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«Martin Roussel (Hrsg.) unter Mitarbeit von Christina Borkenhagen Kreativität des Findens Figurationen des Zitats Wilhelm Fink unter dem ...»

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Nur durch die Reihenfolge und eine kaum wissenschaftlich-thematische Anordnung begrenzt Benjamin seine textuellen Quellen. Er umschließt die Leserschaft des ›Passagen-Werks‹ mit einem überwältigenden Surround von Zitaten. Die buchstäbliche Versenkung des Lesers in die Materialien der technologischen, kommerziellen, kulturellen und demographischen Entwicklung von Paris ist ebenso umfassend – wenn nicht hyperreal – wie die heutige Bildbeschirmung, ihre Konfiguration von Generationen und Heeren von Wissenschaftlern und Ingenieuren aufrechterhaltend, die wir Virtual Reality nennen. Der Raum des ›Passagen-Werks‹ – und aller hyperrealen bibliographischen Surrounds, Ausstellungen und Einstellungen (Installations) – ist eine textuelle virtuelle Realität. Geschwindigkeit, Verkleinerung, Versenkung, Interface, Konjunktion, Interaktivität und zu lesender, wenn nicht empirischer Hyperrealismus sind die Begriffe heutiger virtueller Realität, die sich ins ›Passagen-Werk‹ übertragen lassen. Dieser Wortschatz, der seine geschichtlichen Wurzeln vor allem in der deutschen Frühromantik hat, wird uns immer bekannter. Wenn Friedrich Schlegel z.B. ein poetisches Deutungsverfahren beschreibt, wie es »frei von allem realen Interesse auf den Flügeln der poetischen Reflexion in der Mitte schweben« kann, eine Reflexion, die sich »in einer endlosen Reihe von Spiegeln vervielfach[t],« schiebt er die romantische Poesie in eine Richtung mit deutlich virtueller Resonanz. 6 Der Tätigkeitswortschatz, der Interaktivität, Verkleinerung, Verkürzung und Beschleunigung beinhaltet, betrifft auch unsere heutige Kommunikation, Wahrnehmung, und die wirtschaftlichen sowie intersubjektiven Beziehungen und Erfahrungen. Die virtuelle

Realität ist, wie von einem frühen technologischen Beobachter beschrieben, vor allem ein Bereich des Scheins:

–  –  –

»I use the term “virtual” in its traditional sense, the opposite of “real.” The reality of a movie includes how the scenery was painted and where the actors were repositioned between shots, but who cares? The virtuality of the movie is what seems to be in it. The reality of an interactive system includes its data structure and what language it’s programmed in—but again, who cares? The important concern is, what does it seem to be?

A “virtuality,” then, is a structure of seeming—the conceptual feeling of what is created. What conceptual environment are you in? It is this environment and its response qualities and feel, that matter—not the irrelevant “reality” of implementation details. And to “create” this seeming, as an integrated whole, is the true task of designing and implementing the virtuality. This is as true for a movie as for a word processor.«7 Im ›Passagen-Werk‹ haben die Verkürzung und die Unterschiedlichkeit der Zitate, die Geschwindigkeit der Verbindungen zwischen sehr verschiedenen Datenbanken und der Schock der Erleuchtung, die von dieser besonderen Zurschaustellung hervorgeht, den Effekt, den Schein der Modernisierung im Hochkapitalismus zu virtualisieren. Indem die Zusammensetzung der Materialien und ihre Tendenz einen bestimmten immanenten kritischen Kommentar erzeugt, ist das benjaminsche Konvolut als Kunstform interaktiv, im technologischen sowie in zeitlichen Sinn – Generationen vor seinem mächtigsten Nachfolger, der kybernetischen Website. Jeder Leser innerhalb dieses umfassenden Surrounds gleicht jedem anderen Leser – als Zuschauer sowie als Kritiker. Die radikale Demokratie bei der gleichzeitig äußerst lockeren Anordnung des textuellen Stoffes, auf der Benjamin bestand, überströmt die Leseerfahrung des ›Passagen-Werks‹, die Auseinandersetzung mit der Geschichte und der Kultur in ihrem virtuellen Sternbild. Jeder Leser ist genötigt, sich seinen eigenen Sinn in zunehmender Komplexität zu konstruieren. Ohne die Orientierung einer Richtlinie, eines dominanten Arguments, setzt sich jeder Leser mit einer Zitatwelt, ausgestellt in virtuellem Raum, auseinander und verfasst seine eigene Landschaft aus kulturellen Kunstwerken und ihrer gesamten Resonanz.

