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«Gerd Fritz Dynamische Texttheorie Gießener Elektronische Bibliothek 2013 Dynamische Texttheorie Linguistische Untersuchungen 5 Herausgegeben von ...»

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Die vier von ihm unterschiedenen Gruppen von Prinzipien sind durch die Hauptmaximen („supermaxims“) der Aufrichtigkeit („Try to make your contribution one that is true“), der Informativität, der Relevanz und der VerKommunikationsprinzipien 365 ständlichkeit („Be perspicuous“) vertreten. Grice selbst schränkt die Gültigkeit der von ihm formulierten Maximen auf Kommunikationen ein, die „a maximally effective exchange of information“ leisten sollen (Grice 1989, 28). Für andere Arten von Kommunikationen rechnet er auch mit anderen Prinzipien. Generell kann man sagen, dass es Grice nicht um eine empirische Theorie der Kommunikationsprinzipien ging, sondern darum zu zeigen, welche Rolle derartige Maximen im Prinzip bei der Ableitung des Gemeinten aus dem Gesagten spielen können. Dabei hatte er meist einzelne Äußerungen im Auge, oft im Zusammenhang von kleinen erfundenen Dialogstücken mit zwei Äußerungen. Was die empirische Basis seiner Kategorisierung angeht, so ist seine Einteilung der Maximentypen nach der Kantischen Kategorientafel – Quantität, Qualität, Relation und Modalität („manner“) – zweifellos eher als ad-hoc-Versuch zu beurteilen und bedeutet eine nicht näher begründete vorschnelle Systematisierung, bei der auch die komplexen Zusammenhänge zwischen den einzelnen Maximentypen nur angedeutet sind.1 Was die Hauptperspektive betrifft, unter der Grice die Prinzipien betrachtet, so ist es im Rahmen seiner Theorie natürlicherweise die rezeptive Perspektive. In seinem Theorieentwurf haben die Prinzipien primär die Funktion, Teil einer Heuristik zur Generierung und Einschränkung von Deutungshypothesen zu sein.2 Eine Theorie der Implikaturen müsste zwar nicht zwangsläufig aus der Rezeptionsperspektive entwickelt werden, diese Perspektive hat jedoch den Vorzug, dass man die Zusammenhänge einer Implikatur gut rekonstruieren kann, indem man die Schritte analysiert, die bei einer expliziten Deutung gemacht werden.3 In dem von Grice behandelten Theoriezusammenhang war die Einführung der Kommunikationsprinzipien so kreativ und löste so umfangreiche Diskussionen aus, dass oft aus den Augen verloren wurde, dass Kommunikationsprinzipien vielfältige Anwendungsfacetten haben, von denen die Anwendung als Grundlage für die Ableitung von Implikaturen nur eine ist. Um das Gesichtsfeld hier nicht vorschnell zu verengen, möchte ich eine allgemeinere Perspektive einnehmen und nur punktuell auf die Gricesche Konzeption und Beispielsweise kann man einen Zusammenhang zwischen Informativität und Relevanz zeigen: Informativ für einen Kommunikationspartner ist das, was für ihn relevant ist (Heringer 1982, 28). Auch zwischen Kooperativität und Höflichkeit gibt es komplexe Zusammenhänge.

Auf diese Funktion von Prinzipien weist Dascal (1979, 167) hin; vgl. auch Levinson (2000, 27ff.).

Vgl. die Deutungsschritte, die Grice als „a general pattern for the working out of a conversational implicature“ angibt (Grice 1989, 31).

366 Kapitel 5 die daran anschließende Diskussion eingehen. Dabei möchte ich zwei Aspekte hervorheben, die in großen Teilen dieser Diskussion unterrepräsentiert sind. Ich möchte erstens auch den Produktionsaspekt beachten, denn Kommunikationsprinzipien spielen sowohl bei der Textproduktion als auch beim Textverstehen eine Rolle. Und ich möchte zweitens den texttheoretischen Zusammenhang der Rolle von Kommunikationsprinzipien im Auge behalten.

Schon Hintikka wies zurecht darauf hin, dass sich bei Grice die Behandlung von Prinzipien oft auf einzelne Äußerungen und nicht auf die Dynamik ganzer Dialogverläufe oder Texte bezieht: „This does not diminish the value of Grice‟s observations, but it prompts the question as to whether they – or at least some of them – could be perhaps accommodated, with profit, within a different, more flexible framework in which the dynamics of discourse are spelt out more explicitly” (Hintikka 1986, 258). Diese Auffassung teile ich und versuche sie in diesem Kapitel zu konkretisieren.

