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«Abhandlung zur Erlangung der Doktorwürde der Philosophischen Fakultät der Universität Zürich vorgelegt von Johannes Giesinger von St. Gallen (SG) ...»

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Pädagogischer Paternalismus

Eine ethische Rechtfertigung

Abhandlung zur Erlangung der Doktorwürde

der Philosophischen Fakultät der Universität Zürich

vorgelegt von

Johannes Giesinger

von St. Gallen (SG)

Angenommen auf Antrag von

Herrn Prof. Dr. Jürgen Oelkers und Herrn Prof. Dr. Anton Leist

St. Gallen 2005

Widmung

Widmung

Diese Arbeit widme ich meinen Söhnen Elias und Adam, die in den Jahren 2001 und 2003 zur

Welt kamen.

Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis

EINLEITUNG

1 Kinder und Erwachsene: Paternalistische und pädagogische Differenz

1.1 Erziehung

1.2 Paternalismus

Die Förderung des Wohls

Die Beschränkung der Handlungsfreiheit

Paternalistische und pädagogische Differenz

1.3 Kinder und Erwachsene

1.4 Rechtfertigung von Erziehung – wozu?

1.5 Das Argument der Unausweichlichkeit von Erziehung

2 Zur kohärentistischen Methode

2.1 Moralische Alltagseinstellungen

2.2 Universalität und Objektivität

2.3 Moralische Reformen

3 Aufbau der Arbeit

TEIL I: DIE MORALISCHE BEZIEHUNG

1 Die Stellung von Kindern in der kantianischen Ethik

1.1 Der Wert der autonomen Person

1.2 Vertrag und Diskurs

1.3 Autonomie und Verletzlichkeit: Das Paradigma der moralischen Beziehung I

2 Moralische Kommunikation

2.1 Konsequenzialistische Ethik

Das Kriterium der Leidensfähigkeit in der konsequenzialistischen Ethik

Konsequenzialismus und moralische Beziehung

2.2 Der kommunikative Charakter des Handelns

2.3 Autonomie und moralische Verletzlichkeit: Das Paradigma der moralischen Beziehung II.................. 71

2.4 Moraltheoretische Skizze

Wertschätzung

Inhaltsverzeichnis

Moralische Kommunikation und Diskurs

Ziele, Folgen, Interessen

2.5 Die Berücksichtigung von Kindern

Das Potenzialitätsargument

Die moralische Verletzlichkeit von Kindern

2.6 Moralisches und pädagogisches Erwarten

3 Moralische Eigenheiten der Eltern-Kind-Beziehung

3.1 Rollenverantwortung und Elternliebe

Zum ersten Problem: Der Begriff der Rollenverantwortung

Zum zweiten Problem: Elternliebe und moralische Wertschätzung

3.2 Das Paradigma der moralischen Beziehung III

3.3 Die Übernahme elterlicher Verantwortung

Teil I: Zusammenfassung

TEIL II: PATERNALISMUS UND ERZIEHUNG

1 Paternalismus und Erziehung: Modelle der Rechtfertigung

1.1 Autonomie

Wunscherfüllung und Handlungsfreiheit

Handeln und Gründe

Handeln und praktische Identität

Identität und Autorschaft

Der Wert von Autonomie

Autonomie und Selbständigkeit

Paternalismus, Erziehung und Autonomie

1.2 Kantianische Rechtfertigungen von Paternalismus

Beschränkung der Freiheit zur Förderung von Freiheit

Beschränkung äusserer Autonomie auf Grund verminderter innerer Autonomie

Zustimmung

1.3 Konsequenzialistische Rechtfertigung von Paternalismus

Kantianische und konsequenzialistische Rechtfertigungsmodelle: Fazit

1.4 Subjektivismus und Paternalismus

Die Wunschtheorie

Substanzieller Subjektivismus

Inhaltsverzeichnis

2 Rechtfertigung von Paternalismus und Erziehung: Wertschätzung und gutes Leben

2.1 Liste objektiver Güter

Capabilities

2.2 Autonomie, Kompetenz und objektive Güter

2.3 Die narrative Konzeption des Guten

2.4 Kriterien von legitimem elterlichem Paternalismus

3 Besondere Probleme von pädagogischem Paternalismus

3.1 Gegenwart und Zukunft

3.2 Pädagogische Verantwortung

Rollenverantwortung und Zuschreibungsverantwortung

Thomas Fuhr über pädagogische Verantwortung

Pädagogischer Konsequenzialismus und kindliche Autonomie

Wertschätzung und Verantwortung

3.3 Erziehung als Initiation und die Bildung des Selbst

Initiation als Prozess des Verstehens

Initiation und kindliches Handeln

Die Rolle der Eltern im kindlichen Initiationsprozess

Indirekte Erziehung und Familienkultur

