Reaktionen unterschieden werden. Bisher war fast ausschliesslich von den Reaktionen die Rede, die wir als Betrachter eines moralisch relevanten Geschehens haben. Von diesen unterscheidet Strawson die Reaktionen, die sich einstellen, wenn wir selbst Opfer eines moralischen Vergehens werden.49 Der dritte Typ sind die selbstreaktiven Gefühle, zum Beispiel Schuldgefühle, die wir haben, wenn wir moralisch falsch handeln.50 Grundsätzlich sind alle drei Typen von Reaktionen als Basis des kohärentistischen Verfahrens geeignet. Als Handelnde oder Direktbetroffene laufen wir jedoch Gefahr, unsere

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eigenen Anliegen höher zu gewichten als die Anliegen anderer.51 Deshalb ist den Reaktionen, die wir als Betrachter haben, der Vorzug zu geben.

Schliesslich können unsere moralischen Gefühle auch fehlgehen, weil uns bestimmte Informationen mangeln, zum Beispiel über vergangene Handlungen der Beteiligten, über die Ziele des Handelnden oder die Handlungsfolgen. In diesem Fall können wir uns in der Interpretation des Handlungsablaufs irren.

2.2 Universalität und Objektivität Unsere moralischen Alltagseinstellungen erwerben wir durch Erziehung und Sozialisation;

welche Urteile wir für akzeptabel („tenable“) halten, hängt also von der Lebensform ab, in die wir hineingewachsen sind.

Hier setzt die Kritik ein, die von fundamentalistischer (foundationalist) Seite gegen die Methode des Überlegungsgleichgewichts vorgebracht wird. Nach fundamentalistischer Auffassung kommt den moralischen Inhalten, die wir im Sozialisationsprozess erwerben, keinerlei Verlässlichkeit zu – obgleich wir subjektiv stark von ihnen überzeugt sein mögen. Aus fundamentalistischer Sicht können unsere Alltagseinstellungen erst dann als akzeptabel gelten, wenn sie von einem sicheren Fundament aus begründet werden können. Aus dieser Sicht ist die kohärentistische Methode, welche sich auf diese unbegründeten Einstellungen abstützt, unvereinbar mit einer universalistischen oder objektivistischen Auffassung von Moral.





Die universalistische These besagt, dass bestimmte moralische Regelungen allgemein anerkannt und befolgt werden sollten. Die Geltung gewisser Regelungen beschränkt sich also nicht auf bestimmte soziale Gruppen oder Kulturen. Das heisst nicht, dass diese Regelungen tatsächlich von allen anerkannt werden, sondern dass sie universale Anerkennung verdienen.

Die Fundamentalisten fragen nun: Wie kann man mittels des kohärentistischen Verfahrens, das von den moralischen Einstellungen einer bestimmten Gruppe oder eines Individuums ausgeht, zu einer Moralauffassung gelangen, die universale Geltung beanspruchen kann?

Auch die umgekehrte Gefahr ist gegeben: Dass wir die Anliegen anderer höher gewichten als die unseren.

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Vom Universalismus ist der Objektivismus zu unterscheiden. Die objektivistische Auffassung besagt, dass die Geltung von moralischen Regelungen unabhängig ist von subjektiven Wünschen, Einstellungen oder Überzeugungen. Eine bestimmte Regelung hat nicht deshalb Geltung, weil sie von bestimmten Individuen – oder Gruppen – für richtig gehalten wird. Es gibt vielmehr objektive Massstäbe, an denen sich die subjektiven – oder intersubjektiv geteilten – Überzeugungen messen lassen müssen. Das kohärentistische Verfahren, so die Fundamentalisten, ist ganz und gar subjektivistisch. Es misst subjektiven Einstellungen einen grossen Wert bei und stellt keine Massstäbe bereit, die unabhängig von diesen Einstellungen wären, und von denen aus diese Einstellungen kritisiert werden könnten.

Gegen den fundamentalistischen Verdacht, wonach die kohärentistische Methode mit einer universalistischen und objektivistischen Einstellung unvereinbar ist, möchte ich zwei unterschiedliche Überlegungen ins Feld führen.

Erstens weise ich darauf hin, dass der Kohärentismus eine ethische Methode ist und keine Theorie darüber, ob es im Bereich moralischer Werte und Normen eine universale und objektive Wahrheit gibt. Der Kohärentismus sagt uns, wie wir moralische Fragen beantworten und ethische Theorien entwickeln können. Er sagt uns aber nichts über den Status dieser Antworten und Theorien. Die kohärentistische Methode kann nun beispielsweise mit einer universalistisch-objektivistischen Auffassung verbunden werden. Wenn wir das tun, so interpretieren wir unser kohärentistisches Arbeiten als Streben nach einer universal und objektiv gültigen Moral. Moralische Revisionen erscheinen dann als Schritte in einem Lernprozess, der zu einer universal und objektiv gültigen Wahrheit führen soll.

