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«Jugend von heute - Chance für morgen Today's Youth - Tomorrow's Wealth Jeunesse d'aujourd'hui - Chance pour demain 23. Internationaler Workshop für ...»

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Autor von zahlreichen Büchern und Fachartikeln zu Erlebnispädagogik, Outdoor- Training und Hochschuldidaktik. Seit 1994 Referent beim "Internationalen Workshop" in Herrsching.

Warum machen Sie dieses Seminar überhaupt? Sie haben

Frage:

doch sonst Vieles zu tun?

W.M.: Es ist eines der schönsten und spannendsten Seminare, die ich durchführe. Nicht nur die Teilnehmer lernen von mir - ich lerne auch von Ihnen. Vor allem im ersten Teil des Workshops, in dem es um Teamentwicklung und Gruppendynamik geht.

Frage: Aber die Teilnehmer sind doch Profis aus allen Kontinenten. Brauchen die denn so etwas überhaupt noch?

W.M.: Zwischen Wissen und Tun ist ein großer Unterschied. Das zeigt sich vor allem bei handlungsorientierten Methoden, so genannten Problemlösungsaufgaben oder konstruktiven Lernprojekten. Es gibt bei diesen aktiven Methoden viele Parallelen zum beruflichen Alltag meiner Teilnehmer - und darüber hinaus nehmen sie dann eine kleine Schatzkiste von effektiven Methoden mit nach Hause.

Frage: Klingt ganz gut, aber vielleicht meinen die Teilnehmer, dass das nur nette Spiele sind?

W.M.: Ja, das ist eine Gefahr. Ich betone aber immer, was dabei gelernt werden kann. Al le Übungen werden ausgewertet: Welche Führungsqualitäten werden trainiert oder welche Gruppendynamik entwickelt sich? Hinter dem Reden kann man sich leichter verstecken als hinter diesen Übungen.

Frage: Also nur Spiele und Übungen?

W.M.: Nein, durchaus nicht. Nach einer solchen Übung folgen kurze Präsentationen zu diesem Thema. Der Vorteil ist, dass die Teilnehmer dann wissen, wovon sie sprechen. Und natürlich sorge ich dafür, dass die Teilnehmer Aspekte ihrer Arbeit präsentieren. Das ist nicht nur interessant, ich nutze es auch, um meine Lerninhalte mit ihren beruflichen Anforderungen zu verknüpfen.

Frage: Und der internationale Aspekt?

W.M.: Das ist besonders wichtig: Die interkulturellen Missverständnisse, auch die kleinen Krisen. Von all dem lernen wir mehr in einer harmonischen Atmosphäre, die die Unterschiede nur verdeckt.

Frage: Und was lernen Sie?

W.M.: Immer wieder neue Methoden, die die Teilnehmer mitbringen. Dann die bedrängenden, fast unlösbaren Probleme vieler Länder. Aber auch die Variationsbreite von Lösungsansätzen. Oft gelingt es uns, bei unseren Teilnehmern den Geist von Herrsching wie einen gutartigen Virus einzupflanzen. Die fröhlichen Gesichter, das bunte Miteinander, die Länderabende, der internationale Abend - all dies zusammen wird nicht nur für die Teilnehmer, sondern auch für mich zu einem unvergesslichen Erlebnis.

Frage: Jetzt hören wir mal auf, bevor Sie noch mehr ins Schwärmen kommen. Vielen Dank!

Prof. Dr. Werner Michl, Deutschland

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Mit der Methode "Open-Space für Großgruppen" werden die Lebens- und Arbeitsbedingungen Jugendlicher in ländlichen Räumen umfassend aufgearbeitet.

In einem ersten Schritt geht es um die Analyse der Herausforderungen ländlicher Räume.

Diesen werden die möglichen Vorteile und die Entwicklungschancen auf dem Land gegenübergestellt.

In Kleingruppen werden in einem zweiten Schritt Konzeptionen und Strategien zur Bewältigung konkreter Herausforderungen beraten. Die Ergebnisse werden festgehalten und im Austausch mit einer anderen Kleingruppe kritisch hinterfragt. Jede Gruppe bereitet schließlich eine grafische und schriftliche Präsentation vor, die sie auf einem "Marktplatz ländlicher Entwicklungskonzepte" allen Teilnehmern vorstellt.

Im Zentrum stehen die intensive Mit- und Eigenarbeit aller Teilnehmer. Die Erkenntnisse und Ergebnisse dieses Teils des Workshops werden verknüpft mit eigenen beruflichen Erfahrungen.