Die primären Funktionen von Prinzipien der Art, wie wir sie hier behandeln wollen, sind nach meiner Auffassung diejenige als Orientierung für Kommunikationsbeiträge und, damit verbunden, diejenige als Basis von Beurteilungskriterien für Kommunikationsbeiträge. Ich spreche hier von Kommunikationsbeiträgen, weil zunächst einmal offen bleiben soll, inwiefern bestimmte Prinzipien für einzelne Äußerungen oder (auch) für Textabschnitte, ganze Texte, einzelne Text-Bild-Verwendungen oder ganze multimodale Beiträge gelten können. Prinzipien wie das der Relevanz, der Informativität, der Vollständigkeit, der Kürze, der Präzision und der Verständlichkeit beziehen sich auf Dimensionen der kommunikativen Qualität.

Man versucht selbst (oft), relevante, informative, vollständige, kurze, präzise und verständliche Kommunikationsbeiträge zu liefern und man kritisiert (bisweilen) die Beiträge anderer als irrelevant, als nicht ausreichend informativ, als unvollständig, als zu lang, ungenau oder unverständlich. Die Annahme, dass sich Kommunikationspartner an solche Prinzipien halten, ermöglicht es dann auch, die Befolgung von Prinzipien sekundär als Teil einer Deutungsheuristik für Implikaturen zu nutzen: „Knowing the principles somebody is acting on supplies a basis for recognizing his intentions and, if necessary, for figuring out what these intentions could be if they are not obvious“ (Fritz 1991, 15).4 Levinson (2000, 35) sieht die Verhältnisse genau umgekehrt. „Instead of thinking about them as rules (or rules of thumb) or behavioral norms, it is useful to think of them as primarily inferential heuristics which then motivate the behavioral norms”. Diese Auffassung ist kreativ, erscheint aber zu eng auf seine Theorie der Generalisierten Konversationellen Implikaturen fokussiert.





Kommunikationsprinzipien 367 Bei der Frage nach dem Status und der Funktion von Kommunikationsprinzipien spielen die Wirkungsweise der Prinzipien und die Begründungszusammenhänge für derartige Prinzipien eine zentrale Rolle. Wenn wir diese Aspekte betrachten, können wir versuchsweise unterscheiden zwischen (i) einer kommunikationsfundierenden Funktion, (ii) einer Funktion als Grundlage einer kommunikativen Moral und (iii) einer Funktion als Grundlage einer strategischen Handlungsorientierung. Dabei besteht eine besondere Komplexität der Verhältnisse auch darin, dass dasselbe Prinzip für alle drei Funktionsbereiche in Anspruch genommen werden kann. Das gilt gerade für grundlegende Prinzipien wie das der Kooperativität, der Relevanz und der Informativität.

In diesem Zusammenhang wurde von den Griceschen Kommunikationsprinzipien manchmal gesagt, sie seien „Janusköpfe“ bzw. sie hätten einen

paradoxen Charakter. Heringer schreibt dazu:

Auf der einen Seite können wir sie sehen als Grundprinzipien, die notwendig mit der Sprache evolutionär entstanden sind, die menschliche Kommunikation bestimmen und gegen die man schwerlich verstoßen kann. Auf der anderen Seite können wir sie als moralische Prinzipien sehen. Der Verstoß gegen die Prinzipien zerstört die Idee des Kommunikationsspiels. Und wir würden paradox handeln, wenn wir einerseits daran teilnehmen, andererseits aber seinen konstitutiven Grund zerstören. Moralisch nicht zu verantworten ist das auch, weil wir bei Eintritt in das Spiel das Commitment eingegangen sind, nach den Maximen zu handeln. Also würden wir unseren Partner elementar täuschen (Heringer 1990, 100).