Ist es aber nicht naheliegender, mit der kohärentistischen Methode eine relativistische und subjektivistische Auffassung zu verbinden? Mit meiner zweiten Überlegung möchte ich zeigen, was dagegen spricht, die kohärentistische Methode in diesem Sinn zu verstehen.

Als Basis des Kohärentismus dienen alltägliche moralische Einstellungen. Mit besonderer Deutlichkeit kommen diese in unseren spontanen moralischen Reaktionen zum Ausdruck.

Diese Reaktionen haben einen bestimmten moralischen Gehalt. Von den moralischen Urteilen, die in ihnen enthalten sind, gehen wir aus, wenn wir eine inhaltliche Moralauffassung entwickeln. Wenn wir dann theoretische Überlegungen zur Universalität oder Objektivität Einleitung 2 Zur kohärentistischen Methode dieser Moralauffassung anstellen, sollten wir meiner Ansicht nach ebenfalls unsere moralischen Reaktionen als Ausgangspunkt nehmen. Diese implizieren nämlich nicht nur bestimmte moralische Inhalte; sie führen auch einen bestimmten Anspruch mit sich, einen Anspruch auf universale und objektive Geltung dieser Inhalte.52 Betrachten wir nochmals den Fall der Frau, die ihr Kind schlägt. Meine Reaktion auf diesen Handlungsablauf kann nicht als isoliertes Ereignis gesehen werden. Ich reagiere nicht nur in diesem Fall so, sondern in allen Fällen, welche diesem in relevanter Hinsicht gleichen. Ich erwarte von allen, dass sie nicht so handeln wie diese Frau und beanspruche also, dass der moralische Gehalt meiner Reaktion universal gilt.

Ich reagiere mit moralischer Entrüstung auf die Frau, die ihr Kind schlägt. Man könnte sagen, dass ich mit dieser Reaktion einfach meine persönliche Einstellung zum Ausdruck bringe. Auch Subjektivisten geben jedoch zu, dass wir im Alltag nicht dieses subjektivistische Verständnis unserer moralischen Reaktionen und Überzeugungen haben. Wir halten unsere alltäglichen Überzeugungen – die unter anderem in moralischen Reaktionen zum Ausdruck kommen – für objektiv gültig. Meine Reaktion auf die schlagende Mutter führt den Anspruch mit sich, dass dem Gehalt der Reaktion objektive Gültigkeit zukommt. Wir sind also, wie der Subjektivist John Mackie sagt, Alltagsobjektivisten53. Dass wir im Alltag eine objektivistische Einstellung einnehmen, ist selbstverständlich kein Beweis dafür, dass diese Einstellung angemessen ist.

Der Hinweis auf den Alltagsobjektivismus – und den Alltagsuniversalismus – ist auch gar nicht als Beweis für die Richtigkeit dieser alltäglichen Einstellungen gemeint, sondern als Entgegnung auf den fundamentalistischen Einwand, die kohärentistische Methode sei mit dem Objektivismus und dem Universalismus unvereinbar. Der Kohärentismus misst unseren allVgl. Tugendhat 1989, 927, sowie Habermas 1983, 55.

Vgl. Mackie 1981, 37. Nach Mackie allerdings ist unser alltägliches Moralverständnis unangemessen.

Es gibt seiner Meinung nach keine objektiven moralischen Massstäbe, nach denen sich unsere subjektiven Einstellungen richten könnten. Wir irren uns beständig über den Status unserer moralischen Überzeugungen. Diese Ansicht bringt Mackie in einer von ihm so genannten „Irrtumstheorie“ (ebd., 39) zum Ausdruck.

Einleitung 2 Zur kohärentistischen Methode täglichen Einstellungen grosse Bedeutung bei, und diese legen einen objektivistischen Universalismus nahe.

Wenn wir kohärentistisch vorgehen, so nehmen wir die Alltagsmoral nicht für bare Münze.

Inhaltliche Auffassungen können im Laufe der kohärentistischen Arbeit eine Revision erfahren.

Das Gleiche gilt für unsere Auffassungen zur Universalität und Objektivität der alltäglichen moralischen Überzeugungen. Es ist offen, ob sie im Rahmen einer umfassenden ethischen Theorie angemessen erläutert und in ein kohärentes Verhältnis mit anderen Theorieelementen gebracht werden können. Ich kann die Arbeit an einer solchen Theorie hier nicht aufnehmen.

Abschliessend möchte ich nur festhalten, dass ich vorläufig keinen Grund sehe, unseren Alltagsobjektivismus und -universalismus in Frage zu stellen.



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