3.4 Kriterien legitimer Erziehung

3.5 Kinder und Erwachsene

SCHLUSS

Die elterliche Verpflichtung zu erziehen

Vier Einwände

LITERATUR

Biographische Notiz

Einleitung

Einleitung Ziel dieser Arbeit ist die ethische Rechtfertigung von Paternalismus und Erziehung in der Eltern-Kind-Beziehung. Zwischen Eltern und Kindern – oder Erwachsenen und Kindern –, so die These, besteht eine „normative Differenz“, welche die eine Gruppe berechtigt, die andere zu bevormunden und zu erziehen.

Die Grundidee der Arbeit ist, die Eltern-Kind-Beziehung als moralische Beziehung aufzufassen. Deshalb sind einige grundsätzliche Überlegungen zum Charakter der moralischen Beziehung vonnöten. Die Frage, die ich in diesem Zusammenhang verfolge, lautet, welche Art sozialer Beziehung als Paradigma der moralischen Beziehung gelten kann. Hier stösst man sogleich auf ein Problem gängiger ethischer Theorien, das sich im alltäglichen Umgang mit Kindern nicht stellt: In einigen dieser Theorien – vertragstheoretischen und kantianischen – laufen Kinder Gefahr, aus dem Kreis der moralisch relevanten Wesen hinauszufallen. Dieses Problem der Theorie muss aufgegriffen werden, wenn es darum gehen soll, ein angemessenes theoretisches Verständnis der moralischen Beziehung zwischen Eltern und Kindern zu erlangen.





Im vertragstheoretischen und kantianischen Denken ist eine Differenzierung von Kindern und

Erwachsenen am Werk, die auf Eigenschaften wie Rationalität oder Handlungsfähigkeit beruht:

„Im Grunde“ können nur rationale und handlungsfähige Personen als moralisch relevant gelten, Kinder hingegen gehören nicht in den Kreis der moralisch bedeutsamen Wesen. Diese intuitiv unplausible Ansicht wird von kaum einem Anhänger der genannten Theorien in dieser Form vertreten – trotzdem sind die Theorien dem Vorwurf ausgesetzt, „erwachsenenzentriert“ zu sein und Kinder als „moralisch mangelhafte Wesen“ erscheinen zu lassen.

Rationale Fähigkeiten spielen auch in der Frage von Paternalismus und Erziehung eine Rolle.

Hier geht es nicht darum, ob Kinder überhaupt moralische Beachtung verdienen, sondern ob sich Erwachsene „über sie stellen“ dürfen. Kann der Hinweis auf die mangelnde Rationalität von Kindern die „Herrschaft“ von Erwachsenen über sie rechtfertigen? Auch hier ist eine Kritik der „rationalistischen“ Betrachtungsweise der Erwachsenen-Kind-Beziehung naheliegend: Die Fokussierung auf rationale Fähigkeiten streicht die Unterlegenheit von Kindern gegenüber Erwachsenen heraus, anstatt sie in ihrer Eigenständigkeit „als Kinder“ wahrzunehmen.

Einleitung

In dieser Arbeit vertrete ich in beiden genannten Problemfeldern Positionen, die als rationalistisch bezeichnet werden können: Die paradigmatische moralische Beziehung ist, grob gesagt, eine Beziehung zwischen rationalen Personen, und die Rechtfertigung von Paternalismus und Erziehung beruht auf der „rationalen Schwäche“ von Kindern.

Im Rahmen dieser Einleitung möchte ich zunächst (Kapitel 1) zwei miteinander zusammenhängende Dinge klären: Ich erläutere, wie die Begriffe Paternalismus und Erziehung in dieser Arbeit verwendet werden und gehe näher auf die Frage der Differenzierung von Erwachsenen und Kindern ein.

Im zweiten Kapitel der Einleitung nehme ich einige methodologische Klärungen vor, bevor ich im dritten Kapitel den Aufbau der Arbeit erläutere.

Einleitung 1 Kinder und Erwachsene: Paternalistische und pädagogische Differenz 1 Kinder und Erwachsene: Paternalistische und pädagogische Differenz Bisher habe ich von einer „normativen Differenz“ zwischen zwei Gruppen von Menschen – Erwachsenen und Kindern – gesprochen. Im Folgenden möchte ich die Praktiken des Paternalismus und der Erziehung mit dieser Differenz in Verbindung bringen: Paternalismus und Erziehung, so die hier vertretene Auffassung, etablieren eine moralisch problematische „normative Differenz“ zwischen den involvierten Personen, also den Akteuren und den Adressaten von Paternalismus und Erziehung.