Weiterhin ist es wichtig, aus der eigenen Sprachgruppe herauszugehen und vertieften fachlichen Kontakt mit anderen Sprachgruppen aufzunehmen. Dadurch werden das Interesse und das Verständnis für die überaus unterschiedlichen Werthaltungen, Lebensweisen und Probleme unter den Teilnehmern verstärkt. Dies ermöglicht auch die kritische Überprüfung eigener Ansichten vor dem Hintergrund der Meinungen von Seminarteilnehmern aus anderen Ländern. Schließlich wird die Komplexität landwirtschaftlicher und jugendpolitischer Herausforderungen ebenso deutlich wie die Notwendigkeit eines selbstverantwortlichen Handeins vor Ort.

Als methodische Handreichungen werden in diesem Seminarteil der Einsatz von Fragetechniken, das aktive Zuhören und die Bedeutung der nonverbalen Kommunikation vorgestellt und geübt.

Die Open-Space Methode:

Auflistung aller Themenvorschläge zur Verbesserung der Lebens- und Arbeitsbedingungen der Jugend Freie Wahl der Themen durch die Teilnehmer (Bearbeitung der für die Teilnehmer wirklich wichtigen Themen) Laufende Dokumentation der Arbeitsgruppenergebnisse Freier Wechsel unter den Gruppen mit neuen Fragen und Ergebnissen Präsentation der Vorschläge, Platz für Ergänzungen Ergebnis: Komplexer, interaktiver Austausch von Themen und Teilnehmern Erkennen einer Methode, die ermöglicht, in Großgruppen teilnehmerorientiert komplexe Sachverhalte zu bearbeiten.

- 26 Open Space - all topics found

• Lutte contre la pauvrete et creation d' activite generatrice de revenus

" ERNST MATHURIN

• Lack of commitment and developing leadership qualities among rural youth '" ANTHONY OLUSOLA, Nigeria





• Recherche de Financement Perennisation des programmes et autonomisation des beneficiaires '" IORISSA BA, Mali; SHOU CHIEN, Taiwan " Improvement of education: possibilities and quality " Strategies d' insertion sociale, professionnelle et d' education alternative des jeunes '" MARIE SASSI, France; BARNABE BAKARY, Ivory Coast

• Domination of leaders on issues specifically related to rural youth

• EDWARD MASSAQUOI, Sierra Leone " MObility - good or bad?

" How can you improve jobs and prospects for young people?

'" ANOREY TSYBUKH, Ukraine " No technological support, development and training, particularly in agricultural areas

• NALARA DON VIOURA NALARA JAYATHUNGA, Sri Lanka " Poverty and mal nutrition

• UNNY KACHAMA, Malawi " Improving educational system (technical, vocational, language and others) '" ROEBINA PLET, Surinam " Preventing of AIDS/HIV among Rural Youth

• DAVID TERFA ABAM, Botswana; GAOUSSOU, Mali " How can you activate young peoples' motivation and self responsibility?

• JOSEF STOCKINGER, Austria " How can youth work be supported?

• HELENE BREM, Germany

• How to establish information centres? Which are necessary?

• ANDREY TSYBUKH, Ukraine; TATJANA ZOBNINA, Russia

• Vocational Training for School drop outsl High rate of iIIiteracy and school drop outs

• MAROTI CHAMPATI SHINDE, India

• Implementation of 4H-clubs

• BISHNU CHANA GHOSH, India

• Sports and Physical Activities in Child Development

• DAWID GAWASEB, Namibia " Demotivated youth women's groups that have lost interest because of unemployment and a lack of acknowledgement, opportunities, vision, capacity and awareness

• AMBER SUBBA, Bhutan " Personal development of young people through theatre, drama and role play

• ORUN GÜRKAN, Turkey; NYE WAN KYAW, Bangladesh " Youth Foundations for Peace in countries of conflict

• BUNL Y CHORN, Cambodia " Problems with motivation in farming work from rural youth

• AUDRONE ASAUSKAITE, Lithuania " Discrimination against women and age groups

• CHITRA CHITRA P., India; ARJUN KUMAR BHATTARAI, Nepal " To identify other (additional; different) types of money

• SHOU-CHIEN, Taiwan

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Anregungen und offene Fragen:

Motivation - Abitur mit Auszeichnung (Abschluss) Möglichkeit, Lehrplätze zu bekommen - Wettbewerb für Schüler (nur aus ländlichen Räumen) mit Diplom oder mit Auszeichnung Schule (Training) für Entwicklung von Leitungseigenschaften bei Schülern aus ländlichen Räumen (IT, Fremdsprache, Psychologie) an der Universität Wettbewerb: Bewerbung mit der Motivationsbeschreibung.

