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«Abhandlung zur Erlangung der Doktorwürde der Philosophischen Fakultät der Universität Zürich vorgelegt von Johannes Giesinger von St. Gallen (SG) ...»

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Müssen Eltern also den Kindern jeden Wunsch erfüllen, der nicht moralisch schlecht ist? Wie steht es mit Wünschen, deren Erfüllung nicht andere Personen, sondern die Kinder selbst schädigen könnte?

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Die einfachste Version der Wunschtheorie ist solchen Wünschen hilflos ausgeliefert: Nach dieser Version sind es die aktuellen Wünsche einer Person, deren Befriedigung gut für sie sind.

Ein Anhänger dieser Theorie müsste die wenig plausible Behauptung aufstellen, dass die Erfüllung aktueller Wünsche nie schädlich ist. Ansonsten wäre er zu der widersprüchlichen Aussage genötigt, dass ein Wunsch, der für mich schädlich (also schlecht) ist, gut für mich ist.

Diese Theorie, die eine betont antipaternalistische (und antipädagogische) Haltung nach sich ziehen müsste, ist also keine angemessene Auffassung vom guten Leben.

Dass die eben besprochene Version der Wunschtheorie im pädagogisch-paternalistischen Kontext unbrauchbar ist, macht das folgende Zitat des erziehungsphilosophischen Wunschtheoretikers John White deutlich: „If one’s more important desires are to be fullfilled, one must have those desires in the first place. Although there is a biological basis for desiring, in that wanting to eat, drink, sleep and avoid danger is implanted in us innately, the desires we come to have are shaped by our culture. The first task of upbringing is to equip us with desires we previously did not have.“244 Erziehung soll demnach darauf gerichtet sein, bei Kindern Wünsche zu wecken, die sie zuvor nicht hatten. Will man die Wunschtheorie des Guten, wie White das vorschlägt, im pädagogischen Denken verwenden, so muss also eine Differenz hergestellt werden können zwischen den Wünschen, die ein Kind tatsächlich hat und den Wünschen, die es haben sollte.

Ich möchte darauf hinweisen, dass selbst die rousseauistische Tradition mit einer derartigen Unterscheidung arbeitet. Nach Jean-Jacques Rousseau ist das Kind „von Natur aus gut“ und seine „natürlichen Wünsche“ entsprechen dem Guten. Das heisst, dass die Erziehung sich an den kindlichen Wünschen zu orientieren hat, anstatt diese Wünsche zu kritisieren und pädagogisch zu verändern. Nicht jeder aktuelle Wunsch eines Kindes oder Erwachsenen kann aber als natürlicher Wunsch gelten – die natürlichen Wünsche könnten durch falsche Erziehung und Sozialisation verschüttet sein. Diese Wünsche treten nur in einer „natürlichen Entwicklung“ tatsächlich auf – sie sind also nicht genetisch determiniert. Die Begriffe der Natur oder des natürlichen Wunsches haben bei Rousseau normativen Charakter; sie dienen nicht zur

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Beschreibung der faktischen Entwicklung von Kindern, sondern legen eine ideale Entwicklung fest. Dieses Ideal ist „natürlich“ gegeben und damit unabhängig von tatsächlichen subjektiven Wünschen. Dem pädagogischen Rousseauismus muss also eine objektivistische Konzeption des Guten unterstellt werden. Dieser Interpretation rousseauistischen Denkens stimmt auch Oelkers zu: „Das Gute der Erziehung erwächst aus der Natur des Kindes, wer ihre Entwicklung beschreiben kann, beschreibt zugleich die Richtschnur des Guten“. 245 Das Problem, das Wunschtheoretiker bei der Behandlung pädagogisch-paternalistischer Fragestellungen lösen müssen, hat sich deutlich gezeigt: Sie müssen eine Differenzierung ermöglichen zwischen den aktuellen Wünschen von Kindern und den Wünschen, die zu haben ihre Erziehungspersonen für angemessen hielten. Diese Differenzierung müssen sie sicherstellen, ohne durch die Hintertür objektive Massstäbe – wie zum Beispiel den Massstab der Natürlichkeit – einzuführen.

Dieses Problem versuchen Wunschtheoretiker zu lösen, indem sie von aktuellen Wünschen die rationalen Wünsche unterscheiden und nur diesen wertverleihenden Charakter zusprechen.

