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«Nr. 77 – September 2006 Osteuropaforschung – 15 Jahre „danach“ Beiträge für die 14. Tagung junger Osteuropa-Experten Veranstaltet von ...»

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Mit einem Konzept, das sich lediglich auf die Erfassung einzelner Kulturaspekte konzentriert, können die aufgeführten Probleme weitgehend überwunden werden. Unter Rückgriff auf kulturvergleichende Erfassungsmethoden lassen sich einzelne, regional (noch) konzentrierte Kulturelemente in Erfahrung bringen und Regionen vorherrschender Kulturelemente auf unterschiedlichen Maßstabsebenen zweckspezifisch ausweisen. Sie informieren über wichtige kulturelle Eigenschaften, die für ökonomische, aber auch politische und gesellschaftliche Überlegungen große Relevanz haben können. Wesentlich ist dabei, dass sie im Kontext eines spezifischen Erkenntnisinteresses mit unterschiedlichen inhaltlichen und maßstabsbezogenen Anforderungen erhoben werden und damit jeweils eine selektive Sichtweise unter anderen möglichen darstellen.

Pluralisierte Kulturräume: Das Beispiel Tschechien Interkulturelle Vergleiche setzen stets eine Vorunterscheidung jener Kulturen voraus, die miteinander vergleichend in Bezug gesetzt werden sollen. Zumindest implizit wird dabei auf vordefinierte Räume – meist Staaten – zurückgegriffen, die mit jedem Vergleich als Einheit erneut reproduziert werden. So liefern zwar die bekannten Kulturstudien u.a. von Hall u. Hall (1976, 1990), Hampden-Turner u. Trompenaars (1993), Hofstede (2006) oder Inglehart (2005) wichtige Anhaltspunkte zu den kulturellen Charakteristiken von Ländern, befördern jedoch ein Denken in persistenten Kulturgrenzen: So werden in unserem Fall vornehmlich die kulturellen Unterschiede zwischen den mittel- und osteuropäischen Staaten verglichen, nicht aber variable, transstaatliche Formationen konzentrierter Kultureigenschaften. Kennzeichen einer übergreifenden und vereinenden Kultur geraten ebenso aus dem Blick wie kleinräumige substaatliche Kulturmerkmale.

Am Beispiel Tschechiens würde ein solches Verständnis eine Kombination landestypischer Prägungen nahe legen, welche die Bevölkerungen der peripheren Agrarräume, der Hauptstadt Prag oder der Regionen des Riesengebirges in gleicher Weise kennzeichnet. Setzt man stattdessen ein selektives Kulturverständnis voraus, das interessenabhängig kulturelle Einzelmerkmale fokussiert, so lassen sich diverse Regionen jenseits der vorbestimmten Grenzen untersuchen.

40 Beiträge für die 14. Tagung junger Osteuropa-Experten Im tschechisch-deutsch-österreichischen Grenzraum wurden im Rahmen einer Studie exemplarisch sowohl transnationale Kulturmerkmale als auch nationale Kulturunterschiede vor dem Hintergrund einer zukünftigen Kooperation im Tourismus erforscht (Scheffer 2007). Es zeigte sich u.a., dass der tschechische Grenzraum für einen authentischen Kulturtourismus, der gelebte Bräuche voraussetzt und vermarktet – anders als der deutsche und österreichische Grenzraum – aufgrund des geringen Traditionsbewusstseins seiner Bewohner wenig geeignet erscheint. Ein Befund, der u.a. mit dem späten Zuzug heterogener Bevölkerungsgruppen nach der Vertreibung der Sudetendeutschen erklärt werden kann. Demgegenüber konnte in den drei stark bewaldeten und reliefierten Grenzräumen ein ausgeprägter Naturbezug der Bevölkerungen nachgewiesen werden, welcher sich im stärker landwirtschaftlich genutzten Vorland des Böhmerwaldes/ Šumava nicht in der Weise belegen ließ. Während die identifizierten Unterschiede dabei helfen, Missverständnisse und mögliche Enttäuschungen in der Zusammenarbeit zu umgehen, liefern die erkannten Gemeinsamkeiten vielfältige Anknüpfungspunkte für gemeinsame Projekte der Bewohner. Auf vergleichbare Weise lassen sich für andere Kontexte und andere Untersuchungsregionen ebenfalls unterschiedlichste Regionalisierungen vornehmen.

In konzeptioneller Hinsicht kann mit der themenabhängigen Herausstellung von grenzüberschreitenden Gemeinsamkeiten und Unterschieden die Vorstellung abgeschlossener Kulturen überwunden werden. So lassen sich die Bevölkerungen Mittel- und Osteuropas je nach Kulturmerkmal gleichzeitig in ihrer Einheit wie auch in ihrer Vielfalt begreifen.

