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«Financial Services News Inhalt Editorial 2 Der Aktionsplan der Europäischen Kommission zur Schaffung einer Kapitalmarktunion Regulatory Services 3 ...»

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Indirekte Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit von Instituten ergeben sich vor allem daraus, dass sich bei vielen ihrer gewerblichen Kunden die Gewinn­ und Verlustrechnung (GuV) ändert. Für die Unternehmen, die nach den allgemeinen Vorschriften des HGB bilanzieren, ergeben sich nicht nur formale GuV­Anpassungen, sondern auch materielle Änderungen. So werden beispielsweise Umsatzerlöse nach dem neu gefassten § 277 Abs. 1 HGB weiter definiert als bisher. Sie sind nicht länger auf Erlöse aus Erzeugnissen und Waren bzw. Dienstleistungen beschränkt, die im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit typischerweise erwirtschaftet werden. Auch der Verkauf von Produkten oder die Erbringung von Dienstleistungen außerhalb der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit generieren künftig Umsatzerlöse und nicht länger sonstige betriebliche Erträge. Darüber hinaus entfallen die außerordentlichen Ergebnisbestandteile und damit das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit. Letzteres stellt zukünftig somit keinen GuV­Bestandteil mehr dar. Diese Änderungen haben zum einen zur Folge, dass die Ergebnisgröße „Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit“ für die Jahresabschlussanalyse nicht länger zur Verfügung steht. Zum anderen werden sich vor allem die umsatzbezogenen Kennzahlen der zu analysierenden Unternehmen wesentlich verändern.

Die Umsatzerlöse steigen und Kennzahlen wie beispielsweise der Kapitalumschlag (Umsatz/Gesamtkapital) werden sich positiv entwickeln. Andererseits wird jedoch die zentrale Analysekennzahl Umsatzrendite bei vielen Unternehmen zurückgehen. Dies hat nicht unerhebliche Auswirkungen auf die von den Instituten turnusmäßig durchzuführenden Jahresabschlussanalysen. Vorbehaltlich der individuellen Analysen sind bei unveränderten internen Institutsstandards tendenziell schlechtere Bonitätseinstufungen der Unternehmen oder die Nichterfüllung vereinbarter Kreditbedingun­ gen (sog. Covenants) nicht auszuschließen, obwohl sich die wirtschaftliche Substanz der Unternehmen ceteris paribus nicht ändert. Außerdem können sich Effekte auf aufsichtliche Kennzahlen ergeben. Führen die Änderungen in der Rechnungslegung der Unternehmen beispielsweise zu einer verschlechterten Risikostruktur des Kreditportfolios, kann dies eine höhere aufsichtliche Eigenkapitalunterlegung und negative Rückwirkungen auf die interne Risikosteuerung der Institute zur Folge haben. Die Institute müssen daher nicht nur die Effekte des BilRUG auf die einzelnen Jahresab­ schlüsse ihrer Kunden frühzeitig analysieren, sondern auch die Folgen für ihr Kreditportfolio insgesamt sowie einen eventuellen Anpassungsbedarf abschätzen.

Die Größenklassen der §§ 267, 293 HGB wurden durch das BilRUG abermals angehoben, wodurch wieder mehr Kapitalgesellschaften von der Pflicht zur Jahresabschlussprüfung, der Erstellung eines Lageberichts bzw. der Erstellung eines Konzernabschlusses befreit werden. Dies wirkt sich auf die Qualität der Unterlagen aus, die den Instituten für ihre Bonitätsanalyse von Gesetzes wegen zur Verfügung stehen. In der Übergangsregelung des § 75 Abs. 2 EGHGB ist zudem vorgesehen, dass die gesenkten Schwellenwerte bereits für nach dem 31. Dezember 2013 beginnende Geschäftsjahre angewandt werden können. Dies ist allerdings nur möglich, wenn dem Jahresabschluss auch die neue Definition der Umsatzerlöse nach § 277 Abs. 1 HGB zugrunde gelegt wird. Damit können sich Auswirkungen aus dem BilRUG bereits auf die Jahresabschlüsse 2014 von vor allem kleineren und mittleren Unternehmen ergeben.

