WWW.BOOK.DISLIB.INFO
FREE ELECTRONIC LIBRARY - Books, dissertations, abstract
 
<< HOME
CONTACTS



Pages:     | 1 || 3 |

«Ein Service von: ORF A-1040 Wien, Argentinierstraße 30a Tel.: (01) 50101/18381 Fax: (01) 50101/18806 Homepage: und ...»

-- [ Page 2 ] --

Bereits recht gut untersuchte Anwendungsbeispiele sind Schmerzen und Depressionen. Wirksam sind Placebos wie bereits erwähnt ebenfalls bei Erkältungen, Magen-Darm-Störungen, Angststörungen, Rheuma oder Asthma.

Man darf die Placebo-Reaktion daher auch nicht mit natürlichen Variationen im Krankheitsverlauf oder Spontanheilungen verwechseln.

Placebos wirken wie gesagt auf der Symptomebene.

WIE WIRKEN PLACEBOS?

Die Erwartung Der Placebo-Effekt ist eine „Erfüllung von Erwartungen“, wie es der italienische Placebo-Forscher Fabrizio Benedetti beschreibt. Das bedeutet Patienten erwarten eine Wirkung, wenn sie eine bestimmte Arznei verordnet bekommen. Allein diese Haltung setzt körperliche Reaktionen in Gang, die einen Teil der Wirksamkeit des Mittels ausmacht. Daher beeinflusst die Information, die ein Patient über die Wirksamkeit und die Anwendung einer Therapie erhält, die Placebo-Wirkung in hohem Maß. („Response expectancies in placebo analgesia and their clinical relevance”, F. Benedetti et al.; Pain, 2001) Zu einem ähnlichen Ergebnis kommt eine letztes Jahr durchgeführte experimentelle Studie an Morbus Parkinson-Erkrankten. Auch sie zeigt, dass hohe Erwartungshaltungen die Placebo-Wirkung zusätzlich verstärken können („Effects of Expectation on Placebo-Induced Dopamine Release in Parkinson Disease“, Sarah C. Lidstone et al.; Archives of General Psychiatry, doi:10.1001/archgenpsychiatry.2010.88). Die Erwartungshaltung hat demnach etwas mit einer Aktivierung des körpereigenen Dopamin-Systems zu tun.

Die Konditionierung Mechanismen der Konditionierung spielen vermutlich eine weitere wichtige Rolle bei der Placebo-Wirkung („The specific effects of prior opioid exposure on placebo analgesia and placebo respiratory depression”, F. Benedetti et al.; Pain, 1998).

Das heißt, die Wirkung von Placebos hängt immer auch von Erfahrungen der damit behandelten Person ab. Das Scheinmedikament stößt körperliche Prozesse an, die zuvor bereits von richtigen Arzneimitteln angesprochen wurden. Die Erfahrung einer erfolgreichen Behandlung erhöht zudem die Heilungserwartung.

RADIODOKTOR – MEDIZIN UND GESUNDHEIT 10

PLACEBO - WIRKSAM OHNE WIRKSTOFF?

VERSTÄRKUNG DES PLACEBO-EFFEKTS

Die Placebo-Wirkung kann durch verschiedene Aspekte verstärkt werden.

Eine Studie hat unter anderem ergeben, dass auch der Preis einer Arznei von Bedeutung ist: Je teurer das Medikament, desto besser wirkt es („Commercial

Features of Placebo and Therapeutic Efficacy“, Rebecca L. Waber et al., JAMA, doi:

10.1001/jama.299.9.1016).

Offensichtlich gibt es auch einen Zusammenhang zwischen der Invasivität einer Methode bzw. eines Eingriffs und der Wirkung. So wirken bspw. Medikamente mit starken Nebenwirkungen oft besser, da diese ein Hinweis auf die Stärke bzw.

Wirksamkeit des Mittels sind.

Auch die Verabreichungsform kann so eine wichtige Rolle spielen: Ein Spritze wirkt mehr als eine Pille, eine Pille mehr als eine Salbe, etc. D.h. je aufwändiger oder beeindruckender eine Behandlung ist, umso wirksamer muss sie auch sein.