Dieser Doppelcharakter lässt sich in besonderem Maß für das von Grice angenommene Kooperationsprinzip feststellen. Neuere Untersuchungen zur Entwicklungsgeschichte des Menschen haben plausibel gemacht, dass die Fähigkeit zur wechselseitigen Abstimmung von Aufmerksamkeit, Intentionen und Annahmen, die für kooperatives Handeln fundamental ist, zum genetischen Erbe des Menschen gehört (Tomasello 2008, Levinson 2006). Dies würde erklären, warum diese Formen der Abstimmung meist so robust funktionieren und gleichzeitig von den Handelnden unbemerkt bleiben. Und es würde erklären, warum diese Formen kooperativer Abstimmung notwendigerweise auch bei kompetitiven Kommunikationen wirksam sind. In diesem Sinne scheint also eine Art Prinzip der Adressatenorientierung genetisch in das menschliche Handlungsrepertoire eingebaut zu sein, das einen zentralen Aspekt eines Kooperationsprinzips ausmacht und insofern auch universell 368 Kapitel 5 gültig zu sein scheint.5 Auch für das Rationalitätsprinzip wird seit der Antike angenommen, dass es ein anthropologisches Grundprinzip ist – der Mensch ist ein animal rationale –, so dass seine Befolgung für das menschliche Handeln als grundlegend gilt.

Es stellt sich natürlich die Frage, wie grundlegende Prinzipien wie das der Kooperativität, der Relevanz oder der Rationalität ihre handlungsleitende Funktion erfüllen können, wenn diese häufig unbemerkt bleibt. Es scheint so zu sein, dass diese Prinzipien in der Form wirksam werden, dass Kommunikationsteilnehmer sie im Normalfall instinktiv oder doch wenigstens unreflektiert befolgen und ebenso unreflektiert wechselseitig voraussetzen, dass sie befolgt werden. Diese implizite Annahme gehört zu den Fundamenten der gemeinsamen kommunikativen Praxis.

Daraus folgt aber nicht, dass diese Prinzipien auch tatsächlich immer befolgt werden. Im Gegenteil, Vorwürfe der mangelnden Kooperativität, der fehlenden Relevanz oder der Unvernunft von Kommunikationsbeiträgen sind sehr häufig, und die dabei vorausgesetzten Prinzipien spielen bei der Beurteilung der Angemessenheit und Qualität von Dialogbeiträgen und Texten eine wichtige Rolle. Diese Vorwürfe beziehen sich allerdings meist nicht auf die fundamentale Ebene des elementaren Zustandekommens einer Kommunikation, sondern auf eine darauf aufbauende Ebene der Prinzipienanwendung.

Ein Beispiel für diese Ebene wäre etwa der Vorwurf, dass jemand auf die Schilderung eines Problems hin zwar reagiert, aber keinen ernsthaften Ratschlag zur Lösung des Problems gibt, den man von ihm hätte erwarten können. Wer einen solchen Vorwurf macht, legt sich auf die Annahme fest, dass der Kommunikationspartner zwar kommuniziert hat, aber dabei nicht ausreichend kooperativ war und damit eine relevante Norm verletzt hat. Wenn wir Kommunikationsprinzipien in dieser Weise als kommunikative Normen betrachten, sehen wir sie in einem anderen Licht als wenn wir sie als quasiinstinktive Handlungsorientierungen sehen.

Das Vorkommen von Vorwürfen der erwähnten Art ist ein guter Indikator dafür, dass die Vorwerfenden die Gültigkeit relevanter Normen voraussetDass Adressatenorientierung ein hochrangiges Prinzip ist, wurde in der Linguistik vielfach beobachtet (vgl. beispielsweise Hoffmann 1984, Schindler 2004). Ein Gegenstück im Bereich der Konversationsanalyse ist Sacks„ Prinzip des „recipient design“, das ich schon in der Einleitung dieses Buches erwähnt hatte.

In einer seiner Vorlesungen von 1967 sagte er: „[…] one – if not the most – general maxim for talk production in conversation is‚ speakers should design their talk for recipients‟”(Sacks 1992, Bd. 2, 445). Das gilt mutatis mutandis auch für das Schreiben von Texten.

Kommunikationsprinzipien 369 zen. Deshalb ist die Beobachtung und Analyse von Vorwürfen und normbezogenen Einwänden ein nützliches methodisches Instrument zur empirischen Ermittlung von Kommunikationsprinzipien.6 Das gilt insbesondere auch für die historische Untersuchung von Kommunikationsprinzipien, die in der linguistischen Diskussion bisher eine untergeordnete Rolle gespielt hat. Auf diesen Punkt werde ich in Abschnitt 5.11 näher eingehen.



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