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«The third generation of Indians in Britain Cultural identity and cultural change Vorgelegt von: Abgabedatum: 16.10.2008 Judith Frübing 1. Gutachter: ...»

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Universität Potsdam

Philosophische Fakultät

Institut für Anglistik und Amerikanistik

Magisterarbeit im Fach Anglistik / Amerikanistik

The third generation of Indians in Britain

Cultural identity and cultural change

Vorgelegt von: Abgabedatum: 16.10.2008

Judith Frübing 1. Gutachter: Dr. Wolfgang Petschan

2. Gutachter: Prof. Dr. Peter Drexler

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

                                  Published online at the  Institutional Repository of the University of Potsdam:  URL http://opus.kobv.de/ubp/volltexte/2010/4266/  URN urn:nbn:de:kobv:517‐opus‐42668  http://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:kobv:517-opus-42668  Frübing, 1 for my parents who have always supported me Thanks to all who have contributed to this study, especially Antje Zapf, Peter Smith, Geetha Maheshwaran, Mr. Rajasingam, Naginbhai Mistry, Shandrika Shah, Krishna Pranadhika, Budhdev Pandya, Pradip Lotlecar and Saravanan Ganesan.

The cover picture was taken by the author at the “Harrow Jammin”, a youth meeting organized by East London Pandava Sena team of the International Society for Krishna Consciousness (ISKCON).

Frübing, 2 Abstract In den letzten Jahrzehnten haben sich Großbritanniens Minoritäten zunehmend in einer multikulturellen Gesellschaft etabliert. Insbesondere die indisch-hinduistischen Gruppen haben dabei ihre soziale und ökonomische Situation größtenteils verbessert. So wächst nunmehr die dritte Generation von Indern in Großbritannien heran. Im Gegensatz zu den vorhergehenden Generationen der indischen Diaspora wachsen diese Kinder in einer etablierten ethnischen Gemeinschaft auf, die es gelernt hat ihre Religion, Tradition und Kultur in der fremden Umgebung zu erhalten. Gleichzeitig sind sie teil der multikulturellen britischen Gesellschaft.

Ausgehend von der Diskussion der Literatur über die zweite Generation in immigrierten ethnischen Gemeinschaften, deren Jugendliche oft unter den kulturellen Gegensätzen, Rassismus und Diskriminierung litten und daher verschiedene Aspekte ihrer Herkunftskultur ablehnten, geht diese Arbeit von der These aus, dass sich der Verlust der Herkunftskultur in der dritten Generation verstärkt. Diese Annahme folgt gängigen Theorien über den Zusammenhang zwischen Generation und Integration. Dabei wird weiterhin angenommen, dass sich die Präferenz der westlichen Kultur auch auf die persönliche, ethnische und kulturelle Identität der Jugendlichen auswirkt, was zu einer Abkehr von traditionellen Bindungen führt.

Hinleitend auf diese These werden zunächst verschiedene theoretische Konzepte diskutiert, die für das Verständnis der diasporischen Situation, in der britisch-indische Jugendliche aufwachsen, unumgänglich sind. Als eine der Größten umspannt die indische Diaspora die Welt. Dies bedeutet, dass Familien vielfältige Verknüpfungen zu indischen Gemeinden in verschiedenen Ländern unterhalten. Insbesondere aber die Verbindung nach Indien spielt eine herausragende Rolle, als dass der Subkontinent in vielen Familien als abstrakte Heimatreferenz erhalten bleibt, die besonders von der ersten Generation konserviert wird.

Während die Großeltern stark an der indischen Kultur und hinduistischen Religion festhalten, bewirkte bereits die zweite Generation einen kulturellen Wandel. Dabei wurden verschiedene kulturelle Werte der ethnischen Gemeinde in Frage gestellt und modifiziert.

Weiterhin trieb die zweite Generation die Integration in die britische Gesellschaft voran, indem sie die Abhängigkeit von einem ethnischen Netzwerk aufgab.

Frübing, 3 In der vorliegenden Arbeit wird von einem hybriden und nicht-statischen Kulturbegriff ausgegangen. Diese Definition trifft auch für das Identitäts- und Ethnizitätsverständnis zu, von denen in dem vorliegenden Text ausgegangen wird. Aufgrund von Migration, Kulturkontakt und der Multilokalität der Diaspora sind diasporische und postdiasporische Identitäten und Kulturen geprägt von Hybridität, Heterogenität, Fragmentierung und Flexibilität. Besonders in den jüngeren Generationen kommt es abhängig von verschiedenen sozialen und strukturellen Faktoren zu kulturellem Wandel und Vermischung, wobei neue Ethnizitäten und Identitäten entstehen.