Diese verstärkenden Effekte werden aber vor allem im Labor, bei Experimenten sichtbar. Bei echten Studien oder im klinischen Alltag sind sie wahrscheinlich bei weitem nicht in dieser Intensität vorhanden, wie unser Sendungsgast Prof. Paul Enck betont.

DIE ARZT-PATIENT-INTERAKTION

Die Interaktion zwischen Patient/in und Ärztin/Arzt ist vermutlich jener Faktor, der hauptsächlich für den Placebo-Effekt verantwortlich ist. Das heißt, der Umgang mit den Erkrankten, die Atmosphäre und die Erwartungen, die dadurch erzeugt werden, entscheiden darüber, wie ausgeprägt eine Placebo-Antwort ausfallen wird. Ein Arzt muss also „wirksam“ mit seinen Patientinnen und Patienten kommunizieren. So kann etwa ein schlechtes Medikament in der Hand eines guten Arztes besser wirken als ein gutes in der Hand eines sozial weniger befähigten Mediziners.

Individuelle Unterschiede Es gibt zwar Vermutungen, dass nicht alle Menschen gleich auf Scheinbehandlungen reagieren, konkrete Ergebnisse dazu gibt es aber kaum.

Denn die individuelle Reaktion ist, wie zumindest bisherige Untersuchungen nahe legen, kein stabiles Merkmal. Das heißt, auch bei ein und demselben Probanden kann der Placebo-Effekt in verschiedenen Versuchen unterschiedlich stark ausfallen.

RADIODOKTOR – MEDIZIN UND GESUNDHEIT 11

PLACEBO - WIRKSAM OHNE WIRKSTOFF?

Ausgeschlossen ist es jedoch nicht, dass es besonders gute Placebo-Responder gibt. Möglicherweise sind dafür bestimmte genetische Varianten verantwortlich, wie neuere Studien an Angstpatienten und depressiven Personen vermuten lassen. Bei derzeitigen Wissensstad sind derartige Differenzen aber pure Spekulation.

Haben Placebos auch Nebenwirkungen?

Placebos können auch Nebenwirkungen haben. In Medikamentenstudien zeigen sich nach Placebo-Einnahme bspw. dieselben negativen Effekte, die das zu testende Medikament aufweisen kann. Man spricht in diesem Fall auch vom Nocebo-Effekt.

Das ist ein weiterer Hinweis darauf, wie entscheidend die Erwartungshaltung für das Phänomen ist.





WISSENSCHAFTLICHE ERKLÄRUNGEN FÜR DENPLACEBO-EFFEKT

Was bei der Placebo-Reaktion im Detail alles passiert, ist bis jetzt nicht hinreichend wissenschaftlich geklärt. Aber im Prinzip stoßen die Scheinmittel im Körper ähnliche Prozesse an wie die echte Therapie. Ein Grund dafür ist die Konditionierung (s.o.). Wenn ein Mensch z.B. jahrelang dasselbe Medikament einnimmt und dieses dann durch ein Placebo ersetzt, wird das wirkungslose Präparat mit ziemlicher Sicherheit gleich wirken wie das Medikament - egal, ob man daran glaubt oder nicht, denn der Körper ist darauf konditioniert. Biologisch passiert dabei vermutlich dasselbe wie beim echten Wirkstoff, Schmerzen werden gehemmt oder das Immunsystem stimuliert, etc. - abhängig von der vorhergehenden Wirkung.

Mit oder ohne Geheimhaltung?

Placebos wirken nur, wenn man ihre Wirkungslosigkeit geheim hält - so lautet die weit verbreitete Annahme. Neue Studien legen jedoch nahe, dass unter Umständen auch die deklarierte Abgabe Wirkungen zeigt. Demnach können sich auch die Symptome informierter Personen durch die Scheinbehandlung bessern („Placebos without Deception: A Randomized Controlled Trial in Irritable Bowel Syndrome“, Ted J. Kaptchuk, PLoS ONE, 2010).