7 Theodore Nelson, zit. nach: Howard Rheingold: Virtual Reality. New York 1991, S. 177.

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IV.

Die Rhetorik der virtuellen Realität erlaubt es uns, unsere Erfahrung in einer völlig ermittelten tele-technischen Welt zu begreifen und als Bewegung zwischen einer umfassenden hyperrealen Zone und einer anderen zu formulieren. Unsere Beziehung zu diesen Zonen, gleichgültig ob ihre Programme literarisch, filmisch, architektonisch, plastisch oder musikalisch sind, wenn sie Konversationen, sagen wir: intersubjektiv, therapeutisch, religiös usw. betreffen, ist vor allem die eines Süchtigen.

Wir kehren stets zu diesen virtuellen Zonen wieder, indem wir sie auratisch und faszinierend finden, indem wir uns in ihnen versenken. Unsere Teilnahme an der Kultur hängt zunehmend von der kontinuierlichen Speicherung von Dateien und Informationen in digitalen Sprachen ab.

Die Tage fließen mehr und mehr vorbei, eingenommen von der Übersetzung einer digitalen Datenbank – Musik, Aufnahmen, Videos, Texte, Design – in eine andere, und umgekehrt. Die Dateien selbst sind obdachlos. Das Provisorische unserer verschiedenen digitalen Wohnorte macht uns alle auch – zumindest in einem gewissen Sinn – zu Deterritorialisierten und Obdachlosen. Die endlosen Bewegungen zwischen digitalen Vorräten, deren Zweck es zumindest teilweise ist, uns abzulenken und uns zu versenken, ist auch ein Zeichen des Privilegs. Es könnte durchaus sein, dass heutzutage (oder vielleicht schon seit jeher) die Erlaubnis, sich in virtuellen Zuständen zu versinken und darin eingeschlossen zu sein, der entscheidende Faktor bei der sozialen Schichtung ist. Wenn die endlose Umsiedlung von einem digitalen Surround oder Display zu einem anderen unsere Cyber-Obdachlosikeit bestimmt, hat diese auch unsere aktuellen Süchte – für die wir empfänglich sind – auf einem Kontinuum angeordnet. Die Sucht nach virtuellen Zuständen ist der nach Heroin und Kokain ähnlicher als der nach Alkohol. Im Zeitalter digitaler Hegemonie ist substance abuse nur die analoge Übermittlung einer viel breiteren Sucht, eine mit kognitiven sowie emotionalen Dimensionen. In der Markthalle der Süchte sind Drogen und Alkohol, wie auch bei Konvolut O: ›Prostitution, Spiel‹, deutlich am unteren Ende angesiedelt. Es ist genau im Bereich des Digitalen – brillant vor 40 Jahren von Anthony Wilden vermessen –, wo die aktuellen





Gebrauchsartikel und Fetische zur Schau gestellt sind:

–  –  –

necessarily losing their signification or use, whereas those in the digital computer cannot be divided below the level of the discrete unit on which it depends.

The analog computer cannot represent nothing (no-thing) because it is directly or indirectly related to “things,” whereas the “language” of the digital computer is essentially arbitrary or autonomous in relation to things […] The analog computer is an icon or an image of something “real,” whereas the digital computer’s relation to “reality” is rudimentarily similar to language itself.

The analog is pregnant with MEANING, whereas the digital domain of signification is, relatively, somewhat barren. It is almost impossible to translate the rich semantics of the analog into any digital form of communication to another organism […] The digital, on the other hand, because it is concerned with boundaries and because it depends on arbitrary combination, has all the syntax to be precise and utterly unambiguous. Thus what the analog gains in semantics it loses in syntactics, and what the digital gains in syntactics it loses in semantics.«8 Hier deutet Wilden eine Nostalgie nach dem Analogen vom Gesichtspunkt der digitalen Beschränkung auf Relationalität und Abstraktion her an. System-Ethik, die Hoffnung auf Freiraum bei der heutigen systematischen Geschlossenheit, beginnt mit dieser Nostalgie.9 Wilden hat diese Mischung aus Sehnsucht nach dem Offenen und Nostalgie nach dem Analogen bei Batesons Analysen der Schizogenese und alkoholischer Sucht erkannt. (Es ist kein Zufall, dass Bateson als Therapeut versuchte, die analoge Sucht nach Alkohol durch einen digitalen Bewusstseinszustand, der durch Meditation erreichbar ist, zu ersetzen.