Im zweiten und dritten Teil wird die These des Verlustes der Herkunftskultur auf Grundlage empirischer Forschungsergebnisse widerlegt. Dafür wurden indisch-stämmige Jugendliche in London untersucht. Etwa die Hälfte der Jugendlichen ist an eine sampradaya, eine hinduistische Sekte, gebunden. Dies ermöglicht einen Vergleich zwischen nicht religiösgebundenen Jugendlichen und solchen die über eine sampradaya in eine ethnische und / oder religiöse Gemeinde eingebunden sind. Die Analyse der auf qualitativer und quantitativer Sozialforschung basierenden Ergebnisse kommt zu dem Ergebnis, dass die Jugendlichen ein sehr großes Interesse an ihrer Herkunftskultur und deren Erhalt in der Diaspora haben. Sie fühlen sich als Inder und sind stolz auf ihre kulturelle Differenz. Darin unterscheiden sie sich von der zweiten Generation. Im Gegensatz zur Generation ihrer Großeltern, basiert die indische Identität der dritten Generation jedoch nicht auf nostalgischen Erinnerungen. Sie betonen und bestätigen ihre postdiasporische Andersheit in einer westlich multikulturellen Gesellschaft. Die Ergebnisse der Untersuchung gehen dabei über die These von Hansens Theorie über die Wiederentdeckung der Herkunftskultur in der dritten Generation hinaus. Durch den Vergleich der unterschiedlichen Gruppen wird deutlich, dass es im Rahmen der Ausdifferenzierung postmoderner und postkolonialer Gesellschaften auch zu einer Ausdifferenzierung der ethnischen Gruppe kommt. Die indische Herkunft und Kultur spielt daher nicht für jeden jungen British Inder die gleiche Rolle.





Frübing, 4 Frübing, 5

–  –  –

1. The Indian Community in Great Britain: theoretical approaches

1.1 The Indian Communities in Britain

1.2 The Indian diaspora

1.3 Culture and cultural change

1.4 Ethnicity and ethnic groups

1.5 Identity

1.5.1 Collective identities

1.5.2 Personal and individual identity

1.6 Generations of diaspora

1.6.1 The second Generation: “Caught between two cultures.”

1.6.2 The third Generation: theories and expectations

2. The third Generation of Indians in London: a case study

2.1 The Sample

2.1.1 The Sampradayas

ISKCON and the Pandava Senas

Sathya Sai Baba, the Bal Vikas and the Youth Wring at the Sai Mandir Wimbledon..............43 2.1.2 Brent youth and the Duke of Edinburgh Award

2.2 Methodology

2.3 Problems

2.4 The findings

2.4.1 Retention of Indian culture and Hindu religion

Language

Religion

The Indian homeland

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Gender roles and relations

Courtship and marriage

2.4.2 Towards Englishness and the English way of life

Identity

Cultural preferences

Britain, Britishness and the British society

Integration into the society

Racism and discrimination

3. Conclusions: Post-diasporic diversity among Hansen’s grandchildren

Notes

Works cited

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For me I feel very privileged to have come from *…+ this family background. *…+ Being in the UK you think it’d be hard, you know, to keep hold of your cultural values but when you’ve got places like this temple, it’s just so much easier to keep in touch with *…+ your religion, your culture. There is so many opportunities for us youngsters and that’s why I really feel privileged. *…+ Particularly in a society like we live, the way in which we live in, it’s great. *…+ And for me religion and culture are important; and it’s nice that you can go about your normal life *…+ yet still be in touch with the religion and you know the culture that we have. So yeah, I feel really privileged. (Ranjitham) Frübing, 8 The third generation of Indians in Britain is growing up in a multicultural society, which has developed in a long and difficult process full of conflict and confrontation. Britain’s modern multicultural society offers a home to many ethnically different communities under the umbrella of western civilization and equal rights. Thus, living in a multicultural society implies for young British Indians1 to inherit two cultures: the western English and the eastern Indian culture. Cultures and communities are ever-changing human constructions; so that in each generation experiences and relations are different. Particularly, in the context of diaspora concepts of culture, community, ethnicity and identity are questioned. In an ethnic minority cultural norms and values, religion and language are solely passed on to the next generation by the family and the community. At the same time the majority white AngloSaxon culture and its discourses dominate all public aspects of life and communications. Of course, both cultures and discourses inspire one another. Complex exchanges, adaptations and rejections take place. They are influenced by the people who live in these cultures as well as by social developments and politics. Each generation is subject to different social conditions which affect its opinions and views and hence its relations to other cultures and communities.

Migrant communities often adhere strongly to their heritage culture setting up native structures in their new environment. Growing up in both cultures the second generation of the diaspora feels more at home in the “culture of arrival” than their parents do. They often feel more attached to this culture than to the structures and beliefs of their ethnic community. Consequently, in the second generation certain aspects of the culture of origin may already be lost. There has been only little research on the third generation of immigrated communities. There are tendencies of ethnic revival in the third generation involving an increased interest and a rediscovery of the cultural heritage. However, it is generally expected that personal remoteness to the culture of origin increases with generation as the personal attachment and understanding of the heritage culture decreases.

Thus, it is assumed that the exercise of cultural habits and their understanding decrease in the second and third generation due to acculturation processes to the British society. Hence, the third generation of Indians in Britain is likely to loose cultural affiliation to their Indian origins. One expects that the longer an ethnic minority2 lives in a culturally alien milieu the more it looses its particularities: its norms and values, habits and beliefs (Schnell 1990: 64It is unlikely that the third generation retains a lot of cultural particularity and knowledge because even their parent’s have already lost full understanding and practice of Frübing, 9 cultural and religious matters. Although the young British Indians keep a certain affiliation to their ethnic group, retention of Indian culture does not happen naturally. They may enjoy certain aspects of their heritage culture, which are often trivial and superficial, but they reject central aspects and core values of Indian culture. Further, loosing awareness for the boundaries that divide the Indian ethnic subgroups3, religious, caste and regional identities seem to fade. Rather, young British Indians unite under a British pan-subcontinental identity.

The third generation is further expected to face less conflict than their parents. Not only do they grow up in a bi-cultural setting, their parents also tend to be more understanding and generous, as they know what it means to grow up between or with two cultures.



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