Diese Erkenntnis ist für die praktische Anwendung von Placebos von Bedeutung, denn ethische Probleme, die durch die verdeckte Abgabe von wirkungslosen Arzneien entstehen, ließen sich so umgehen.

–  –  –

PLACEBO-WIRKUNGEN IN DER

ALTERNATIVMEDIZIN

Vieles spricht dafür, dass die Wirkung alternativer Behandlungsmethoden zu einem großen Teil auf den Placebo-Effekt zurückzuführen ist. So ist etwa die Homöopathie von einer sehr starken Arzt-Patient-Interaktion geprägt, die weit über das hinausgeht, was üblicherweise in einer Ordination mit Kassenvertrag angeboten wird.

Außerdem findet hier etwas statt, dass in der Medizin weitgehend verloren gegangen ist: die komplett individualisierte Therapie. Eine erkrankte Person erhält also eine Kombination von Mitteln, die ganz speziell für sie zusammengestellt wurde. Das ist das Maximum an Zuwendung, die Kranke erhalten können. Die Erwartungshaltung ist daher sehr hoch, in der Folge auch die Placebo-Reaktion.

Ähnliches gilt für die Akupunktur. Hier kommt auch noch die körperliche Zuwendung dazu, die in der Apparatemedizin weitgehend verloren gegangen ist.

LÄSST SICH DER EFFEKT ALS

BEHANDLUNGSSTRATEGIE NUTZEN?

Man könnte bspw. das Phänomen der Konditionierung nutzen. Wenn lange mit einem Medikament wirksam eingegriffen wurde, ist der Körper darauf konditioniert. Es wäre also denkbar, jedes dritte oder fünfte Medikament durch ein Placebo zu ersetzen. Zwei Studien bei Psoriasis und ADHS haben bereits gezeigt, dass das funktioniert: Die Wirksamkeit der Behandlung blieb erhalten. Es ist wahrscheinlich, dass diese Methode auf andere Anwendungsbereiche übertragbar ist. Probleme ergeben sich wahrscheinlich eher aus produktionstechnischen oder wirtschaftlichen Gründen (Preisdiskussion), also von Seiten der pharmazeutischen Industrie.

Noch weiß man zu wenig, um über andere konkrete Anwendungen des Effekts zu spekulieren.

Senkung des Arzneimittelverbrauchs Mit der Substitution einzelner Medikamentengaben ließe sich der hohe Arzneimittelverbrauch auf einfache Weise senken. Die Erkenntnisse aus der Placebo-Forschung geben jedenfalls Anlass zum Reflektieren.

Sind die derzeit üblichen Dosierungen überhaupt notwendig? Könnte man die Medizin nicht effizienter machen, etwa durch individuelle Anpassung der Therapie?

–  –  –

Besonders bei symptomatischer Behandlung, wie etwa bei Schmerzen, scheint der Einsatz von Placebos ein vielversprechender Ansatz zur Reduktion von Medikamenten zu sein.

Placebo in der Praxis des Hausarztes Befragungen niedergelassener Ärzte zeigen, dass es durchaus üblich ist, wirkungslose bzw. für die jeweiligen Beschwerden offensichtlich falsche, aber nebenwirkungsstarke Arzneien zu verordnen. Ungefähr einmal im Jahr lässt sich ein praktischer Mediziner dazu hinreißen, wie eine weltweite Erhebung einer Schweizer Forscherin zeigt. So ist es etwa eine weit verbreitete Praxis, auch im Fall harmloser Virusinfektionen Antibiotika zu verschreiben, die in Folge des Placebo-Effekts häufig auch helfen, selbst wenn sie in diesem Fall völlig unangemessen bzw. die falsche Therapie darstellen und außerdem schwerwiegende Nebenwirkungen haben können.

Derartiges Verhalten ist im höchsten Maße unethisch und unter Umständen auch juristisch problematisch (Verstoß gegen Berufsordnung), so unser Sendungsgast Prof. Paul Enck.

