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«Lehren aus der Finanzkrise Die ökonomische Lehre versagt Verantwortungsbewusstsein muss uns vor Krisen bewahren Betreuender Hochschullehrer: Prof. ...»

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Frankfurt am Main

Frankfurt School of Finance & Management

Lehren aus der Finanzkrise

Die ökonomische Lehre versagt Verantwortungsbewusstsein muss uns vor Krisen

bewahren

Betreuender Hochschullehrer:

Prof. Dr. Carsten Herrmann-Pillath

Studentische Teammitglieder:

Katharina Kauselmann

Michael Kirmes

Isabel Mancuso

Corinna Schauerte

Beitrag zum Postbank Finance Award 2009

Teilnahmebeitrag

Postbank Finance Award 2009

Die ökonomische Lehre versagt Verantwortungsbewusstsein muss uns vor Krisen bewahren Beitrag zum Postbank Finance Award 2009 Die ökonomische Lehre versagt - Verantwortungsbewusstsein muss uns vor Krisen bewahren Inhaltsverzeichnis Inhaltsverzeichnis

Einleitung

Prolog: Die Finanzkrise 2007, 2008, 2009 - ein kurzer Abriss der Ereignisse

Teil I: Andere Anreizsysteme und Regulierungen werden nur neue Krisenpotenziale schaffen.. 5 1 Systemisches Risiko und ein soziales Dilemma

1.1 Mehr als nur Kreditausfall - Systemisches Risiko

1.2 Soziale Dilemmata – und die Standardlösung

1.3 Anwendungen der Standardlösung auf die Finanzmärkte

2 Warum die Standardlösungen versagen

2.1 Das Regulierungsparadox

2.2 Das Anreizparadox

Wendepunkt: Verantwortungsbewusstes Handeln als Ausweg aus dem Dilemma

Teil II: Die Lehre muss verändert werden, um Verantwortungsbewusstsein zu fördern............ 23 3 Der Konflikt zwischen Ökonomie und Kooperation

3.1 Dawes‘ zwei Bedingungen für Kooperation

3.2 Die Entstehung der „Unersättlichkeit ökonomischer Gier“

3.3 Auswirkungen auf die Management-Praxis

4 Verantwortungsbewusstes Handeln lehren

4.1 Indoktrinierung in der ökonomischen Lehre

4.2 Class Room Experiments zur Kooperation in sozialen Dilemmata

4.3 „Business Ethics“ als möglicher Weg zum Verantwortungsbewusstsein

4.4 Methodik: Wie lässt sich Ethik lehren?

Zusammenfassung

Ausblick

Bibliographie

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Einleitung Zielsetzung: In unserer Arbeit wollen wir aufzeigen, dass mit traditionellen ökonomischen Methoden zukünftige Krisen nicht verhindert werden können. Zudem wollen wir untersuchen, inwieweit eine andere Ausbildung dies vermag.

Das behandelte Problem: Die Finanzkrise beruht auf einem sozialen Dilemma. Doch die traditionellen ökonomischen Lösungsmöglichkeiten dieses Dilemmas - wie staatliche Regulierungen und Änderungen der Anreizsysteme - schaffen neue Krisenpotenziale.

Die vorgeschlagene Lösung: Um eine alternative Lösung zu ermöglichen, muss der Ökonomie, die zu einseitige Annahmen über menschliches Verhalten trifft, ein verantwortungsbewussteres Menschenbild entgegengesetzt werden.

Zur Methodik:

Als Studenten der Wirtschaftswissenschaften und gleichermaßen der Philosophie haben wir die Möglichkeit, quasi „von außen“ die Finanzkrise und die Ursachen ihres Ausmaßes zu analysieren. Die Finanzkrise ist nach unserer Ansicht auf ein Problem zurückzuführen, das die Ökonomie zwar erklären, aber nicht effektiv lösen kann, weil sie an kaum beachteten Paradoxien und den Grenzen ökonomischer Paradigmen scheitert.

Im Rahmen des „Finance Awards“ bemühen wir uns mit unserer Methodik, die Sprache und Modelle der Ökonomie zu verwenden, wo es möglich ist, stellen diese aber mit Argumenten aus Politikwissenschaft, Psychologie und Philosophie in Zusammenhang. Da wir somit interdisziplinär arbeiten, ist es letztlich nicht möglich, auf die etablierte Methodik einer einzelnen Fachwissenschaft zurückzugreifen. Es bleibt damit allein die grundsätzliche Methodik rationalen Argumentierens, wie sie in allen Disziplinen zum Einsatz kommt. Dabei bedienen wir uns sowohl deskriptiv-erklärender, wie auch analytisch-klärender und präskriptiv-vorschreibender Argumente, die wir z.T. auch über verschiedene Disziplinen hinweg gebrauchen.