In einem ersten Schritt erläutere ich, wie der Erziehungsbegriff in dieser Arbeit verwendet wird (Kapitel 1.1), in einem zweiten gehe ich auf den Begriff des Paternalismus ein (Kapitel 1.2).

Dies führt in einem dritten Schritt, im letzten Abschnitt von Kapitel 1.2, zur These, dass Erziehung als eine Form von Paternalismus gesehen werden muss. Diese Überlegungen werden in einem vierten Schritt auf die Differenz von Kindern und Erwachsenen bezogen (Kapitel 1.3).

Weiter gehe ich auf die Frage ein, gegen wen, gegen welche Tendenzen oder Stimmungen sich die vorliegende Argumentation richtet (Kapitel 1.4) und bespreche abschliessend eine Überlegung, welche – wenn sie überzeugend wäre – diese Arbeit wohl überflüssig machen würde: Das „Argument der Unausweichlichkeit von Erziehung“ (Kapitel 1.5).

1.1 Erziehung Der Begriff der Erziehung, so erläutern Jan Masschelein und Norbert Ricken dem englischsprachigen Publikum, besitze im Deutschen mehr und mehr den Charakter eines „dirty term“1.

Den Grund sehen die Autoren darin, dass der Erziehungsbegriff mit dem Problem der Machtausübung verbunden sei: Erziehung gilt als moralisch problematisch, weil sie die Herrschaft des „Erziehers“ über den „Zögling“ impliziert.

Masschelein/Ricken 2003, 141. Als Alternative, so schreiben die Autoren, biete sich der Begriff der Bildung an.

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Demgegenüber scheint der englische Begriff education in dieser Hinsicht weit weniger belastet.

Richard Peters etwa definiert „education“ als „initiation into public traditions enshrined in a public language, which it took our remote ancestors centuries to develop“2. Er hebt zudem hervor, bei Erziehung handle es sich um „initiation into worth-while activities and modes of conduct”3 – eine Einführung also in ein kulturelles System wertvoller Handlungsweisen. Mit Ludwig Wittgenstein kann man von der Initiation in eine Lebensform sprechen.4 Diesen Prozess der Einführung (oder des Hineinwachsens) des Kindes in eine Lebensform kann man sich vorstellen, ohne an eine moralisch problematische Interaktion zwischen Erzieher und Zögling zu denken; dieses Erziehungsverständnis schliesst etwa nicht aus, dass es dem aktuellen Willen des Kindes entspricht, im Initiationsprozess von einem Erwachsenen begleitet zu werden.5 Diese Auffassung von „Erziehung als Initiation“ bildet den Rahmen des in dieser Arbeit verwendeten Erziehungsverständnisses. Die problematischen Seiten des Initiationsprozesses möchte ich aber nicht ausblenden, sondern (mindestens teilweise) rechtfertigen.

Meine Überlegungen setzen bei der von Jürgen Oelkers ins Spiel gebrachten Auffassung von Erziehung als „moralischer Kommunikation“6 an. Diese beiden Aspekte, den kommunikativen und den moralischen – allgemeiner: werthaften oder normativen – Charakter von Erziehung Peters 1965, 102f.

Ebd., 102.

Wittgenstein 1971, §19/23.

Demgegenüber hält Walter Herzog auch dieses Erziehungsverständnis für „problematisch“, da es die Frage ausklammere, „inwiefern die nachwachsende Generation überhaupt wünscht, in ein Leben eingeführt zu werden, das die Zeichen der Vergangenheit trägt“. Auch dieser Begriff von Erziehung betone „die Seite des Erwachsenen“ zu stark, meint Herzog (Herzog 2002, 266).

Oelkers 1992, 15: „Die Fragilität jeder moralischen Welt beschränkt die Lösung (moralischer Probleme) und verhindert zugleich, dass moralische Experten oder Lerngarantien entstehen. Diese paradoxe Struktur der immer erneuten Unsicherheit verweist auf schwierige Kommunikationen, die ich im Folgenden ‘Erziehung’ nenne, sofern zwei weitere Bedingungen erfüllt sind, die des Themas (Moral) und die der anfänglichen Ungleichheit (Asymmetrie)“. Oelkers’ Überlegungen stellen für mich eine Inspiration dar, und ich beanspruche nicht, sie in angemessener Weise zu erläutern.



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