Rationalitätskriterien sind normativ in dem Sinn, dass sich mit ihrer Hilfe entscheiden lässt, welche Wünsche eine Person haben sollte. Sie stellen also ein Ideal auf, dem wertverleihende Wünsche zu genügen haben: Genügen die Wünsche einer Person diesem Ideal, so sind die rationalen Wünsche ihre faktischen Wünsche. Ist dies nicht der Fall, so besteht eine Kluft zwischen den faktischen und den idealen Wünschen der Person – die rationalen Wünsche sind dann rein hypothetischer Natur. Diese Kluft scheint zwar unausweichlich, will man die unplausible Folgerung, wonach das Gute schädlich sein kann, vermeiden. Gleichzeitig stellt sie aber auch ein Problem für die Wunschtheorie dar: 1. Ist die Erfüllung unserer Wünsche für uns gut, so stellt sich die Frage, ob dies auch für hypothetische Wünsche gilt. Diese fiktiven Wünsche sind nicht wirklich unsere. 2. Eine Stärke der Wunschtheorie besteht darin, dass sie auf einfache Weise erläutert, warum wir motiviert sind, nach dem Guten (als dem Gewünschten) zu streben: Wünschen nämlich kommt eine motivierende Kraft zu. Dies gilt aber nur für die Wünsche, die wir tatsächlich haben.

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Vor diesem Hintergrund muss die Theorie David Gauthiers gesehen werden, der zwar Rationalitätskriterien einführt, der jedoch möglichst viel vom subjektivistisch-relativistischen Charakter der Wunschtheorie bewahren will. Gauthier vertritt die Ansicht, dass ein Wunsch rational ist, wenn er mit anderen wichtigen Wünschen derselben Person kohärent ist und wenn er wohlüberlegt („considered“) ist.246 Diesen zweiten Punkt erläutert er folgendermassen: „Preferences are considered if and only if there is no conflict between their behavioural and attitudinal dimensions and they are stable under experience and reflection.“247 Meiner Ansicht nach sind diese Rationalitätskriterien, insbesondere für den Gebrauch im pädagogisch-paternalistischen Kontext, zu schwach, da sie gewisse schädliche Wünsche als wertverleihend auszeichnen. Der ersten Bedingung, der Übereinstimmung von Verhalten und expliziten Wünschen, können Kinder in vielen Fällen gerecht werden, ohne dass Selbstschädigung ausgeschlossen wäre. Um zu sehen, dass dies auch für die zweite und dritte Bedingung gilt, müssen Gauthiers Erläuterungen zu diesen Bedingungen herangezogen werden.





Die dritte Bedingung, nach der Wünsche reflektiert zu sein haben, soll nach Gauthier verhindern, dass voreilig geäusserte und völlig unüberlegte Wünsche als wertverleihend akzeptiert werden müssen. Das würde etwa für den Wunsch eines überdrehten und übermüdeten Kindes gelten, noch länger wach zu bleiben. Wünscht dagegen ein Kind mit kühlem Kopf und nach einiger Überlegung, den ganzen Tag und die halbe Nacht mit Computerspielen zu verbringen, so kann dieser Wunsch als reflektiert gelten.

Wenn dieses Kind sich diesen Wunsch erfüllen durfte und am nächsten Tag denselben Wunsch äussert, so kann dieser Wunsch zusätzlich als stabil im Lichte von Erfahrung gelten (Gauthiers zweite Bedingung). Die Erfahrungsbedingung nimmt nicht Bezug auf objektive Tatsacheninformationen, etwa Informationen über die Folgen einer Handlung. Sie orientiert sich, wie Gauthier hervorhebt, allein am subjektiven „state of belief or information“248. Kindliche Wünsche, die auf offensichtlich falschen Annahmen über die objektive Realität beruhen,