Nur in Ausnahmefällen - etwa bei einer Medikamentenabhängigkeit - könnte man vielleicht argumentieren, damit zum Wohl des Patienten zu handeln.

ETHISCHE PROBLEME

Auch bei der Verwendung von Placebos ergeben sich ethische Probleme besonders wenn es verdeckt geschieht. Um die Wirkung in den medizinischen Alltag übertragen zu können, müsste also die Wirkungslosigkeit offen deklariert werden.

Wirksamkeit von wirksamen Medikamenten verstärken Viele der Medikamente, die auf dem Markt sind, haben ihre Wirksamkeit zwar in klinischen Studien bewiesen, sind aber im Alltag oft deutlich weniger potent als in diesen Studien. Was ein Arzt dann mit dem Medikament macht, spiegelt seinen subjektive Erfahrung wieder und im Prinzip kann er dessen Wirkung in der Interaktion mit dem Patienten nochmals verstärken.

Ideal wäre: Ein gutes Medikament kombiniert mit einem guten Arzt - dann lässt sich die Wirksamkeit einer Therapie unter Umständen mit Hilfe des PlaceboEffekts noch verstärken.

–  –  –

BUCHTIPPS

Howard Brody, Darylin Brody Der Placebo-Effekt - Die Selbstheilungskräfte unseres Körpers Dtv 2002 Howard Spiro Placebo. Heilung, Hoffnung und Arzt-Patient-Beziehung Verlag Hans Huber 2005

–  –  –

QUELLEN UND LINKS

Günther Bernatzky, Rudolf Likar, „Glaube versetzt Berge“ In: clinicum 10/10 Günther Bernatzky, Rudolf Likar „Wirkung ohne Wirkstoff - der Placebo-Effekt“ In: Nichtmedikamentöse Schmerztherapie Springer-Verlag 2007, S.23-30 Günther Bernatzky, Rudolf Likar „Die Kraft der Erwartung“ In: Ärztewoche 09/10 Placebos wirken, auch ohne Geheimhaltung http://science.orf.at/stories/1671240/ Placebo: Größere Erwartung - größere Wirkung http://science.orf.at/stories/1655800/ Placebo wirkt im Rückenmark http://science.orf.at/stories/1630034/

–  –  –

SENDUNGSGÄSTE

In der Sendung Radiodoktor – Medizin und Gesundheit vom 24. Jänner 2011

diskutierten:



Pages:     | 1 || 3 |


Similar works:

«Aus der Augenklinik und Poliklinik der Ludwig-Maximilians-Universität München Direktor : Prof. Dr. med. Anselm Kampik DIE HINTERE TENDEKTOMIE ZUR THERAPIE DES KONGENITALEN BROWN-SYNDROMS THE SUPERIOR OBLIQUE POSTERIOR TENECTOMY AS THERAPY FOR CONGENITAL BROWN’S SYNDROME Dissertation zum Erwerb des Doktorgrades der Medizin an der Medizinischen Fakultät der Ludwig-Maximilians-Universität München vorgelegt von Andreea Ciubotaru aus Constanţa, Rumänien Mit Genehmigung der Medizinischen...»

«For the Inclusion of Endosulfan into the PIC Procedure of the Rotterdam Convention Statement of Concerns There is broad agreement that the Rotterdam Convention should serve as an “early warning system”. Regarding endosulfan, the literature and documentation available about the harm caused to humans and wildlife can no longer be seen as an “early warning” but should be viewed as a strong warning.There is ample evidence that endosulfan: • is acutely toxic and has poisoned numerous...»

«Paternalism in families – burdens of caregivers of elderly family members 4th International Conference on Nursing & Healthcare Dr. Martin Pallauf (together with Dr. Benjamin Schmidt) San Francisco, October 5, 2015 Family-Sociological Perspective Family-socialization: from the „whole house“ to the nuclear family (statistical appearance). (Peukert 2008; Rosenbaum 1982; Brunner 1978) Multi-local and multi-generational families. (Bertram 2000) Socio-demographic changes: beanpole families....»