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Zum Fortgang der Arbeit:

Unsere Arbeit gliedert sich in zwei Teile mit je zwei Kapiteln, und ein überleitendes Kapitel zwischen diesen Teilen. Vorher wird in einem Prolog ein kurzer Abriss der Ereignisse der Finanzkrise in den Jahren 2007, 2008 und 2009 dargestellt.

Im ersten Kapitel zeigen wir, wie die Vernachlässigung systemischer Risiken zu einer verhängnisvollen Spekulationsblase geführt hat, und dass die Entstehung und Verbreitung solcher systemischer Risiken auf individuell rationalem Verhalten (im ökonomischen Sinn) der einzelnen Akteure beruht. Anschließend betrachten wir die Standardlösungen solcher sozialer Dilemmata und beschreiben die Anwendung dieser Methoden auf die Finanzkrise.

Im zweiten Kapitel erklären wir, wieso die traditionellen ökonomischen Lösungsansätze erneute Krisenpotenziale schaffen. Zwei Paradoxa führen dazu, dass durch Regulierung und Anreizsysteme neue Risiken geschaffen werden, anstatt dass Risiko begrenzt wird.

Im Kapitel „Wendepunkt“ führen wir ausgeprägteres Verantwortungsbewusstsein als dritten Weg aus einem sozialen Dilemma ein.

Das dritte Kapitel beginnt mit unserer Besprechung von Dawes‘ Bedingungen für Kooperation im sozialen Dilemma. Anschließend beschäftigen wir uns mit seiner Behauptung, Annahmen der Ökonomie würden die Erfüllung dieser Bedingungen unmöglich machen.





Im letzten Kapitel besprechen wir Studien, die zeigen, wie eine bestimmte fachliche Lehre die Kooperationsbereitschaft beeinflusst. Basierend auf den Ergebnissen dieser Studien und mit einem Rückblick auf die Theorien Adam Smiths schlagen wir eine Erweiterung und Integration von „Business Ethics“-Kursen zur Förderung verantwortungsbewussten Verhaltens vor und schließen mit konkreten Vorschlägen, wie die praktische Umsetzung solcher Kurse aussehen könnte.

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Prolog: Die Finanzkrise 2007, 2008, 2009

- ein kurzer Abriss der Ereignisse Als im dritten Quartal 2006 die Immobilienpreise in den USA zurückgehen, kommt es zu großen Ausfällen bei den Hypothekenkrediten, die in den Modellen der Ratingagenturen nicht berücksichtigt wurden. Solange die Immobilienpreise stiegen, war dieser Modellfehler niemandem aufgefallen. Als allerdings mit fallenden Preisen immer mehr Kredite ausfallen, versuchen einige Hedgefonds, ihre Mortgage Backed Securities (MBS) zu liquidieren, und im Juli 2007 werden erst zwei Hedgefonds von Bear Stearns insolvent, dann muss das „Rhineland funding“ Conduit der IKB deren Kreditlinie in Anspruch nehmen – was deren Möglichkeiten übersteigt. Zu diesem Zeitpunkt entsteht Unsicherheit. Die Ratings der MBS sind nichts mehr wert, da sie keine gültige Aussage mehr treffen. Gleichzeitig weiß niemand genau, wer wie viele dieser plötzlich „toxischen“ Papiere hält – jeder wird „verdächtig“. Es stellt sich heraus, dass praktisch jede Bank auf verbrieften Hypotheken sitzt, wenn nicht direkt, dann durch eigene Conduits oder Special Purpose Vehicles (SPV), die fast kein Eigenkapital besitzen. Schlimmer noch, in vielen Fällen reichen die liquiden Mittel der zugehörigen Bank nicht aus, um die Fremdkapitalgeber der SPVs auszuzahlen. Insgesamt stecken etwa eine Billion Dollar in Form von Asset Backed Securities in solchen SPVs und Conduits – was aber vorher niemandem bewusst war (Hellwig 2008).

Alle Banken versuchen, ihre MBS zu verkaufen, doch durch diesen „fire sale“ werden die Preise noch mehr nach unten gedrückt und der Markt wird schlussendlich illiquide (Schwarcz 2008). Damit verkürzen sich die Bilanzen aller Firmen, die solche Papiere halten (mark-to-market). Durch diese negative Rückkopplung hat deshalb jeder einen Anreiz, als erster zu verkaufen. Gleichzeitig ziehen Fremdkapitalgeber ihr Kapital zurück. Keine Bank leiht der anderen mehr Geld, aus Angst, die andere könnte am nächsten Tag schon insolvent sein (Ng et al. 2008). Um liquide zu bleiben, verkaufen die Banken weitere Wertpapiere, die mit den MBS gar nichts zu tun haben. Dies führt dazu, dass auch diese Wertpapiere illiquide werden - wie bei Kommunalobligationen und Auction Rate Securities, normalerweise absolut liquide, geschehen (Pollock 2008). Auch zieht jede Bank ihre Einlagen anderswo ab und reduziert die Kreditvergabe an Kunden. Eine Abwärtsspirale hat eingesetzt.