Literatur Gebhardt, H., Reuber, P. u. Wolkersdorfer, G. (Hrsg.)(2003): Kulturgeographie. Aktuelle Ansätze und Entwicklungen. – Heidelberg.

Göttlich, U., Mikos, L. u. Winter, R. (Hrsg.)(2002): Die Werkzeugkiste der Cultural Studies.

Perspektiven, Anschlüsse und Interventionen. – Bielefeld.

Hall, E.T. (1976): Beyond Culture. – New York.

Hall, E.T., Hall, M.R. (1990): Understanding Cultural Differences: keys to success in West Germany, France, and the United States. – Yarmouth.

Hampden-Turner, CH. u. Trompenaars, F. (1993): The seven cultures of capitalism. – New York.

Hansen, K.-P. (2003) Kultur und Kulturwissenschaft. – Tübingen.

Hofstede, G. (2006): Lokales Denken, Globales Handeln. – München.

Höhmann, H.-H. (Hrsg.)(1999): Eine unterschätzte Dimension? Zur Rolle wirtschaftskultureller Faktoren in der osteuropäischen Transformation. – Bremen.

Höhmann, H.-H. (Hrsg.)(2001): Kultur als Bestimmungsfaktor der Transformation im Osten Europas: konzeptionelle Entwicklungen – empirische Befunde. – Bremen.

Inglehart, R. (2005): Modernization, Cultural Change, and Democracy. – Cambridge u.a.

Lippuner, R., Lossau, J. (2004): Geographie und Spatial Turn. – Erdkunde 3, S. 201–211.

Scheffer, J. (2006): Europas Kulturunterschiede als Herausforderung für eine Geographie der interkulturellen Kommunikation. In: Ders. (Hrsg.): Europa und die Erweiterung der EU. – Passau, S. 23–29. (=Passauer Kontaktstudium Erdkunde, Bd. 8).





Scheffer, J. (2007): „Den Kulturen Raum geben“. – Das Konzept selektiver Kulturräume am Beispiel des deutsch-tschechisch-österreichischen Dreiländerecks. (in Vorbereitung) Osteuropaforschung – 15 Jahre „danach“ 41 Sundhausen, H. (Hrsg.)(1999): Osteuropa zwischen Integration und Differenz: Probleme europäischer Integration und kultureller Differenzierung. – Frankfurt/Main, Berlin, Bern u.a.

Werlen, B. (1997): Sozialgeographie alltäglicher Regionalisierungen Bd. 2: Globalisierung, Region und Regionalisierung. Stuttgart (Erdkundliches Wissen 119).

Laura Sūna Region Baltikum: kulturelle Räume in Lettland Einführung In dem Beitrag werden die Kulturräume in Lettland anhand von Ergebnissen einer empirischen Studie der Soziologen der Universität Lettlands1 charakterisiert. Es wird den transkulturellen Merkmalen dieser Räume nachgegangen.

Kulturelle Räume – Transkulturelle Räume und Identitäten Heutzutage kann man die wandelnden Kulturräume nicht ohne Berücksichtigung der Globalisierungsprozesse erfassen. Mit der Entwicklung der ‚neuen’ Medien (Internet aber auch Handys) ist eine weltweite multidimensionale und komplexe Konnektivität bzw. Vernetzung entstanden, die sowohl die Inhalte der Kommunikation als auch die Gesellschaften und Kulturen prägt.2 Die Globalisierungsdebatte hat Befürchtungen mit sich gebracht, auch in der wissenschaftlichen Diskussion: kulturelle Identitäten werden homogenisiert. Neben der Tendenz der globalen Homogenisierung ist aber eine Faszination für die Differenz und die Vermarktung der Ethnizität

beobachtbar. Neben dem Interesse am Globalen gibt es immer noch Interesse am Lokalen (Hall:

1994: 213). Einerseits hat die weltweite Vermarktung von Medienprodukten eine Tendenz zur Angleichung des Medienangebots verursacht, andererseits sind unübersehbare Differenzierungsprozesse in Gang gesetzt worden. Die verschiedenen Medien und Programmgattungen ermöglichen neue Wahlmöglichkeiten und eröffnen größere Handlungsspielräume; sie tragen zur Pluralisierung von Sinn- und Sozialwelten bei. Andreas Hepp spricht in dem Zusammenhang von transkultureller Vernetzung (vgl. Hepp, 2004b: 437). Dank der transkulturellen Vernetzung weicht die scheinbar natürliche Beziehung zwischen Kultur und geographischen bzw.

politischen Territorien auf. Die nationalen Kulturen werden zwar nicht aufgelöst, sie existieren immer noch. Sie werden aber immer mehr von verschiedenen Nationalkulturen übergreifenden deterritorialen kulturellen Phänomenen, wie ethnischen Diasporas oder kommerziellen Jugendkulturen, durchzogen (vgl. Hepp 2005b).