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müssen also unter Umständen als wertverleihend gelten. Nehmen wir zum Beispiel an, ein Kind macht sich daran, eine Flasche Putzmittel auszutrinken. Es hat den Deckel der Flasche bereits geöffnet, als der Vater vorbeikommt und sagt: „Diese Flasche enthält Putzmittel. Das ist giftig!“ Auf diese Weise verändert der Vater, sofern das Kind seine Aussage versteht und glaubt, den subjektiven Informationsstand seines Kindes und bringt, so ist zu hoffen, seinen uninformierten Wunsch zum Verschwinden. Von nun an wäre es irrational und schlecht, wenn das Kind aus der Flasche trinken würde. Allerdings stellt sich die Frage, welchen Grund der Vater nach Gauthier haben kann, sein Kind über den wahren Sachverhalt aufzuklären. Welchen Grund kann es geben, die rationale Präferenz einer anderen Person verändern zu wollen? Die Veränderung dieser Präferenz kann schliesslich nicht als Verbesserung beschrieben werden, da sie kein bisschen weniger rational ist als eine allenfalls entstehende neue Präferenz.249 Wünsche, deren Erfüllung für das Kind schädlich ist, könnten mit Verweis auf die zukünftigen Wünsche des Kindes kritisiert werden. Dies allerdings lehnt Gauthier ab, sofern die betreffende Person nicht den gegenwärtigen Wunsch hat, seine zukünftigen Wünsche zu berücksichtigen.250 Richard Hare spricht demgegenüber von „Dann-für-dann-Präferenzen“251, Präferenzen also, die wir zu einem späteren Zeitpunkt für jene Lebensphase haben werden. Von diesen Präferenzen sind zum einen die „Jetzt-für-jetzt-Präferenzen“ zu unterscheiden, zum anderen die „Jetzt-fürDiesem Problem könnte nur begegnet werden, wenn man sagen würde, der kindliche Wunsch, die Flasche leer zu trinken, sei nicht „stable under experience“ und somit irrational. Allerdings vermeidet Gauthier diesen Schluss. Er bezeichnet Wünsche wie denjenigen des Kindes, aus der mit Gift gefüllten Flasche zu trinken, als „fatally mistaken“ (ebd., 29), aber nicht als irrational. Diese Auffassung ist in gewisser Hinsicht einleuchtend: Schliesslich ist es rational, nach den verfügbaren Informationen zu handeln und nicht nach Informationen, die man nicht hat und nicht haben kann. Problematisch wird Gauthiers Ansatz durch die Verknüpfung rationaler Wünsche mit dem Guten: Es ist schlicht nicht gut für ein Kind, Putzmittel zu trinken, auch wenn es vielleicht nicht wissen konnte, dass sich in der Flasche Putzmittel befand.

Vgl. ebd., 37.

Vgl. Hare 1992, 160ff.

Teil II 1 Paternalismus und Erziehung: Modelle der Rechtfertigung dann-Präferenzen“. Diese treten jetzt – also in der Gegenwart – auf, beziehen sich aber auf die

Zukunft. Gauthier erklärt sich damit einverstanden, diese Art von Wünschen einzubeziehen:

Wenn Paul jetzt den Wunsch hat, später gesund zu sein, so ist es durchaus rational, wenn Paul sein jetziges Handeln an dieser „Jetzt-für-dann-Präferenz“ orientiert. Präferenzen, die keinerlei Verankerung in der Gegenwart haben, sind aber nach Gauthier irrelevant.

Die Berücksichtigung von „Dann-für-dann-Präferenzen“ würde neue Möglichkeiten zur Kritik kindlicher Wünsche eröffnen. Aus pädagogischer Sicht entsteht hier aber das gleiche Problem, das bereits bei der Behandlung der Variante der Zustimmungstheorie sichtbar wurde, welche die zukünftige Zustimmung für relevant erklärt: Die zukünftigen Wünsche eines Kindes werden durch den Prozess des Aufwachsens, auch durch gezielte Erziehung, beeinflusst. Betrachten wir den Fall eines Kindes namens Jakob, das von seinen Eltern nicht zur Selbständigkeit erzogen, sondern in Abhängigkeit gehalten wird. Nehmen wir an, die Abhängigkeit ist so stark, dass Jakob noch im Alter von dreissig Jahren sich nicht fähig fühlt, ohne seine Mutter für längere Zeit zu verreisen. Bei gewöhnlichen Kindern wird man davon ausgehen, dass sie zwar jetzt den Wunsch haben, die Eltern immer bei sich zu haben und allenfalls auch eine entsprechende „Jetzt-für-dann-Präferenz“, das ganze Leben nicht von der Seite der Eltern zu weichen. In einem bestimmten Alter aber macht diese Präferenz dem Wunsch Platz, selbständig zu leben. Gewöhnlichen Kindern kann also eine „Dann-für-dann-Präferenz“ nach Selbständigkeit zugeschrieben werden. Wie der Fall von Jakob, dem abhängigen Dreissigjährigen, zeigt, tritt diese Präferenz nicht bei allen Menschen auf, und ob sie auftritt, hängt wohl auch vom Handeln der Eltern ab.

Würden sich Eltern ernsthaft fragen, ob es im Interesse ihres Kindes ist, später von ihnen abhängig zu sein oder selbständig leben zu können, so würde Hares Theorie sie ratlos zurücklassen: Die Berücksichtigung der „Dann-für-dann-Präferenz“ nach Selbständigkeit ist nur angebracht, wenn man gute Gründe hat anzunehmen, dass sie tatsächlich auftritt. Nehmen wir an, Jakobs Eltern haben beabsichtigt, ihren Sohn abhängig zu halten. Wenn nun Jakob mit dreissig den Wunsch hat, mit den Eltern in die Ferien zu fahren, so können die Eltern für sich in Anspruch nehmen, die zukünftigen Wünsche ihres Sohnes berücksichtigt zu haben. Hares Vorschlag, zukünftige Wünsche zu berücksichtigen, hat also aus ethisch-pädagogischer Sicht nur begrenzten Wert.



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