Entgegen der weitläufigen Meinung waren Hypothekenbetrug und das so genannte „predatory lending“ nicht der Grund für die Krise (Beville 2008). Auch folgte die Krise nicht direkt aus der Kreditvergabe an eigentlich ausfallbedrohte Schuldner (Kendra & Costello 2007) oder aus den sogenannten „2/28“, adjustierbaren Kreditzinsen (Gerardi et al. 2007). Die hohen Ausfälle vieler Subprime-Hypothekenkredite lassen sich nur mit den plötzlich fallenden Immobilienpreisen erklären.

Gleichzeitig können die Kreditausfälle aber nur als Auslöser für die Krise gesehen werden, sozusagen als Stein des Anstoßes, denn sie erklären die Ausmaße der Krise nicht. Ein paar Zahlen verdeutlichen dies: Die Schätzungen der direkten Verluste aus den Kreditausfällen von Non-Prime-Hypotheken belaufen sich auf etwa 500 Milliarden Dollar (Hellwig 2008).

Diese Zahl erscheint sehr hoch, nicht jedoch im Vergleich zu den fünf Billionen, die in der dotcom-Krise verloren gingen (Spaventa 2007). Um einen weiteren Vergleich heranzuziehen: Ein einprozentiger Gewinn oder Verlust auf dem US-Wertpapiermarkt, was häufig innerhalb eines Tages vorkommt, ist etwa genau so groß wie der in den nächsten Jahren erwartete Verlust aus den Subprime-Hypotheken (Adrian & Shin 2008).

Tatsächlich hatten schon vor Ausbruch der Krise einige Beobachter vor einer Blase auf dem US-Immobilienmarkt gewarnt, die bald platzen würde (z.B. Robert Shiller). Sogar noch im April 2007, als die Probleme mit den Subprime-Krediten schon sichtbar waren, gab der „Global Financial Stability Report“ des Internationalen Währungsfonds eine detaillierte Beschreibung der Probleme mit Subprime-Hypotheken und MBS ab – schloss dabei aber, dass

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das Problem den restlichen Finanzsektor nicht weiter betreffen würde (Hellwig 2008, International Monetary 2007). Wie also kam es zu der Krise, die weltweit alle Arten von Wertpapieren betraf, sogar solche, die eigentlich gegen Kreditrisiko immun sind?

Ein Schockereignis in einem Teil des Finanzsystems, das zu Schocks an anderen Stellen führt, was wiederum die Stabilität der Realwirtschaft beeinträchtigt, nennt man ein systemisches Ereignis, das Risiko eines solchen Ereignisses ist das systemische Risiko (Bordo et al.

1998). Da in einem solchen Fall Probleme in einer Bank den Rest des Finanzsystems mit „ansteckt“, spricht man auch von „contagion risk.“ Drei Mechanismen können hierbei zum

Tragen kommen (Hellwig 2008):

• „Information contagion“: Schwierigkeiten in einem Unternehmen bringen Investoren dazu, sich auch über ähnliche Unternehmen Sorgen zu machen, die ähnliche Strategien verfolgen, oder die durch die anderen beiden Mechanismen angesteckt werden könnten. Die Investoren ziehen dann ihre Einlagen dort ab (Schnabel und Shin 2004, Allen und Carletti 2006, 2008).

• „Domino effects through asset prices“: Wenn das betroffene Institut viele Wertpapiere verkaufen muss, drückt dies die Preise nach unten. Dieser Preisverlust wirkt sich wiederum auf die Solvenz aller anderen Unternehmen aus, die ebenfalls diese Wertpapiere halten (Staub 1998).

• „Domino effects through contracutal relations“: Durch die Insolvenz eines Unternehmens entstehen anderen Unternehmen, die vertragliche Verbindungen gegenüber diesem Unternehmen haben, Verluste (Staub 1998).

In der jetzigen Krise waren alle drei dieser Mechanismen am Werk. Zu Beginn der Krise führte „information contagion“ zu defensiven Ausgabenkürzungen und Geldhaltestrategien auf Interbanken- und Kapitalmarkt. Durch das Zusammenspiel zwischen Märkten, „mark-tomarket“-Regeln, Eigenkapitalanforderungen (Basel I und II) und den korrigierenden Maßnahmen von Banken mit zu wenig Eigenkapital wurden in einer Kettenreaktion Wertpapierpreise nach unten gedrückt und somit Bilanzen weiter verkürzt. Eine weitere Kettenreaktion wurde durch den Untergang von Lehman Brothers ausgelöst, da davon auch Investoren, Kunden, Gläubiger und Risikoversicherer betroffen waren. Tatsächlich sind die Probleme

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