Auch die kulturellen Identitäten weisen Merkmale transkulturell vernetzter Kulturräume auf.

Stuart Hall zufolge ist für die moderne Zeit kulturelle Hybridität charakteristisch (Hall 1994:

20). Statt von einer Identität als einer ‚abgeschlossenen Einheit’ zu sprechen erscheint es sinnvoller, „sich Identität als einen fortlaufenden Prozess der Identifikation zu denken, für den die kommunikative, kontextuell-situative Abgrenzung gegenüber verschiedenen Identifikationsangeboten eine grundlegende Voraussetzung ist.“ (Hepp 2004a: 55) Heutzutage ist das Angebot solcher Identifikationen deutlich gestiegen, die Identitäten werden in unterschiedlichen Diskursen immer neu definiert. Neben den fundamentalen Merkmalen der Identität – wie das Geschlecht, Ethnizität, sozialer Status – nehmen die medial vermittelten Identifikationsmodelle eine immer bedeutendere Rolle ein (vgl. Krotz 2003: 44).

Die von den Medien produzierten Kulturräume spielen somit eine immer wichtigere Rolle für die Identitätsbildung. Im Weiteren wird nachgegangen, welche Charakteristika die Kulturräume in Lettland aufweisen; welche Identifikationsmuster sie bieten; inwiefern sich diese Kulturräume in den Identitäten der Jugendlichen in Lettland widerspiegeln.

Tabuns (ed.) 2006, finanziert durch das EU Rahmenprogramm PHARE.

Als Räume können in dem Zusammenhang Bereiche bezeichnet werden, die eine hohe wechselseitige Konnektivität haben, eine gewisse Kohärenz aber keine eindeutigen Grenzen aufweisen (vgl. Hepp 2004b: 436). Es ist fast unmöglich die Grenzen heutiger Kulturräume festzulegen, da sie in unendliche Netzwerke verwickelt sind.

Osteuropaforschung – 15 Jahre „danach“ 43 Transkulturelle Räume und Identitäten – empirische Ergebnisse Zwei Medienräume Qualitative sowie quantitative Analysen von lettisch- und russischsprachigen Medien (vgl. BISS 2005; Sulmane 2006) haben gezeigt, dass es zwei unterschiedliche Medienräume in Lettland gibt, deren Themenwahl und Schreibweisen sich selten überschneiden. Sie grenzen sich von einander entlang der Sprachgrenze ab – man kann von den lettisch- und russischsprachigen Medien in Lettland sprechen.

Eine Studie der Soziologen der Universität Lettlands (Tabuns: 2006)3 zeigt, dass die Medien in Lettland größtenteils über Kulturereignisse berichten, die für die „eigene“ ethnische Gruppe relevant sind. So schreiben die lettischen Medien nicht über die Veranstaltungen, die sich an den Slawen Lettlands orientieren. Andererseits berichten die russischen Medien sehr selten über die „lettischen“ Veranstaltungen und die regionalen Ereignisse, in denen meistens lettische Künstler tätig sind.

Eine Ausnahme dabei sind die populärkulturellen Ereignisse, alle Medien berichten über die gleichen Produkte der westlichen Kulturindustrie, hauptsächlich über populäre Musik und Kino.

Das Interesse der russischen Medien an der Kultur Russlands, die keinen Bezug zur russischsprachigen Gesellschaft Lettlands hat, ist gering. So wurden beispielsweise die Literaturereignisse allgemein in Russland kaum erwähnt. Die russischen Medien ignorierten auch die Veranstaltungen, in denen die Kultur Russlands für die Letten aktuell wird. Beispielsweise berichteten die russischen Medien nicht darüber, dass eine Jubiläumsveranstaltung des russischen Schriftstellers Alexander Bloch in einem, meistens von Letten besuchten, Konzerthaus veranstaltet wurde. Die lettischen Medien berichteten viel über dieses Kulturereignis. Ähnlich verhalten sich auch die lettischen Medien und berichten nur selten von Auftritten weltberühmter Vertreter der klassischen Musik aus Russland.

Die ethnische Zweiteilung wird auch in Bereichen deutlich, die am wenigsten eine ethnische Aufteilung verursachen sollten – beispielsweise der Kunst. Die russischen Medien berichten nur von Kunstausstellungen, die in ein paar Ausstellungsräumen stattfinden – in einigen Galerien und in einem Kulturhaus namens Moskauer Gebäude.4 Die lettischen Medien erwähnten aber diese Einrichtungen nicht ein einziges Mal. Es gab nur wenige Fälle, in denen beide Medien über dieselben Kunstausstellungen berichteten.



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