Positiv wirkt sich die Schwellenwertanhebung auf die Jahresabschlüsse von Tochterunternehmen von Instituten aus, die selber keine Institutseigenschaft besitzen. Diese können in größerem Umfang von Rechnungslegungserleichte­ rungen, wie z.B. Offenlegungserleichterungen, profitieren. Die Inanspruchnahme der Offenlegungserleichterungen ist nach Auslegung des IDW bereits dann möglich, wenn der Jahresabschluss 2014 nach den bisherigen Vorschriften aufgestellt und festgestellt, aber noch nicht veröffentlicht wurde.

Der Hauptfachausschuss des IDW hat seine 241. Sitzungsberichterstattung veröffentlicht, die weitere Erläuterungen zu sich aus dem BilRUG ergebenden Zweifelsfragen enthält.

Veranstaltungen und Publikationen Ausgewählte Publikationen und weiterführende Informationen

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Weitere Details zu ausgewählten aufsichtlichen Themen auf EU­Ebene stellt Ihnen unser Centre for Regulatory Strategy hier zur Verfügung.

Weiterführende Informationen zum Thema IAS PLUS finden Sie hier.

Hinweis Bitte schicken Sie eine E­Mail an info­fsi@deloitte.de, wenn Sie Fragen zum Inhalt haben, wenn dieser Newsletter an andere oder weitere Adressen geschickt werden soll oder Sie ihn nicht mehr erhalten wollen.

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Redaktionsschluss: 03.11.2015, 12.00 Uhr Stand 11/2015 Die Deloitte & Touche GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft („Deloitte”) als verantwortliche Stelle i.S.d. BDSG und, soweit gesetzlich zulässig, die mit ihr verbundenen Unternehmen und ihre Rechtsberatungspraxis (Deloitte Legal Rechtsanwaltsgesellschaft mbH) nutzen Ihre Daten im Rahmen individueller Vertragsbeziehungen sowie für eigene Marketingzwecke. Sie können der Verwendung Ihrer Daten für Marketingzwecke jederzeit durch entsprechende Mitteilung an Deloitte, Business Development, Kurfürstendamm 23, 10719 Berlin, oder kontakt@deloitte.de widersprechen, ohne dass hierfür andere als die Übermittlungskosten nach den Basistarifen entstehen.

Deloitte bezieht sich auf Deloitte Touche Tohmatsu Limited („DTTL“), eine „private company limited by guarantee“ (Gesellschaft mit beschränkter Haftung nach britischem Recht), ihr Netzwerk von Mitgliedsunternehmen und ihre verbundenen Unternehmen. DTTL und jedes ihrer Mitglieds­ unternehmen sind rechtlich selbstständig und unabhängig. DTTL (auch „Deloitte Global“ genannt) erbringt selbst keine Leistungen gegenüber Mandanten. Eine detailliertere Beschreibung von DTTL und ihren Mitgliedsunternehmen finden Sie auf www.deloitte.com/de/UeberUns.

Deloitte erbringt Dienstleistungen in den Bereichen Wirtschaftsprüfung, Steuerberatung, Corporate Finance und Consulting für Unterneh­ men und Institutionen aus allen Wirtschaftszweigen; Rechtsberatung wird in Deutschland von Deloitte Legal erbracht. Mit einem weltweiten Netzwerk von Mitgliedsgesellschaften in mehr als 150 Ländern verbindet Deloitte herausragende Kompetenz mit erstklassigen Leistungen und unterstützt Kunden bei der Lösung ihrer komplexen unternehmerischen Herausforderungen. Making an impact that matters – für mehr als

220.000 Mitarbeiter von Deloitte ist dies gemeinsames Leitbild und individueller Anspruch zugleich.

Diese Veröffentlichung enthält ausschließlich allgemeine Informationen, die nicht geeignet sind, den besonderen Umständen des Einzelfalls gerecht zu werden und ist nicht dazu bestimmt, Grundlage für wirtschaftliche oder sonstige Entscheidungen zu sein. Weder die Deloitte & Touche GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft noch Deloitte Touche Tohmatsu Limited, noch ihre Mitgliedsunternehmen oder deren verbun­ dene Unternehmen (insgesamt das „Deloitte Netzwerk“) erbringen mittels dieser Veröffentlichung professionelle Beratungs­ oder Dienstleistun­ gen. Keines der Mitgliedsunternehmen des Deloitte Netzwerks ist verantwortlich für Verluste jedweder Art, die irgendjemand im Vertrauen auf diese Veröffentlichung erlitten hat.

© 2015 Deloitte & Touche GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Stand 11/2015



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