Den gravierenden Rückschritten, die substance abuse verursacht, kann man ausschließlich durch »tiefe Wiederanordnung des Charakters« entkommen. 10 Die Erziehung, die eine solche Umkehr verlangt, ändert nicht nur das Benehmen. Sie beeinflusst und verändert ein ganzes Netz kognitiver und sozial-psychologischer Beziehungen.) Man kann manchmal, z.B. bei Lacan und Derrida, eine theoretische Steigerung vom Analogen zum Digitalen beobachten, z. B. wenn Lacan psychologische Hampelmänner – Das Ich, das Es usw. – in kognitives Vermögen verWilden: System and Structure (wie Anm. 4), S. 162–63.

9 Dieses Argument ist weiterentwickelt in: Henry Sussman: Systems, Games, and the Player: Did We Manage to Become Human? In: Modern Language Notes 122 (2007), S. 1005–1027.

10 Gregory Bateson: Steps to an Ecology of Mind. Chicago, IL 2000, S. 301.

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wandelt. Doch die heutige Tendenz, Literatur als Beispiel des Politischen zu betrachten, läuft genau in die Gegenrichtung.

Zum jetzigen Zeitpunkt verwenden wir einen großen Teil unserer Zeit, unserer Kraft und unseres Geldes auf die (Wieder-)Erregung und Verlängerung digitaler Süchte, und das nur auf dem Niveau von Emotion oder Informationen, Input oder Output. Diese Tätigkeit ist so ablenkend, dass wir kaum fähig sind, unsere Sucht nach virtuellen Zuständen, Umgebungen oder sozio-affektiven Bedingungen zu artikulieren, zu definieren oder zu kritisieren. So ist es schon immer gewesen.

Was die heutige Rhetorik der virtuellen Realität uns mit der technologischen Vollendung progressiver Schwellen des Hyperrealismus in ihren haptischen sowie visuellen und akustischen Gebieten erlaubt, ist die Möglichkeit einer umfassenden Wiederübersetzung einer etablierten schöpferischen und kritischen Praxis in diesem Gebiet. Wie J. Hillis Miller in seinem Buch über Henry James und auch an anderer Stelle vorschlägt, erfordern die alternativen Welten, die Schriftsteller erschaffen, wie z.B. Robinson Crusoes Insel, unabhängiges Sein. In

Hinsicht auf James’ ›The Wings of the Dove‹, schreibt Miller:

»The world seems to be created by the words of the novel and therefore to be James’s invention. After we have entered it, however, this virtual reality seems to refer or correspond at a distance to a realm that has always been there already, waiting to be revealed, discovered, uncovered, by the novelist’s words.

Within that virtual reality, the reader, after the first sentence, can now dwell through all the time it takes to the end of the novel’s last page and last sentence, Kate Croy’s “We shall never again be as we were.”«11 Einmal geöffnet, steht ein solcher literarische Raum, in zweifelhafter Verbindung mit dem Schriftsteller, zur Verfügung der Leser, welche die virtuellen Szenen willkürlich betreten und verlassen – genauso wie das, was innerhalb des Rahmens eines Gemäldes oder auch auf der Kinoleinwand passiert.

Benjamin verstand die unwahrscheinliche Zusammenarbeit zwischen virtueller Realität und dem Zitat. Er wusste z.B., dass ein lockeres Gemisch von Zitaten, alle mit Gewalt aus ihren ursprüngichen Kontexten herausgeschnitten und alles andere als ›zu Hause‹, die perfekte allegorische ›Präformanz‹ der Haussmann’schen Demolierungen von Paris 11 J. Hillis Miller: Literature as Conduct: Speech Acts in Henry James. New York 2005, S. 169.

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