«Medizinische Fakultät der Universität Duisburg-Essen Aus der Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie Geschlechtsspezifische Differenzen der Hirnaktivität in der fMRT bei Normalprobanden im Vergleich mit transsexuellen Probanden Inaugural–Dissertation zur Erlangung des Doktorgrades der Medizin durch die Medizinische Fakultät der Universität Duisburg-Essen vorgelegt von Eva Renate Krause, geb. Heuel aus Olpe Dekan: Herr Univ.-Prof. Dr. rer. nat. K.-H. Jöckel 1. Gutachter:...»

«Deutscher Bundestag Drucksache 18/[.] 18. Wahlperiode [Datum] Gesetzentwurf der Abgeordneten Dr. Carola Reimann, Peter Hintze, Prof. Dr. Karl Lauterbach, Burkhard Lischka, Katherina Reiche, Dr. Kristina Schröder, Arnold Vaatz, Dagmar Wöhrl. Entwurf eines Gesetzes zur Regelung der ärztlich begleiteten Lebensbeendigung (Suizidhilfegesetz) A. Problem Der medizinische Fortschritt ermöglicht eine Verlängerung des menschlichen Lebens und eine Verbesserung der Lebensqualität. Zugleich führt...»

«4-06-60 DBMS Recovery Procedures Previous Frederick Gallegos Daniel Manson Payoff When a DBMS crashes, all or a portion of the data can become unusable, Appropriate procedures must be followed to restore, validate, and return the system to normal. In a client/ server environment with distributed data bases, additional procedures are needed. Users and IS professionals must do their part to ensure the security, integrity, and validity of information and DBMS transactions. Problems Addressed Many...»

«IN THE SUPREME COURT OF FLORIDA AMENDMENT TO THE RULES OF JUVENILE PROCEDURE Fla.R.Juv.P. 8.350 CASE NO. SC00-2044 / I. Introduction We are a Florida County Court Judge and a law professor interested in the therapeutic jurisprudence approach to law. We submit this brief because we believe that the issues before this Court can have a significant impact on the mental health of the juveniles affected. Judge Ginger Lerner Wren is a County Court Judge for the 17th Judicial Circuit in Broward County....»

«Treatment of Osteoarthritis of the Knee, 2nd edition SUMMARY OF RECOMMENDATIONS This summary of the AAOS clinical practice guideline, “Treatment of Osteoarthritis of the Knee” 2nd edition, contains a list of the evidence based treatment recommendations and includes only less invasive alternatives to knee replacement. Discussion of how each recommendation was developed and the complete evidence report are contained in the full guideline at www.aaos.org/guidelines. Readers are urged to...»

«DISABILITY-COMPETENT CARE SELF-ASSESSMENT TOOL INTRODUCTION Last modified 05/22/2013 1 Please submit feedback to sloehrer@ihi.org. Purpose The Disability-Competent Care Self-Assessment Tool was developed to help health plans and health systems evaluate their current ability to meet the needs of adults with functional limitations and to identify strategic opportunities for improvement. Serving Persons with Functional Limitations This Tool focuses primarily on persons with functional limitations,...»

«Fl. Medit. 24: 51-62 doi: 10.7320/FlMedit24.051 Version of Record published online on 14 July 2014 E. Kozuharova, V. Kochmarov, E. Kachaunova, A. Espíndola, B. Aleksandrov & I. Mincheva Distribution of Arum (Araceae) in Bulgaria* Abstract Kozuharova, E., Kochmarov, V., Kachaunova, E., Espíndola, A., Aleksandrov, B. & Mincheva, I.: Distribution of Arum (Araceae) in Bulgaria. — Fl. Medit. 24: 51-62. 2014. — ISSN: 1120printed, 2240-4538 online. The common European Arum maculatum L. is an...»





 
<<  HOME   |    CONTACTS
2016 www.book.dislib.info - Free e-library - Books, dissertations, abstract

Materials of this site are available for review, all rights belong to their respective owners.
If you do not agree with the fact that your material is placed on this site, please, email us, we will within 1-2 business days delete him.