Die Besten bekommen Stipendien Teilstudium: Möglichkeit, z. B. ein Semester für Studenten aus ländlichem Raum an anderer Universität im Ausland zu studieren Online-Bibliothek: Zugang zu Online-Informationssystemen zu den besten Agraruniversitäten der Welt Weiterbildung der Lehrer - bei entsprechenden Lehrstühlen - an den stärksten Landwirtschaftlichen Hochschulen der Welt Bildungsmöglichkeiten für Jugendliche ohne Hochschulausbildung - Beratung über Berufe, die nachgefragt sind.

Kooperation mit Betrieben - Ausbildungseinrichtungen treffen Vereinbarungen mit Unternehmen, die das Studium der Jugendlichen aus ländlichem Raum bezahlen, wenn diese anschließend in dem Betrieb arbeiten (Betriebe organisieren Auswahlgespräche) Abendschule für Arbeiter ohne Diplom, ohne Ausbildung (für Jugendliche ohne Abitur aus ländlichen Räumen) Motivation schaffen bei Kindern in der Schule für den landwirtschaftlichen Beruf Internationale Beziehungen in jeder Schule schaffen.

- 28 STOPPING THE DISCRIlVIINATION AGAINST 'VOIVIEN

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- 32 Eigenverantwortung in der ländlichen Entwicklung Ein entscheidender Programmpunkt des Internationalen Workshops war die Planung und Organisation von Projekten in Form eines so genannten Aktionsplans. Mit dem selbst gewählten Arbeitsprojekt sollte ein aktuelles Problem aufgegriffen und ein Lösungsvorschlag für die Praxis der Landjugendarbeit ausgearbeitet werden. Mit Lehrgesprächen, Arbeitsanleitungen und Projektleitung durch die Dozenten erfolgte eine stetige Rückkoppelung zur Sprachgruppe. In der Theorie wurden die Planung und die inhaltliche und organisatori sche Strukturierung von Arbeitsvorhaben vermittelt. Gefordert waren die Beschreibung der personellen, der finanziellen und der strukturellen Rahmenbedingungen, die klare Zeitplanung und die Auswahl von Methoden der Öffentlichkeitsarbeit für dieses konkrete Arbeitsvorhaben.

Die Teilnehmer erarbeiteten darüber hinaus anspruchsvolle Projekte, die das theoretische und praktische Wissen über die im Seminar vermittelten Inhalte nutzten.

Zur gegenseitigen Information über die Projekte, aber auch als Hilfestellung bei einer Umsetzung in die Praxis, wurden auch in diesem Seminarteil Präsentations- und Visualisierungstechniken genutzt. Die Erg ebnisse der Projekte wu rden zunächst in den Sprachgruppen zu r Diskussion gestellt, je ein Projekt wurde dann für die Präsentation im Plenum ausgewählt, und schließlich konnten alle Projekte in einem Forum von allen Teilnehmern begutachtet werden.

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Der Aktionsplan muss konkret, realistisch und attraktiv sein!

Er muss in die eigene Arbeit zu integrieren sein!

Was?

Was möchtest du tun? Was möchtest du verändern, verbessern... ? Was ist dein Ziel?

Warum?

Warum möchtest du es tun? Was sind die Vorteile? Was ist der Nutzen?

Wie?

Wie wirst du es tun? Wie sind deine konkreten Schritte?

Wann?

Wann wirst du beginnen? Wann wirst du welchen Schritt tun und wann wird die Aktion beendet sein?

Wo?

Wo soll dein Vorhaben umgesetzt werden? An welchem Ort? In welcher Institution?

In welcher Gruppe?

Wer?

Wer ist davon betroffen? Wie heißen die Personen, die mit einbezogen sind?

Welche Unterstützung / welche Hilfe?

Welche Unterstützung brauchst du von wem, wann, wo und warum?

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- 34 Beispiele für Aktionspläne:

Sensitizations of vocational training for Bhutanese Refugee Youths Amber Singh Subba, Bhutan Bhutanese Refugee Women Forum (BRWF) Background Bhutanese refugee women forum is purely a non political, non government, independence and member based social organization formed and working within seven Bhutanese refugees' camps in Nepal from the beginning of Bhutanese refugees entering in to Nepal. It has more than 100 paid volunteers (incentive holders) and 281 unpaid active women volunteers holding different post in the forum with more than 12.000 members representing all Bhutanese refugees settled in 7 different camps of Jhapa and Morang District of Nepal.



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